Lehrer/Lehrerin am Gymnasium - Sekundarstufe 1 und 2:
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Tipps zur Bewerbung

Berufsbild Lehrer/Lehrerin am Gymnasium:


Gymnasiallehrer ist ein verantwortungsvoller Beruf mit hohen Ansprüchen an die Lehrpersonen. Das Gymnasium bildet in der Regel die Zugangsvoraussetzung und das Sprungbrett zum Studium, mittels Abitur bzw. der allgemeinen Hochschulreife.

Lehrer am Gymnasium haben den Fokus ihrer Lehrtätigkeit nicht in der Vermittlung von praktischen Aufgaben, sondern vielmehr in der Ausbildung des Schülers mit theoretischen Fragestellungen. Im Vergleich zu Haupt- und Realschule ist die Leistungsanforderung hier wesentlich größer. Besonders in der gymnasialen Oberstufe (Sekundarstufe 2) der 11. bis 13. Klasse, in denen Leistungskurse belegt und somit Schwerpunkte gesetzt werden.

Ausbildung und Studium zum Gymnasiallehrer/in

Das Studium an einer Hochschule ist für Lehrer/Lehrerinnen aller Richtungen obligatorisch. Es gibt bundesweit jedoch keine einheitlichen Standards, weil für de Bereich der Bildungspolitik die einzelnen Bundesländer verantwortlich sind.
Ideal ist es daher, wenn der Studienort auch in dem Bundesland liegt, in welchem nach dem Studium auch das Arbeitsverh&aulm;ltnis aufgenommen werden soll. Die Universitäten haben normalerweise eigene Auswahlkriterien für Studenten, weshalb gilt, dass potenzielle Lehramtsstudenten bestimmte Bedingungen erfüllen müssen, um eine grundlegende Tauglichkeit für den Beruf zu ermitteln.

Während des Lehramt-Studiums ist es notwendig, dass angehende Gymnasiallehrer sich für eine bestimmt Fächerkombination entscheiden. Das Studium zum Gymnasiallehrer schließt, je nach Bundesland, mit der Prüfung im ersten Staatsexamen ab. Im Zuge des Bologna-Prozesses erfolgt jedoch bundesweit die Umstellung auf Bachelor- und Masterabschluss. Der Masterabschluss ist dem ersten Staatsexamen gleichzusetzen. Der Bachelorabschluss wird in der Regel nach mindestens 6 Semestern erreicht, für den Masterabschluss zum Gymnasiallehrer sind dann noch ca. 2 Semester notwendig. Solange der Bologna-Prozess noch nicht abgeschlossen ist, werden gleichberechtigt die Abschlüsse mit Staatsexamen und mit Master ausgebildet.

Im Anschluss an das Studium erfolgt der Vorbereitungsdienst/das Referendariat für die Dauer von 18 bis 24 Monaten, je nach Bundesland. Der Vorbereitungsdienst findet unter Anleitung an der Realschule statt und dient der Praxiserfahrung unter dem Gesichtspunkten der Pädagogik, Didaktik und Methodik sowie unter den fachspezifischen Aspekten.

Für die Ausbildung ist keine Vergütung vorgesehen, für die anschließende praktische Ausbildung im Vorbereitungsjahr hingegen schon. Das Gehalt der Lehrer fürs Gymnasium bzw. Sekundarstufe 1 und 2, mit erfolgreich absolviertem zweiten Staatsexamen nach dem Referendariat richtet sich nach den jeweiligen Landestarifen und liegt in der Besoldungsgruppe A 13. Die Besoldung liegt in der Stufe 3 bei ca. 2800 Euro und in der Stufe 12 bei ca. 4000 Euro Brutto-Gehalt. Je nach Alter, Leistung etc. kann der Lohn für das Lehramt aber variieren.

Eigenschaften und Voraussetzungen für Lehrer am Gymnasium

Im täglichen Arbeitsablauf muss der Lehrer/die Lehrerin einen guten Umgang mit Menschen pflegen, natürlich in erster Linie mit den Heranwachsenden. Jeden Tag muss gefördert und angeleitet werden, aber auch bewertet und kritisiert. Das Wohl jedes einzelnen Schülers sollte dem Lehrkörper am Herzen liegen, Empathievermögen ist hier gefragt.

Sie müssen Planen und Organisieren, zum Beispiel bei Elternabenden, Konferenzen oder Ausflügen.
Der Großteil an Arbeit in diesem Beruf findet in Heimarbeit statt und ohne direkte Anweisungen. Ein Talent zur Selbstorganisation und Selbstmotivation ist daher unabdingbar.Gymnasiallehrer müssen ihre Schüler auch motivieren können, sonst wird die Vermittlung der Unterrichtsinhalte nicht gelingen.

Eine altersgerechte Vermittlung des Unterrichtsmaterials ist notwendig, genau wie die Fähigkeit zu analysierendem Denken, um Arbeitsmethoden zu analysieren und Lernprozesse zu konzipieren.

Im Unterricht kommt es auch oft zu Konflikten zwischen Schülern oder zwischen Schülern und Lehrern. Die Fähigkeit solche Konflikte zu erkennen und richtig zu reagieren ist ein wichtiges Element, auch für den Status des Lehrers in seiner Klasse.

Bewerbung auf Stellenangebote als Gymnasiallehrer/in

Nach der Ausbildung bzw. dem Studium im Lehramt Sek. 1 und 2 erfolgt das Referendariat durch Zuweisung der Kultusministerien der Bundesländer. Hier spielen soziale Faktoren, wie eigene Kinder oder die Pflege eines Familienmitglieds, eine wichtige Rolle, wenn Sie eine Referendariatsstelle in der Nähe des eigenen Wohnortes bekommen möchten. Wartezeiten müssen unter Umständen in Kauf genommen werden.

Nach dem zweiten Staatsexamen bewerben sich Lehrer auf Stellenangebote nach Wahl. Neben den Leistungen ist hier auch entscheidend, welche Fächerkombination vorzuweisen ist.

Die Bewerbung erfolgt mit schriftlicher Bewerbungsmappe, ganz klassisch mit Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnissen/Bescheinigungen, an das jeweilige Gymnasium.

Zukünftige Entwicklungen für Gymnasiallehrer/innen

Ein guter angehender Gymnasiallehrer muss sich aktuell kaum Sorgen machen, ob er einen Arbeitsplatz bekommt. Die Geburtenzahlen sind zwar rückläufig, aber Lehrer trotzdem gesucht, bedingt durch eine Pensionierungswelle von Gymnasiallehrern.

In naher Zukunft wird es vermutlich eine Änderung im deutschen Schulsystem geben, weil mittlerweile auch die Politik in den Ländern erkannt hat, dass das Schulsystem die gesellschaftlichen Anforderungen nicht mehr erfüllt. Kritische Stimmen werden immer lauter, auch international, die das deutsche Schulsystem als sozial ungerecht analysieren.

Ebenso werden neue pädagogische Ansätze in die Praxis umgesetzt, die vielversprechende Ergebnisse geliefert haben, unter anderem die Abschaffung eines Frontalunterrichts.

Arbeit auf dem Gymnasium
Quelle: Beschäftigungs- und Arbeitslosenstatistik der BA


Gymnasiallehrer/in!

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