Ausbildung und Arbeit als Chemikant/Chemikantin:
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Tipps zur Bewerbung

Berufsbild Chemikant/Chemikantin:


Der Beruf des Chemikanten ist angesiedelt im Bereich der chemischen Industrie sowie in Unternehmen der Farb- und Lackindustrie. Doch auch die kunststoffverarbeitenden Unternehmen und die Pharmaindustrie beschäftigt in ihren Produktionsstätten viele Chemikanten.

Die Tätigkeit von einem Chemikant liegt in der Herstellung von Produkten und der Überwachung und Steuerung von Maschinen zur Produktion. Ein weiteres Betätigungsfeld findet sich aber auch in der Abfüllung und Verpackung der Erzeugnisse.

In diesem Bereich ist die Einhaltung von Vorschriften zur Arbeitssicherheit, aber auch Sterilität und Produktsicherung, vor allem im pharmazeutischen Bereich, sehr wichtig. Hier müssen oft die Produktionsvorgaben exakt befolgt werden. Unter anderem wird laufend durch qualitätssichernde Maßnahmen, wie zum Beispiel die pH-Wert-Messung, Volumen- oder Dichtemessungen, der Produktionserfolg kontrolliert.

Das Gehalt im Job als Chemikant liegt zum Beispiel im tarifrechtlichen Bereich der chemischen Industrie zwischen 2200 Euro und 2700 Euro. In diesem Beruf der Chemie-Branche ist eine Schichtarbeit nicht unüblich, weshalb hier je nach Schicht ein unterschiedliches Gehalt ausbezahlt wird. In der Ausbildung zum Chemikant müssen bei der Schichtarbeit die Jugendschutzbestimmungen beachtet werden.



Ausbildung als Chemikant/Chemikantin

Chemikant/in ist ein Ausbildungsberuf nach dem Bundesbildungsgesetz und kann über eine duale Ausbildung erlangt werden. Im Jahre 1986 löste dieser Beruf den Vorläufer "Chemiefacharbeiter/in" ab. Die Ausbildung erfolgt für die Dauer von dreieinhalb Jahren im Unternehmen an der Arbeitsstätte und in der Berufsschule.

Die durchschnittliche Ausbildungsvergütung von Chemikanten ist wie folgt gegliedert:

1. Ausbildungsjahr: 660 Euro (Neue Bundesländer: 589 Euro)
2. Ausbildungsjahr: 716 Euro (Neue Bundesländer: 631 Euro)
3. Ausbildungsjahr: 790 Euro (Neue Bundesländer: 675 Euro)
4. Ausbildungsjahr: 855 Euro (Neue Bundesländer: 721 Euro)

Im Rahmen der gesetzlichen Jugendschutzbestimmungen ist auch ein gewisser Anteil an Schichtarbeit zulässig, der jedoch die Nachtschicht komplett ausklammert.

Die theoretische Ausbildung an den Berufsschulen erfolgt in der Regel im Blockunterricht von ca. drei bis vier Wochen.
Im praktischen Teil an der Arbeitsstätte ist dem Lehrling ein Ausbilder vorgestellt, der die Einführung in die Arbeitsabläufe vermittelt.

Eigenschaften und Fertigkeiten für Chemikanten

Was für die erfolgreiche Ausübung des Berufs unablässlich ist, das ist natürlich das Interesse an chemischen Prozessen, sowie deren Verständnis. Gute Noten in den Fächern Chemie, Physik und Mathematik sind daher sehr förderlich, um einen der begehrten Ausbildungsplätze zu erhalten.
Der Chemikant/die Chemikantin sollte ein gutes technisches Verständnis mitbringen und auch die Neigung zur praktischen Arbeit verspüren, hier muss auch mal zugepackt werden.

In diesem Beruf ist eine gewisse Sorgfalt und ein gutes Verantwortungsbewusstsein von Nöten, um den Anforderungen am Arbeitsplatz gerecht zu werden. Vor allem der Umgang mit giftigen Chemiekalien bedarf gewisser Tugenden, damit es nicht zu Arbeitsunfällen oder Produktionsausfällen kommt. Dies gilt für fast alle Stellenangebote und Jobs.

Bewerbung auf Stellenangebote als Chemikant/Chemikantin

Das Bewerbungsverfahren für Chemikanten ist relativ klassisch. Die Online-Bewerbung spielt in diesem Bereich eine verschwindend geringe Rolle. Eine schriftliche Bewerbungsmappe mit Anschreiben, Lebenslauf, Lichtbild und Zeugnissen reicht vollkommen aus.

Das Anschreiben sollte die wesentlichen Aspekte der Qualifikation und Motivation ansprechen. Der Lebenslauf ist in tabellarischer Form anzufertigen und beinhaltet sämtliche Stationen, inklusive Schulbildung, des Werdeganges.

Die Bewerbung sollte einen ordentlich gegliederten Eindruck abgeben und einen Beleg für die Sorgfalt des Bewerbers darstellen. Der kritische Blick über die Bewerbungsmappe durch einen Freund oder Verwandten ist sinnvoll und unbedingt notwendig.

Zukünftige Entwicklungen für den Chemikant/die Chemikantin

Der Computer hat auch in diesem Job seine Anwendungsbereiche gefunden. Er ist nicht mehr wegzudenken aus dem Arbeitsalltag und der Steuerung von Maschinen. F&uum;r den Chemikant/die Chemikantin bedeutet dies, dass die Computertechnik auch immer wichtiger in der Ausbildung und im Job wird.
In der Entwicklung des Berufs hat es schon viele Wendungen gegeben, das wird auch zukünftig so sein. Weiterbildung ist in diesem Job daher unbedingt notwendig.

Die chemische Industrie ist sehr an die Weltwirtschaftssituation gebunden, somit auch die Anzahl der Jobs und Stellenangebote. Viele deutsche Unternehmen exportieren kräftig ins Ausland. In den letzten Jahren sind viele dieser Arbeitsplätze jedoch in Deutschland abgebaut worden und in Ländern mit Niedriglöhnen neu entstanden. Der konjunkturelle Aufschwung in Deutschland hat aber auch in diesem Beruf aktuell eine Entspannung der Arbeitsmarktsituation zur Folge.

Arbeit als Chemikant
Die Arbeitslosenzahlen für das Jahr 2007 liegen bis dato nur unvollständig vor.
Quelle: Beschäftigungs- und Arbeitslosenstatistik der BA


Chemie ist sein Element!

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