Ausbildung und Job als Richter/Richterin:
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Tipps zur Bewerbung

Berufsbild Richter/Richterin


Den Beruf Richter/Richterin gibt es schon seit Jahrtausenden. Mit dem entstehen von Zivilisationen bedarf es einer Rechtsprechung, welche zwischen Konfliktparteien vermittelt und Autorität besitzt. Andernfalls droht Selbstjustiz, welche in immer neuen Konfrontationen endet.

Der Richter ist Beamter und bekleidet somit das Richteramt in sämtlichen Gerichtszweigen, wie Verwaltungsgericht, Sozialgericht, Finanzgericht, Arbeitsgericht oder Disziplinargericht. Der/die Richter/Richterin muss neutral sein und darf sich nicht als abhängig vom Staat betrachten. Ein Richter spricht Recht, aufgrund von Sachverhalten und Gesetzen.

Sachverhalte können sich jedoch ändern und plötzlich in einem anderen Licht erscheinen, ebenso sind Richter auch nur Menschen, die sich bemühen vorurteilsfrei zu entscheiden, daher ist dem Richterstand auch keine Unfehlbarkeit unterstellt. Aus diesem Grund sind in bestimmten Fällen auch Revisionen von Urteilen möglich, die dann an einem anderen Gericht, der nächst höheren Instanz erörtert werden.



Gehalt und Verdienst als Richter/Richterin

Weil die Tragweiten der Entscheidungen teilweise sehr weitreichend sind, ist gerade der Beruf als Richter sehr anfällig, für Bestechung oder Lobbyismus. Damit diese Versuche an finanziellen Sachverhalten abprallen, ist die Besoldung nach der Bundesbesoldungsordnung mit dem Tarif R ausgestattet, welcher von R1 bis R5 reicht. In der Anfangsstufe R1 erhält der Richter ein Gehalt von ca. 3.500,- EUR, in der Stufe R5 einen Verdienst von ca. 7.500,- EUR.

Der Grund-Verdienst als Richter kann noch durch diverse Zulagen, Auslandsbesoldung oder einen Familienzuschlag erhöht werden.

Ausbildung als Richter/Richterin

Die Ausbildung zum Richteramt ist sehr langwierig. Basisvoraussetzung ist ein juristisches Studium an einer deutschen Hochschule mit erfolgreicher Prüfung durch das erste und zweite juristische Staatsexamen. Weiterhin kann im Anschluss nur derjenige Richter werden, der bereits "Richter/in auf Probe" über einen Zeitraum von drei Jahren war. Die Probezeit als Richter kann jedoch auch bis zu fünf Jahren dauern.

Nach dem juristischen Studium sind jedoch auch andere Job-Perspektiven realistisch, zum Beispiel Rechtsanwalt oder Staatsanwalt. Das Richteramt ist ein sehr elitäres Arbeitsfeld, nicht zuletzt aufgrund der Verkörperung von staatlich legitimierter Macht.

Eigenschaften und Fähigkeiten für Richter

Ein Richter muss zu allererst das geltende Recht beachten und darf sich nicht durch Bestechung, Medien, Vorurteile, Lobbyisten oder anderen Sachverhalte leiten lassen. Was im Gerichtssaal zur Urteilsfindung dient muss sich ausschließlich aus Beweisen, Zeugenaussagen und Akten heraus erschließen. Dies ist eigentlich schon die Hauptfähigkeit für einen Richter.

Natürlich ist das analytische Denken eines Richters hierfür ebenfalls notwendig. Ebenso das entsprechende Selbstbewusstsein und die Fähigkeit zu kommunizieren.

Ein Richter muss sich seiner Verantwortung gegenüber den Beteiligten bewusst sein und sollte auch aus einer schwierigen Situation eine klare Entscheidung treffen können.

Bewerbung auf Stellenangebote als Richter/Richterin

Stellenangebote als Richter ergeben sich meist bereits aus dem Studium heraus, im Anschluss an den erfolgreichen Abschluss. Da Richter verbeamtet werden, unterliegen sie den Bestimmungen der jeweiligen Landesbehörden bzw. Bundesbehörden.

Teilweise wird sogar noch ein handgeschriebener nicht-tabellarischer Lebenslauf verlangt, zusätzlich der Antrag auf Einstellung in den Dienst als Richter auf Probe. Zudem ein Lichtbild, eine Erklärung ob Schulden bestehen, eine Erklärung zur Sichtung von Personalakten, Zeugniskopien der Staatsexamen, Vorstrafenerklärung und ggfs. noch weitere Unterlagen.

Die Oberlandesgerichte legen die erforderlichen Anforderungen selbst fest, weshalb es zu Unterscheidungen bei der Bewerbung kommt, je nach Ort des OLG. Daher kann hier auch keine einheitliche Aussage zur Bewerbung als Richter getroffen werden.

Trends und Entwicklung für Richter

Die Lage in den Justizbehörden ist prikär, steigende Anzahl an Rechtsstreitigkeiten und Personalabbau vom Richter bis zum Bewährungshelfer, bringen das ganze System der Rechtssprechung in einen Grenzbereich des verantwortungsvollen Handelns.

Die Länder und der Bund sind seit Jahren pleite und haben deutlich über ihre Verhältnisse gelebt. Schließlich gewinnt ein Politker seine Wählerstimmen nicht durch Sparen sonder durch das Ausgeben von Geld.

Wer das Richteramt übernehmen möchte, muss quasi zu den besten Anwärtern gehören, ansonsten ist die Aussicht nicht gerade rosig. Neue Stellen werden aktuell nicht geschaffen und alte Stellen nicht wieder neu besetzt.

Job als Richter/Richterin
Quelle: Beschäftigungs- und Arbeitslosenstatistik der BA. Für das Jahr 2007 liegen bei den Arbeitslosen nur unvollständige Daten vor.


Richter bei der Arbeit

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