Facility-Manager/in – Berufsbild, Ausbildung, Gehalt, Bewerbung und Arbeitsmarkt

Du bist handwerklich geschickt und suchst nach einer vielseitigen und abwechslungsreichen Tätigkeit jenseits von Schreibtisch und Büro? Dann bist du vielleicht die Idealbesetzung für den Beruf des Facility-Managers. Häufig wird diese Tätigkeit mit der Arbeit eines Hausmeisters gleichgesetzt – dies ist jedoch nicht ganz korrekt.

Was ist Facility-Management?

Die Arbeit als Facility-Manager/in ist weit vielschichtiger, da du in diesem Berufsbild meist für mehrere Objekte zuständig bist, während der/die Hausmeister/in häufig nur ein Gebäude verwaltet. Die Aufgaben im Facility-Management liegen in erster Linie in den Bereichen Objektmanagement und Gebäudebewirtschaftung.

In diesem Beruf bist du für die Gewährleistung und Verbesserung der Funktionssicherheit der technischen Infrastrukturen von Gebäuden zuständig. Dazu zählen beispielsweise die zuverlässige Reinigung der Räumlichkeiten, die Sicherstellung von Beleuchtung und Heizung sowie die Verkehrssicherheit der Zugangswege.

Zudem musst du die Kosten überwachen, Reparaturarbeiten in Auftrag geben, Sicherheitsdienste und Reinigungspersonal beauftragen sowie Verträge abschließen.

Je nach Einsatzbereich wirken Facility-Manager/innen auch an der Planung von Gebäuden und Einrichtungen mit. Dabei behalten Sie die Wirtschaftlichkeit der beauftragten Baumaßnahmen im Blick.

Bei bestehenden Objekten gewährleisten sie die optimale Bewirtschaftung und koordinieren bei Bedarf zudem notwendige Modernisierungsmaßnahmen. In der Regel sind Facility-Manager/innen in unterschiedlichen Wirtschaftsunternehmen, bei Dienstleistern wie Facility- oder Immobilienverwaltungsunternehmen, in Ingenieurbüros oder in der öffentlichen Verwaltung tätig.

Video zum Berufsbild Facility-Manager/in

Gehalt als Facility-Manager/in

Die Höhe beim Verdienst kann variieren und hängt vom Standort und der Größe des Unternehmens, deinem Verantwortungsbereich, der Berufserfahrung sowie deiner beruflichen Qualifikation ab.

In der Regel kannst du als Berufsanfänger mit einem Einstiegsgehalt von rund 1.600 bis 2.200 Euro brutto pro Monat rechnen. Je nach Arbeitgeber kannst du möglicherweise mehr verdienen, wenn du ein abgeschlossenes Studium im Bereich Facility Management vorweisen kannst.

In diesem Beruf spielt insbesondere die Berufserfahrung eine große Rolle, daher kannst du nach einigen Jahren mit deutlich höheren Gehältern rechnen. Im Schnitt liegt die tarifliche Bruttogrundvergütung bei rund 4.100 bis 5.000 Euro pro Monat. In einer Führungsposition ist durchaus auch ein höheres Gehalt möglich.

Ausbildung als Facility-Manager/in

Bei diesem Beruf handelt es sich nicht um einen klassischen Ausbildungsberuf, daher gibt es unterschiedliche Möglichkeiten für den Einstieg. Viele Quereinsteiger/innen haben ursprünglich andere handwerkliche Berufe wie beispielsweise Elektrotechniker/in, Elektroniker/in oder Elektromonteur/in gelernt.

Es gibt eine Reihe von Fort- und Weiterbildungen, die auf die Tätigkeit als Facility-Manager/in vorbereiten und wichtige Kenntnisse zu Themen wie Haus- und Gebäudetechnik, Konfliktmanagement, Mietrecht und Kommunikation vermitteln.

Eine weitere Möglichkeit zum Berufseinstieg bietet das Studium im Fach Facility-Management. Die Regelstudienzeit des Bachelor-Studienganges beträgt sechs Semester, anschließend kannst du nach vier weiteren Semestern den Mastertitel erwerben. Dies ist auch als Fernstudium möglich.

