Informationselektroniker/in – Berufsbild mit Infos zu Ausbildung, Gehalt, Bewerbung und Zukunft

Du liebst es an elektronischen Geräten herumzuschrauben? Wenn Zuhause oder im Freundeskreis die Technik versagt, wirst du immer alles erstes angerufen? Dann ist dieses Berufsbild möglicherweise ideal für dich.

Informationselektroniker sind Fachleute für eine Vielzahl von elektronischen Geräten. Hierzu gehören das Feld der Unterhaltungselektronik (zum Beispiel der TV-Bereich und Satellitenanlagen), Telefon- und andere Kommunikationsanlagen sowie Bürotechnik vom PC über den Drucker bis zur Telefonanlage mit allen Nebenstellen.

All diese Geräte werden von dir überprüft, repariert und gewartet, wenn du dich für die Ausbildung zum Informationselektroniker entscheidest. Das Know-How des Spezialisten für Informationselektronik ist sowohl für Privatpersonen, als auch für Gewerbe oder öffentliche Einrichtungen wichtig, da die Geräte heute so komplex aufgebaut sind, dass der Laie sie kaum reparieren beziehungsweise Störungen selbst beheben kann.

Oft sind Geräte miteinander zu komplexen Systemen verbunden, die eine erweiterte Funktionalität erlauben. Dazu gehört das Netzwerk an Rechnern eines Betriebs ebenso wie eine hochwertige Konferenztechnik. Hier ist es Aufgabe des Informationselektronikers, die einzelnen Geräte miteinander so zu konfigurieren, dass der gewünschte Ablauf reibungslos vom Benutzer abgerufen werden kann.

Neben Hardware, also den Geräten an sich, bist du auch für die Software Experte, die für die Funktionalität gegebenenfalls installiert werden muss. Auch die Smartlösungen rund um Haus und Auto gehören zum Leistungsspektrum.

Video zum Ausbildungsberuf Informationseletroniker/in

Gehalt als Informationseletroniker/in

Der Verdienst der Informationselektroniker ist sehr unterschiedlich und hängt von mehreren Faktoren ab. Zum einen hängt es davon ab, ob du in der einer Großstadt wie München oder Berlin oder eher in einer ländlichen Region arbeitest. Auch zwischen Ost und West gibt es Unterschiede, sodass es auch auf das Bundesland ankommt, in dem du später einmal als Informationselektroniker arbeiten wirst.

So kann es sein, dass dein Einstiegsgehalt in Sachsen oder Sachsen Anhalt deutlich unter 1.500 Euro brutto liegt, während dir in Hessen vielleicht bereits 2.000 Euro oder mehr angeboten werden. Zudem hängt das Gehalt auch davon ab, ob du in einem kleinen Betrieb arbeitest oder vielleicht in einem Konzern mit eigener Abteilung für Informationselektronik angestellt bist.

Ebenso die Berufserfahrung spielt eine Rolle, da das Gehalt mit Erfahrung und Qualifikation in der Regel steigt. Das Gehalt im Spitzenbereich ist oft weit von den Einstiegsgehältern entfernt. Auch hier der Vergleich zwischen Ost und West: In Sachsen verdienen Top-Angestellte in diesem Bereich mehr als 3.000 Euro brutto, in Baden-Württemberg kann der Spitzenverdienst für dich als Informationselektroniker deutlich höher, weit über die Marke von 4.000 Euro hinaus, liegen.

Ausbildung als Informationseletroniker/in

Die Ausbildung zum Informationselektroniker ist genau geregelt, das es sich um einen Handwerksberuf handelt, der staatlich anerkannt ist. Der Ausbildungsberuf basiert auf einer 3,5 Jahre dauernden Ausbildung, die im dualen System durchgeführt wird. Das bedeutet, dass du sowohl im Handwerksbetrieb als auch in der Berufsschule ausgebildet wirst.

Du kannst dich zwischen zwei Schwerpunkten entscheiden. Deinen Neigungen entsprechend, wählst du zwischen den Gebieten Bürosystemtechnik und Geräte- und Systemtechnik das Passende für dich aus. In der Berufsschule wirst du Grundlagen rund um Aufbau und Funktionsweise von Geräte kennen lernen.

Neben der Theorie, die wichtige Grundlage für das Verständnis informationselektronischer Anlagen ist, kommt auch der Praxisanteil in der Schule nicht zu kurz. Unter Anleitung lernst du wichtige Handgriffe wie zum Beispiel das Löten von Platinen.

