Ausbildung und Job als Konditor/Konditorin:
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Tipps zur Bewerbung

Berufsbild Konditor/Konditorin


Konditor/in ist ein Beruf, welcher wesentlich älter ist, als die meisten Menschen vermuten. Bereits im Mittelalter entstand an wohlhabenden Höfen eine Art Konditorei, welche mit Rohrzucker die Köstlichkeiten für die vornehme Gesellschaft herstellte.

Mit der Gewinnung von Zucker aus der Zuckerrübe, etablierte sich das Konditorei-Handwerk und schuf somit die Grundlage für eine Versorgung breiter Bevölkerungsschichten.

Aber was genau stellen Konditoren heute her? Die Palette der Produkte reicht von den bekannten Torten und Kuchen, über Pralinen, Speiseeis bis zu Salz- und Käsegebäck oder kleinen Mahlzeiten.

Nicht nur Konditoreien gehören daher zum Betätigungsfeld der Konditoren, sondern auch Cafes, Bäckereien oder Hotels. Dennoch wurden in den letzten 10 Jahren fast ein Drittel der Konditorjobs abgebaut.



Gehalt und Verdienst als Konditor/Konditorin

Mit Kuchen die Brötchen verdienen ist für einen Konditor auch nach Tarif möglich. Es gibt einen Tarifvertrag im öffentlichen Dienst nach welchem sich die Vergütung richten kann.

Das Gehalt als Konditor ist zusätzlich aber von vielen unterschiedlichen Bedingungen abhängig. So ist zum Beispiel die Qualifikation, die Berufserfahrung oder auch die Region der beruflichen Tätigkeit für die Höhe beim Verdienst verantwortlich.

Der Verdienst in einer Konditorei kann bei einem monatlichen Bruttogehalt von ca. 2000 EUR liegen. Für einen selbstständigen Konditor ist hier keine Aussage möglich.

Ausbildung bzw. Weiterbildung als Konditor/Konditorin

Die Ausbildung als Konditor ist eine duale Berufsausbildung und wird sowohl im Betrieb, als auch in der Berufsschule angeboten. In der Regel findet der theoretische Teil innerhalb der Berufsschule in Blöcken von einigen Wochen statt. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit während der Arbeitszeit in der Konditorei an bestimmten Wochentagen die Berufsschule zu besuchen.

Die Konditorausbildung wird im Handwerk angeboten und dauert drei Jahre. Während dieser Zeit der dualen Ausbildung erfolgt eine Ausbildungsvergütung für die Azubis, welche sich an tariflichen Vorgaben orientiert.

1. Ausbildungsjahr: 271 bis 363 EUR
2. Ausbildungsjahr: 307 bis 409 EUR
3. Ausbildungsjahr: 360 bis 481 EUR

Kosten für die Ausbildung fallen nur in Form von Arbeits- und Unterrichtsmaterialien an.

Wie bei allen Berufen nach der Handwerksverordnung, wird hier keine gesetzliche Zugangsvoraussetzung verlangt. Die Betriebe wählen die Bewerber nach eigenen Kriterien aus. In der Mehrzahl werden Azubis mit einem Hauptschulabschluss eingestellt.

Eigenschaften und Fähigkeiten für Jobs in der Konditorei

Eine gewisse künstlerische Ader sollte als Konditor/Konditorin vorhanden sein, denn die Herstellung von größeren Torten und Gebäck erfordert ein "Händchen", vor allem bei der Verzierung. Dies schließt zudem Fingergeschick und den Sinn für Ästhetik mit ein.

Zudem ist dieser Beruf für Langschläfer nicht unbedingt geeignet, denn wie im Bäckerhandwerk auch, öffnet die Konditorei früh morgens, damit die bestellten Torten beim Kunden rechtzeitig ankommen.

Zum Konditor-Handwerk zählt auch der Dienstleistungsgedanke mit der Kundenorientierung. Konditor/Konditorin muss auf den Kunden und seine individuellen Wünsche eingehen, sonst kann der Auftrag des Kunden nicht ordnungsgemäß umgesetzt werden.

Bewerbung auf Stellenangebote als Konditor/Konditorin

Die Bewerbung als Konditor in einer Konditorei erfolgt auf dem klassischen Weg mit einer schriftlichen Bewerbungsmappe. Im Idealfall wird diese Mappe persönlich dem Meister oder Arbeitgeber überreicht, somit bleibt der Bewerber im Idealfall bereits positiv in Erinnerung.

Inhaltlich besteht die Bewerbung aus einem Lebenslauf und einem Anschreiben sowie den relevanten Zeugniskopien.

Dem Anschreiben obliegt hier die Schlüsselfunktion, weil es beim Arbeitgeber darüber entscheidet, ob der Bewerber/die bewerbung interessant genug ist, für eine intensive Studie. Daher sollte im Bewerbungsschreiben die Motivation und Qualifikation in prägnanten wohl formulierten Sätzen niedergeschrieben werden.

Der Lebenslauf bildet den kompakten Kern der Bewerbung, denn hier sind alle relevanten persönlichen Daten und der schulische und berufliche Werdegang in tabellarischer Form aufgelistet.

Trends und Entwicklung in der Konditorei

Der Trend zu gesunder und bewusster Ernährung verlangt von den Konditoren auch einen Verzicht auf den Ursprung ihres Gewerbes. Zuckerreduzierte oder sogar zuckerfreie Produkte stehen bei Kunden teilweise hoch im Kurs, was die Konditorei vor neue Herausforderungen stellt.

Die letzen Jahre waren für das Handwerk sehr schwer. Seit 1999 hat sich die Zahl der beschäftigten Konditoren sehr deutlich um ca. 10.000 veringert. Der Jobabbau ist massiv und fusst auf verschiedenen Faktoren, beispielsweise der Zunahme von Supermarkttorten, dem vermehrten Einsatz von Maschinen in der Produktion, aber auch dem Trend zu gesünderer Ernährung.

Jobs in der Konditorei
Quelle: Beschäftigungs- und Arbeitslosenstatistik der BA.


Konditor bei der Arbeit

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