Teilweise haben die Hochschulen für diesen Studiengang eine andere Bezeichnung gewählt, möglich sind beispielsweise:

– technisches Facility Management
– Bau- und Immobilienmanagement
– Immobilienmanagement und Facilities Management
– Gebäude-, Energie- und Klimatechnik
– Immobilientechnik und Immobilienwirtschaft

Je nach Hochschule können sich die Studieninhalte leicht unterscheiden, in erster Linie werden folgende Bereiche als Pflichtmodule angeboten:

– Bautechnik
– Informatik
– Elektrotechnik
– Automatisierungstechnik
– CAD /CAFM
– technische Gebäudeausrüstung
– Liegenschafts- und Gebäudeplanung
– Flächenmanagement

Immobilienkaufleute sind gesucht! Grund ist der Boom zum Eigenheim, bedingt durch historisch niedrige Zinsen bei den Immobilienkrediten. Somit ist der Beruf allerdings stark an die Entwicklung des Zinssatzes gekoppelt.

Voraussetzungen und Aufgaben im Facility-Management

Für dieses Berufsbild sind handwerkliches Geschick, gute Rechenkenntnisse, kaufmännische Fähigkeiten und ein ausgeprägtes Organisationstalent erforderlich. Aufgrund der vielseitigen Aufgaben ist Flexibilität ebenfalls wichtig, denn als Facility-Manager/in bist du abwechselnd kaufmännisch, organisatorisch und praktisch tätig.

Als Quereinsteiger/in solltest du über eine abgeschlossene Ausbildung in einem technischen oder elektrotechnischen Beruf verfügen. Eine absolvierte Weiterbildung ist zwar keine zwingende Voraussetzung, kann dir den Zugang zum Facility Management jedoch deutlich erleichtern.

Wenn du ein Studium absolvieren möchtest, ist die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife erforderlich. An einer Fachhochschule kannst du zudem mit der Fachhochschulreife studieren. Für das Studium zum Master musst du vorab erst ein Bachelorstudium absolvieren.

Bewerbung als Facility-Manager/in

Zu den obligatorischen Bewerbungsunterlagen gehören ein Bewerbungsanschreiben, der Lebenslauf und relevante Zeugniskopien. Wenn du ein abgeschlossenes Studium vorweisen kannst und/oder möglicherweise einige Praktika absolviert hast, solltest du die entsprechenden Nachweise ebenfalls beifügen.

Im aussagekräftigen Bewerbungsschreiben kannst du mit deinen Kenntnissen, Fähigkeiten und deiner Motivation überzeugen. Meist sind für potenzielle Arbeitgeber insbesondere Bereiche wie Elektrotechnik, Elektronik oder Immobilienverwaltung interessant.

Wenn du neben deiner beruflichen Ausbildung oder deinem Studium entsprechende Kenntnisse nachweisen kannst, solltest du dies unbedingt erwähnen. Im Bewerbungsschreiben solltest du explizit auf die speziellen Anforderungen des Arbeitgebers eingehen und darlegen, warum du für die Stelle ideal geeignet bist.

Der Lebenslauf zeigt deinen schulischen und beruflichen Werdegang. Die einzelnen Stationen solltest du stichpunktartig in chronologischer Reihenfolge auflisten.

Wenn du relevante Tätigkeiten wie beispielsweise ein Praktikum bei einem Immobilienunternehmen, eine Weiterbildung oder einen Nebenjob bei einem Sanitärfachbetrieb nachweisen kannst, solltest du dies im Lebenslauf ebenfalls aufführen. Weitere Angaben im Curriculum Vitae sind zudem Fremdsprachenkenntnisse und Hobbys.

Weitere Bewerbungstipps und Tricks!

Zukunft und Trends für das Facility Management

Die Anforderungen an Facility-Manager/innen steigen stetig, daher sind regelmäßige Fort- und Weiterbildung absolut empfehlenswert. So kannst du deine Kenntnisse auf dem neuesten Stand halten und erweitern. Je nach Ausbildung kannst du mit entsprechender Berufserfahrung zum/zur Teamleiter/in oder zum/zur leitenden Objektverwalter/in aufsteigen und größere Einrichtungen verwalten.

Mit einem abgeschlossenen Bachelorstudium steht dir die Möglichkeit offen, ein weiterführendes Studium zum Master zu absolvieren. Mit diesem Abschluss profitierst du in der Regel von vielseitigen Karrierechancen und guten Verdienstmöglichkeiten.

Wenn du dein eigener Chef sein möchtest, kannst du als Fachwirt im Facility Management auch in die Selbstständigkeit starten. Du kannst eine Immobilienverwaltungsagentur eröffnen oder ein Unternehmen im Bereich der Dienstleistungen für Gebäudebewirtschaftung gründen.

Die Chancen am Arbeitsmarkt sind gut. Immer mehr Immobilienbesitzer investieren in professionelles Facility-Management.

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