| Ausbildung und Jobs als Gesundheits- und Krankenpfleger/in: | ||
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| Tipps zur Bewerbung | ||
Berufsbild Gesundheits- und Krankenpfleger/in
Seit dem Jahr 2004 tritt dieser Beruf die Nachfolge für die Berufsbezeichnung
Krankenschwester/Krankenpfleger an. Verantwortlich hierfür waren die Entwicklungen
im Gesundheitswesen und wachsende Anforderungen an das Pflegepersonal. Umgangsprachlich
ist dieser Beruf eigentlich ausschließlich als Krankenschwester bekannt. Vermutlich
wird noch einige Zeit vergehen, bis sich dies ändert.
Als Gesundheits- und Krankenpfleger/in ist in den Jobs die eigenverantwortliche
Betreuung, Pflege und Versorgung der Patienten an der Tagesordnung. Nach den
Anweisungen der Ärzte führen die KrankenpflegerInnen definierte Maßnahmen
durch, halten den Krankheitsverlauf dokumentarisch fest und unterstützen
bei konkreten Behandlungsmaßnahmen.
Überall dort wo sich die Krankenpflege vollzieht sind die Jobs und Stellenangebote
als Gesundheits- und KrankenpflegerIn zu suchen. Dazu gehören natürlich die
Krankenhäuser, Kurkliniken, Gesundheitszentren und Pflegeheime, aber auch in mobilen Pflegeservices bietet sich ein
Tätigkeitsfeld.
Gehalt/Verdienst als Gesundheits- und Krankenpfleger/in
Wie in allen Berufen als Angestellter im Gesundheitsbereich, so ist auch in der Krankenpflege
die Vergütung außerhalb der tariflichen Struktur nicht der Leistung angemessen. In den
meisten Einrichtungen, in denen Gesundheits- und Krankenpfleger tätig sind, liegt das
Gehalt unter Tarif.
Insgesamt richtet sich der Verdienst in der Krankenpflege natürlich nach den
bekannten persönlichen Faktoren, wie Berufserfahrung, Qualifikation oder dem
Verantwortungsbereich. Daneben bildet sich das Gehalt ebenso aus einem regionalen
Bezug, weshalb auch ein Unterschied zwischen Tarifgebiet West und Ost nach wie vor
existent ist.
Erfolgt die Bezahlung nach dem Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes, so kann
hier bespielhaft die Vergütung aufgezeigt werden. je nach Eingruppierung in die
Entgeltgruppe 7 oder 8, mit der jeweiligen Stufe 3 bis 6, kann das Gehalt zwischen
2300 und 2700 Euro brutto im Monat liegen. Der Verdienst in der Krankenpflege liegt
allerdings in der Regel deutlich unterhalb dieser Gehaltsspanne.
Ausbildung als Gesundheits- und Krankenpfleger/in
Im Gegensatz zur Krankenpflegehelfer-Ausbildung ist diese Berufsausbildung
bundesweit einheitlich geregelt. Der Ausbildungsdauer beträgt 3 Jahre, wobei es
Modelversuche mit einer 3,5 jährigen Berufsausbildung gibt. Ausbildungsort ist
die Berufsfachschule für Krankenpflege, die entweder in staatlicher oder privater
Trägerschaft existiert.
In der regel befinden sich die Ausbildungsorte nicht in der Nähe des Wohnortes,
weshalb es zu weiteren Anreisen kommen kann und Übernachtungsmöglichkeiten notwendig sind.
Die theoretische und schulische Berufsausbildung als Gesundheits- und KrankenpflegerIn
findet innerhalb der Berufsfachschulen statt, wobei hier sehr oft auch Krankenhäuser
angegliedert sind, um eine praktische Ausbildung zu ermöglichen.
Im Gegensatz zu den meisten schulischen Ausbildungen bekommen die angehenden
Gesundheits- und Krankenpfleger eine Ausbildungsvergütung. Für den öffentlichen
Dienst gelten hoier folgende Tarife:
1. Ausbildungsjahr: 807 Euro
2. Ausbildungsjahr: 867 Euro
3. Ausbildungsjahr: 966 Euro
Die Voraussetzung für die Zulassung zur Ausbildung als Gesundheits- und KrankenpflegerIn
ist der mittlere Bildungsabschluss, es gibt aber auch Sonderregelungen für Interessenten
mit einem Hauptschulabschluss.
