Unternehmerische Weitsicht: Porsche führt 34-Stunden-Woche ein!

Es scheint unglaublich, während die meisten deutschen Unternehmen in Arbeitsbedingungen des Zeitalters der Industrialisierung zurückfallen, geht Porsche einen anderen Weg. Das Unternehmen führt zum 1. Dezember die 34-Stunden-Woche ein! Damit beweist das Unternehmen ein Handeln im Schumpeterschen Sinne und hat die Weichen gestellt.

In Zuffenhausen bei Stuttgart erlebt der deutsche Arbeitsmarkt gerade eine kleine Revolution, die fast zwischen den Alltags-Schlagzeilen unterzugehen droht. Daher möchte ich diesen Sachverhalt noch einmal in den Vordergrund stellen, denn hier passiert wirklich Wegweisendes für Arbeitnehmer und Unternehmen.

Die Einführung der 34-Stunden-Woche bei Porsche für 3500 Arbeitnehmer ist ein Meilenstein. Bemüht man eine Metapher, um die Bedeutung dieses Sachverhaltes zu verdeutlichen, so ist die des Helden auf dem Schlachtfeld wohl am Geeignetsten. Während sich die Armee unter feindlichem Beschuss in Rückzug flieht, ergreift ein Held die Fahne und stürmt voran, um die Seinen zum Sieg zu führen.

Zugegeben, das ist leicht pathetisch, doch trifft es das Bild ganz gut. Während alle Unternehmen auf Produktionssteigerungen bei gleichem Lohn und steigender Arbeitszeit bis zum Burnout setzen, gehen die Stuttgarter hier genau in die andere Richtung.

Um bei der Metapher zu bleiben … es stellt sich nur die Frage, ob der Held hier in feindlichem Kugelhagel verwundet wird oder ob er unbeschadet zum Sieg führt. Wir dürfen gespannt sein, ob die deutsche Unternehmerschaft umschwengt.

Porsche kann eigentlich nur gewinnen, denn jeder Unternehmer, der zukunftsorientiert führt weiß, dass auch schon heute, einiges verändern muss, um gute Mitarbeiter zu gewinnen.

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