| Ausbildung als Journalist/Journalistin: | ||
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| Tipps zur Bewerbung | ||
Berufsbild Journalist/Journalistin:
Der Journalist/die Journalistin ist ein begehrter akademischer Beruf, der sowohl
bei Männern, als auch bei Frauen gleichermassen beliebt ist.
Zu diesem Beruf gibt es eine Vielzahl von Klischees, die in der Regel nicht zutreffen.
Oft wird der Job der Journalisten bzw. der Journalistinnen mit verträumten Vorstellungen
verbunden, wie zum Beispiel in der Welt unterwegs sein, Persönlichkeiten und
Prominente treffen oder gar selbst berühmt werden.
Es sei an dieser Stelle jedoch gesagt, dass diese Vorstellung nur auf ganz wenige Journalisten
zutrifft. Der Job beinhaltet viel unspektakuläre Kleinarbeit und Routine.
Was diesem Berufbild aber in jedem Fall zu eigen ist, dass ist ein gewisser gesellschaftlicher
Status, der in Zusammenhang mit Medienmacht zu verstehen ist. Redaktionelle Berufe
haben einen großen Einfluss auf das gesellschaftliche Zusammenleben, weil die Reichweite
des publizierenden Mediums oft sehr bedeutend ist. Der Journalist/die Journalistin beeinflusst
den Rezipienten der Publikation mit seiner eigenen Sichtweise und kann so zum Beispiel
unterschiedliche gesellschaftliche Entwicklungen bewusst oder unbewusst steuern.
Journalisten spüren Fakten auf, tragen Hintergrundinformationen zusammen und formulieren
hieraus einen schriftlichen oder mündlichen Beitrag, der kostenlos oder
kostenpflichtig von einer Öffentlichkeit rezipiert werden kann. Je nach Medium, ob
in Presse, Rundfunk oder Online-Medien, ist der Umfang, die Darstellung und die
Arbeitsweise von einem Journalist/einer Journalistin unterschiedlich. Weitere
Einsatzgebiete im Bereich der Journalistik sind auch PR-Agenturen oder die
Unternehmenskommunikation in mittelständischen und großen Unternehmen.
Ausbildung als Journalist/Journalistin
Der Beruf ist ausschließlich durch ein Studium an einer Fachhochschule oder einer
Hochschule im Fach Journalistik möglich. Im Zuge des Bologna-Prozesses befindet sich
das Hochschulsystem jedoch in einer Umbruchphase, die 2010 abgeschlossen sein wird.
Zukünftig wird es dann ausschließlich einen Bachelorabschluss oder einen
Masterabschluss geben, das Diplom bzw. Magister wird es dann auch im Bereich Journalistik nicht mehr
geben.
Für die Dauer des Studiums zum Bachelor sind 3 bis 4 Jahre anzusetzen. Nach
einem erfolgreichen Bachelorabschluss ist aber ein Einstieg in den Beruf möglich.
Wer eine Führungsposition bekleiden möchte, der sollte jedoch einen Masterabschluss
vorweisen. Für den Masterabschluss ist eine zusätzliche Ausbildungszeit von 1 bis 2 Jahren
notwendig.
Eigenschaften und Voraussetzungen für Journalisten
Dieser Job erfordert eine gute Kommunikationsfähigkeit, sei es beim Interview,
oder in der Darstellung/Moderation in Radio und Fernsehen. Natürlich sollte
auch ein gewisses Gespür für Themen vorhanden sein, die eine jeweilige
Zielgruppe interessieren könnte.
Die Recherche, Aufarbeitung und Bündelung von Informationen erfordert eine Neigung und ein
Talent für organisatorisches und analytisches Arbeiten. Zu gewissen Zeiten
kann die Arbeitsbelastung sehr hoch sein, weshalb ein guter Umgang mit Stress
notwendig ist.
Das Verfassen von Texten, die Gestaltung von Beiträgen und die Auswahl von
Bildmaterial erfordern zudem auch ein die Fähigkeit zu kreativer Arbeit.
Bewerbung als Journalist/Journalistin
Der kreative Aspekt spielt auch bei der Bewerbung als Journalist/Journalistin eine
bedeutende Rolle. In der Regel werden hier Arbeitsproben verlangt, aus denen
der Arbeitgeber erkennen kann, welche "Schreibe" bzw. welches Talent der
Bewerber mitbringt.
Natürlich können Sie bei der Bewerbung mit Anschreiben und Lebenslauf auch kreativ sein.
Wichtig ist aber auch, dass Sie strukturiert vorgehen und einen ordentlichen Eindruck mit den Bewerbungsunterlagen machen, die auch
gut gegliedert sein sollten. Die Anfertigung einer dritten Seite können Sie ruhig ins Auge fassen,
wenn Sie das Gefühl haben, dass einige wichtige Faktoren noch nicht
ausreichend thematisiert wurden.
Wer direkt nach dem Studium einsteigen muss, sollte auf die Praktika setzen, die in
diesem Bereich besonders wichtig sind. Praktische Erfahrungen in Redaktionen, vor allem
in guten und anerkannten Redaktionen, sind ein Muss. Ohne Praktika haben Sie
als Berufseinsteiger sehr schlechte Karten auf einen Job. Viele Studenten
unterschätzen diesen Sachverhalt.
Die Zukunftchancen und Trends - Journalismus im Wandel
Nach einer langen Durststrecke sieht die Zukunft auf dem Arbeitsmarkt für
Journalisten im Vergleich zu anderen Berufsgruppen gut aus. Die Anzahl der
als arbeitslos gemeldeten Journalisten hat sich von 2003 bis 2007 halbiert.
Die Bundesagentur für Arbeit rechnet in den nächsten Jahren mit steigenden
Zahlen von vakanten Stellen und sieht sogar ein leichtes Überangebot.
Vor allem Fachjournalisten und technische Redakteure werden gesucht, um kompliziertes
Know-How in allgemeinverständliche Informationen zu transferieren. Wer in diesem
Zusammenhang eine naturwissenschaftliche Zusatzausbildung vorweisen kann, oder ein
zusätzliches Ingenieurstudium absolviert hat, der hat sehr gute Chancen auf
den begehrten Job.

Quelle: Beschäftigungs- und Arbeitslosenstatistik der BA