Sport hält das Gehirn fit

Wer untätig auf der Couch bei Chips und Cola den Abend verbringt, trägt nicht mehr nur ein erhöhtes Risiko von Herz-Kreislauferkrankungen und Fettstoffwechselstörungen, Adipositas oder Diabetes mellitus, nein, er verdummt.
Gehirnschwund, Demenz, Alzheimer, Parkinson, verminderte Denkfähigkeit sind Einschränkungen, die besonders in der Gruppe der „Sport-Abstinenzler“ beobachtet wurden. 66% der Männer zwischen 39 und 69 Jahren und 51% der Frauen selben Alters gelten in Deutschland als „Übergewichtig“, was einem BMI (Gewicht:Größe²) von 25-29,9 entspricht.

Das „Problem“ besteht darin, dass unsere Vorfahren („homo habilis“ vor 2,5 Mio. Jahren bis zum „Homo sapiens sapiens vor 120000 Jahren“ als Jäger und Sammler waren und das Gehirn wegen ihrer Lebensumstände immer neue Reiz und Bewegung bekommen hat. Und heute noch braucht. Wir haben uns zwar zivilisatorisch weiterentwickelt, aber vom Stoffwechsel her noch ein „altes“ Gehirn. Und weil es kein Update gibt, muss es weiter nach alter Art versorgt werden. Die Mehrdurchblutung durch Bewegung führt zur Bildung neuer Blutgefäße, neue Nervenzellen wachsen und sogar Depressionen sind durch Sport ebenso therapierbar wie mit Psychopharmaka, da körpereigene Endorphine ausgeschüttet werden, die Hochgefühle mit sich bringen.

Das morgendliche Laufen im Park ist also genauso „brain-jogging“, und dient als Prävention für spätere mögliche Erkrankungen.

Quarks &Co

Der Spiegel: faul macht dumm

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