Arbeit macht arm!?

Wer sich jeden Morgen auf dem Weg zur Arbeit fragt: Warum mache ich das eigentlich?, der tut vermutlich nicht ohne Grund. Angesichts der zunehmenden Lebenshaltungskosten, Steuerabgaben und dem Druck des Arbeitsmarktes ist die Arbeit zumindest in den letzten Jahren in Deutschland nicht attraktiver geworden.

Der Staat braucht Geld und nimmt es dort, wo es erwirtschaftet wird, bei den Arbeitnehmern. Natürlich auch mit großen Schlücken bei den selbstständigen Unternehmern. Einzig und allein die „Großen“ werden umgarnt und gefüttert bis sie platzen. Steuervorteile in Milliardenhöhe werden hier verblasen und den Aktiengesellschaften geschenkt.

Das es ungerecht zugeht in dieser Gesellschaft ist für jeden ersichtlich und allgemein bekannt. Wir sollten uns lieber die Frage stellen: Warum ist es so?

Meine Oma hat immer gesagt: „Der Teufel scheißt auf den größten Haufen!“ und ich muss sagen, dass ich als kleiner Junge nicht verstanden habe, was diese Metapher bedeutet, mittlerweile ist die Erkenntnis natürlich gereift und offensichtlich. Anscheinend gibt es dieses Phänomen nicht erst zu unserer Zeit. Ein anderer Spruch in diesem Zusammenhang lautet: „Den Armen nimmt man, den Reichen gibt man!“ Inhaltlich fast gleichbedeutend…

Im Prinzip ja eigentlich auch logisch…Das Geld kann nur dort abgeschöpft werden, wo es den wenigsten Widerstand gibt, und das ist bei den einzelnen Arbeitnehmern. Hier wird eine kleine Erhöhung der Steuer nicht direkt ins Gewicht fallen, die Maße der Arbeitnehmer macht die Milliarde an zusätzlichen Einnahmen aus. Geht man den Unternehmen an den Geldbeutel, dann kommen gleich große Summen zusammen.

Unternehmen haben in der globalisierten Welt den Vorteil, dass sie ihren Standort verlagern können. Arbeitnehmer können das auch, aber in der Regel nicht zu ihrem Vorteil.

Es gibt sie in der Tat, die Gewinner der Globalisierung, aber diese machen noch nicht einmal 1 % der Weltbevölkerung aus. Bedeutet, 99 % der Menschen haben mehr Probleme als Vorteile, durch eine globalisierte Welt. Das die Welt zusammenrückt ist dabei oft der einzige positive Aspekt, aber auch der wichtigste und zukunftsweisende Punkt. Wenn der Aspekt gut ist, dass die Welt zu einem „Dorf“ wird, was ist dann an der Globalisierung schlecht? Nun, die einzige Antwort, die mir da einfällt ist, das System ist schlecht!

Bleibt der Trost für uns, von allen schlechten Systemen auf der Welt haben wir noch mit das Beste 😉

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