Ausbildung und Beruf als Bankkaufmann/Bankkauffrau:
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Tipps zur Bewerbung

Berufsbild Bankkaufmann/Bankkauffrau:


Bankkaufleute arbeiten jeden Tag mit Geld. Sie arbeiten in Kreditinstituten und beraten dort Kunden in allen Geschäftsbereichen, wie Altersvorsorge, Immobilienfinanzierung, Versicherungen oder einfach nur beim klassichen Sparbuch.
Im Auftrag von Kunden eröffnen sie Bankkonten, sie tätigen Auslandsüberweisungen oder schließen Bausparverträge oder Lebensversicherungen ab. Auch die Verwaltung oder Verwahrung von Wertgegenständen oder Aktien fällt in das Aufgabengebiet.

Umgang mit dem Geld der Kunden unterliegt einer hohen Verantwortung, wie aktuell die Finanzkrise 2008 erneut gezeigt hat. Bankkaufleute müssen immer über aktuelle Entwicklungen auf dem Anlagemarkt und im Bankengeschäft informiert sein. Die Beratungsfunktion steht beim Bankkaufmann/ bei der Bankkauffrau im Vordergrund. Oft auch in dem Zwiespalt, dass die Produkte des eigenen Finanz- oder Kreditinstituts nicht die besten am Markt sind, was allerdings in sämtlichen kaufmännischen Berufen der Fall sein kann.

Bankkaufleute arbeiten in der Regel am Arbeitsplatz in den Filialen oder direkt am Kundenschalter. Bei größeren Geschäften oder nach Vereinbarung ist aber auch ein Kundenbesuch in der Privatwohnung möglich.

Gehalt/Verdienst als Bankkaufmann/Bankkauffrau

Das Gehalt in diesem Beruf richtet sich oft nach den tariflichen Vorgaben und ist zum Beispiel abhängig von der Lebenssituation oder der Qualifikation. Der Verdienst als Bankkaufmann/-frau kann ungefähr zwischen 2100 und 2600 Euro liegen, was allerdings als grobe Richtschnur zu sehen ist.

Das Gehalt kann auch deutlich höher ausfallen, je nachdem in welchem verantwortungsbereich der Einsatz stattfindet. Zudem ist beim Verdienst auch ein Provisionsmodell möglich, welches für den Verkauf von bestimmten Produkten einen Anreiz schafft.

Ausbildung als Bankkaufmann/Bankkauffrau

Der Beruf Bankkaufmann/Bankkauffrau ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nsch dem Berufsbildungsgesetz. Die Berufsausbildung erfolgt als duale Ausbildung mit Schule und Beruf. Die Ausbildungsbetriebe sind Banken und Sparkassen, in denen die praktische Ausbildung durch erfahrene Kollegen bzw Ausbilder erfolgt.
In der Berufsschule bekommen Bankazubis die theoretischen Grundlagen für das spätere Berufsleben vermittelt.

Es erfolgt eine Ausbildungsvergütung die meistens tariflich geregelt ist:

1. Ausbildungsjahr: 708 Euro (Neue Bundesländer: 646 Euro)
2. Ausbildungsjahr: 764 Euro (Neue Bundesländer: 697 Euro)
3. Ausbildungsjahr: 819 Euro (Neue Bundesländer: 745 Euro)

Die Dauer der Ausbildung des Bankazubis beträgt 3 jahre. Im 2. Ausbildungsjahr erfolgt eine Zwischenprüfung und im 3. Ausbildungsjahr die Abschlusspr&uum;fung. Die Zwischenprüfung erfolgt schriftlich, die Abschlussprüfung zum Bankkaufmann/frau hingegen schriftlich und mündlich. Die Prüfungen für Bankazubis führt die IHK durch.

Als Bankazubi ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben, aber die Mehrheit beginnt die Ausbildung mit der allgemeinen Hochschulreife.



Eigenschaften und Voraussetzungen von Bankkaufleuten

Bankkaufleute haben Kundenkontakt, ein gepflegtes Äußeres ist daher unbedingt notwendig, genau wie sehr gute Umgangsformen und Freundlichkeit. In diesem Job ist ein serviceorientiertes Handeln und Denken nicht wegzudenken.

Der tägliche Umgang mit Zahlen und Daten erfordert gute mathematische Kenntnisse, die in Kombination mit analysierendem Denken wichtig sind. Eine unternehmerische und kaufmännische Denkweise ist zum Beispiel bei der Einschätzung von Riskien oder der Kalkulation von Gewinnen ein Muss.

Bewerbung auf Stellenangebote als Bankkaufmann/Bankkauffrau

Eine Bewerbung als Bankkaufmann/Bankkauffrau ist sehr klassisch. Der Beruf ist sehr konservativ, eine Tatsache, die Sie bei der Erstellung von Bewerbungsschreiben und Lebenslauf berücksichtigen sollten. Kreative Ideen sind hier in der Bewerbung nicht unbedingt gefragt

Legen Sie Wert auf eine ordentliche und sorgfältige Gestaltung der Bewerbung. Bei der inhaltlichen Gestaltung von Bewerbungsschreiben und Lebenslauf sollten Sie neben Ihrer Qualifikation auch Zuverlässigkeit und Verantwortungsbewusstsein in den Vordergrund stellen. Das sollte auch Ihr Erscheinungsbild beim Bewerbungsfoto oder Vorstellungsgespräch widerspiegeln. Denken Sie immer daran, dass der Kunde Ihnen sein Geld anvertrauen soll.

Trends und zukünftige Entwicklungen Bankkaufleute

Die Digitalisierung hat auch Auswirkungen auf Branche der Kredit- und Finanzinstitute. Immer mehr Kunden sparen sich den Weg zur Bankfiliale und praktizieren das Online-Banking. Die Loslösung von Öffnungszeiten hat für den Kunden den Vorteil der zeitlichen Unabhängigkeit, für die Banken bedeutet es zudem Zeitersparnis und geringere Personalkosten. Der Umkehrschluss für den Bankkaufmann/die Bankkauffrau - er/sie wird überflüssig.

Innerhalb der letzten Jahre und verstärkt durch die Bankenkrise 2008, ist es zu einem enormen Stellenabbau in diesem Beruf gekommen. Stellenangebote sind nicht mehr so häufig und die Ausbildungszahlen sind ebenfalls rückläufig. Gleichwohl gibt, laut den Angaben der Unternehmen, einen Bewerbermangel für Ausbildungsplätze.

Einige Banken haben fusioniert oder wurden aufgekauft, weshalb es zu Synergieeffekten gekommen ist, die einen Abbau von Arbeitsplätzen zur Folge haben.

Ein weiterer Trend ist die Internationalisierung. Die deutschen Banken stellen sich international neu auf und verlagern auch Arbeitsplätze ins Ausland. Zudem fließen Kapitalströme durch Aktien- und Devisenhandel täglich in mehrstelligen Euro-Milliardenbeträgen um die Welt.

Vor allem der Bereich der privaten Altersvorsorge bringt den Banken in Deutschland beträchtliche Einnahmen und ist noch längst nicht im Zenit. Aus diesem Grund sollten Bankkaufleute in diesem Bereich immer über aktuelle Regelungen informiert sein, um entsprechend beraten zu können.

Bankkaufmann/Bankkauffrau als Beruf
Quelle: Beschäftigungs- und Arbeitslosenstatistik der BA


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