Im Betrieb wird die Praxis in den einzelnen Abteilungen noch vertieft. Schritt für Schritt lernst du alle Tätigkeiten, die du für die erfolgreiche Arbeit als Informationselektroniker beherrschen musst. Die Ausbildung zum Informationselektroniker schließt mit der Prüfung vor der Handwerkskammer ab.

Wenn die Technik mal wieder versagt, sei es bei Software, Fernseher, Stereoanlagen oder anderen elektronischen Produkten, dann kommt der Fachmann für Informationselektronik ins Spiel.

Voraussetzungen und Eigenschaften für den Beruf

Für die erfolgreiche Ausbildung ist technisches Verständnis eine wichtige Grundlage. Auch handwerkliches und feinmotorisches Geschick, sowie Verständnis für technische Zusammenhänge bei größeren Konfigurationen sind bedeutende Faktoren.

Gute Noten in Mathematik und Physik mit einem Zeugnis der Mittleren Reife, werden von Ausbildungsbetrieben gerne gesehen. Zudem ist es wichtig, dass dein räumliches Vorstellungsvermögen und dein Farbsehvermögen gut ausgeprägt sind.

Als Informationselektroniker wirst du Kundenkontakt haben. Deshalb brauchst du in diesem Beruf gute Umgangsformen und eine gute Kommunikationsfähigkeit. Du solltest dich nicht nur gut ausdrücken können, sondern auch technische Sachverhalte verständlich für den Kunden erklären können.

Freundlichkeit ist ein wichtiger Faktor. Auch dann, wenn Kunden dir gegenüber vielleicht einmal ungehalten reagieren. Und noch eine Fähigkeit ist ganz wichtig: Da sich auf dem Gebiet der Informationselektronik oft etwas ändert, solltest du modernen Neuerungen gegenüber immer ausgeschlossen sein und dich in technische Entwicklungen einarbeiten.

Bewerbung als Informationselektroniker/in

Für die Bewerbung als Informationselektroniker brauchst du deine letzten Zeugnisse der Schule und einen Lebenslauf inklusive Lichtbild. Auch das Motivationsschreiben ist sehr wichtig. Es beschreibt, warum du den Beruf erlernen willst und wieso du gerade den Betrieb als Ausbildungsstätte gewählt hast, bei dem du dich bewirbst.

Eine genaue Kenntnis dieses Unternehmens ist sehr wichtig und kommt spätestens im Vorstellungsgespräch auf den Tisch. Zudem ist es wichtig, dass die Firma etwas über deine technischen Voraussetzungen erfährt. Bastelst du gerne an elektronischen Geräten und reparierst Playstation oder Radio zu Hause selber? Hast du in der Schule ein passendes Wahlfach oder ein AG besucht?

All dies überzeugt das Unternehmen, bei dem du dich bewirbst, davon dass du das Zeug zu einem guten Informationselektroniker hast.

Wichtig: Sieh in der Stellenbeschreibung für Ausbildungsplätze nach, welche Elemente die Bewerbung enthalten soll und ob sie schriftlich per Post oder auf elektronischem Weg geschickt werden soll.

Zukunft in der Informationselektronik

Der technische Sektor ist immer wieder von Neuentwicklungen geprägt. Diese Innovationen fallen meist in den Arbeitsbereich des Informationselektroniker, sodass du Innovationen immer wieder zu deinem Berufsspektrum hinzufügen musst.

Lebenslanges Lernen, auch nach der Ausbildung, ist in diesem Beruf also unverzichtbar. In modernen Zeiten sind es die Multimedia und die Smart-Lösungen, die gerade zu den aktuellen Trends gehören. Multimedia ist eng mit Mobilität verknüpft. Das bedeutet, dass wir sowohl im beruflichen als auch im privaten Bereich viele Dinge auch von unterwegs realisieren möchten. Smartphones, Laptops und Notebook sind hier ein wichtiger Faktor.

Im Bereich der Smart-Funktionen ist der Komfort rund um Haus und Auto immer wichtiger geworden. Smart-Lösungen sorgen zum Beispiel dafür, dass ein Garagentor öffnet, wenn der Besitzer mit dem Auto darauf zu fährst, dass sich Jalousien eines Hauses nach Sonnenaufgang und -untergang richten oder dass eine Heizung sich eine halbe Stunde vor Rückkehr der Hausbewohner einschaltet.

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