Nach der erfolgreichen Teilnahme an der schriftlichen, mündlichen und praktischen
Abschlussprüfung erfolgt die Anerkennung als Gesundheits- und Krankenpfleger/in.
Eigenschaften und Voraussetzungen für Gesundheits- und Krankenpfleger
Der direkte Kontakt zu Menschen steht in diesem Beruf im Vordergrund. Der Umgang
mit Menschen die Hilfe und Pflege benötigen erwartet die Krankenpfleger täglich.
Wer keine gute Kommunikationsfähigkeit besitzt und wem die Freundlichkeit gegenüber
fremden Menschen unangenehm ist, der sollte in diesem Job nicht aktiv werden.
Die Krankenpflege ist für die Patienten ein wichtiger Prozess zur Gesundung, weshalb die
Arbeit als KrankenpflegerIn eine große Verantwortung beinhaltet. Die Sorgfalt bei der
Verabreichung von Medikamenten oder das Bewusstsein für Hygiene sind für Gesundheitspfleger
unerlässlich.
Der Kontakt und die Auseinandersetzung mit dem Tod und schwierigen familiären Situationen
ist für keinen Menschen leicht. Der richtige Umgang mit diesen Extremsituationen muss erst
noch erlernt werden, trotzdem sollten Menschen, die ein sehr sensibeles Gemüt haben
sich dieser Situationen im Arbeitsalltag bewusst sein.
Bewerbung auf Stellenangebote als Gesundheits- und Krankenpfleger
Das Internet hat in den Pflegejobs keine große Bedeutung, dennoch ist eine
Bewerbung als Krankenpfleger über das Internet möglich und teilweise sogar
notwendig. In den meisten Fällen erfolgt die Bewerbung allerdings über die
klassichen Bewerbungsformulare.
Die klassische schriftliche Bewerbung als Gesundheits- und Krankenpflegerin
erfolgt auf dem Postweg und beinhaltet ein Bewerbungsschreiben, einen
tabellarischen Lebenslauf und Zeugniskopien.
Weil die soziale Kompetenz in diesem Job sehr wichtig ist, sollte die Bewerbung
als Pflegefachkraft eventuell auch persönlich vor Ort überreicht werden. Natürlich
nur, wenn der Weg zum potenziellen Arbeitsgeber nicht sehr weit ist. Hierdurch
haben Bewerber die Chance einen positiven ersten Eindruck durch den direkten Kontakt
zu hinterlassen, was im weiteren Bewerbungsprozess sehr hilfreich sein kann.
Trends und Entwicklungen in der Krankenpflege
Wohl kaum ein anderer Bereich der Gesellschaft und Arbeitswelt erlebt eine
so umfangreiche Erweiterung wie die Altenpflege und Krankenpflege. Die Anzahl der
pflegebedürftigen Patienten wachst rasant und wird es auch weiterhin tun.
Die Pflegereform vom 01.07.2008 hat einige Veränderungen nach sich gezogen. Unter
Anderem ist die Vernetzung von Einrichtungen die direkt und indirekt in die
Krankenpflege der Patienten eingebunden sind vorangetrieben worden. Aber auch die
Patientenrechte innerhalb der Krankenpflege in Deutschland wurden mit der
Reform gestärkt.
Für die Jobs als KrankenpflegerIn entwickeln sich in den letzten Jahren
neue Möglichkeiten, die sich in der Entstehung sogenannter Patientenhotels
zeigen. Ambulanz und Rehapatienten, aber auch Patienten zur Kurzzeitpflege
werden in einem Patientenhotel betreut. Klinikführung und Hoteldirektion
sind hier in der Regel von einander getrennt.
Der Negativtrend für die deutschen Krankenpfleger liegt in den
günstigeren Arbeitskräften aus Polen begründet, die zu einem
geringeren Lohn die Krankenpflege anbieten können. Oft wird
der Krankenpflegerin aus Polen eine günstige Kost und Unterkunft zuteil, weil sie direkt
im privaten Haus des Patienten untergebracht sind. Hieraus entstehen nicht selten illegale
24 Stunden-Arbeitsverhältnisse, die deutschen Behörden nicht gemeldet sind.

Quelle: Beschäftigungs- und Arbeitslosenstatistik der BA. Für das Jahr 2007
liegen bei den Arbeitslosen nur unvollständige Daten vor.