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Untersuchung beweist – Arbeit macht krank!

Es ist nicht gerade erstaunlich was die Bundesanstalt für Arbeitsschutz mit Sitz in Dortmund da herausgefunden hat. Je länger die Menschen arbeiten, desto schlechter schlafen sie. Arbeit macht also krank! Eigentlich ganz logisch und für jeden nachvollziehbar, Menschen die mehr als 35 Stunden arbeiten haben eine höhere Wahrscheinlichkeit für Schlafstörungen. Bei den Arbeitnehmern mit einer 35-44 Stunden-Woche ist jeder Fünfte betroffen, bei den Beschäftigten mit 60 Wochenstunden ist es sogar jeder Vierte. Die Untersuchung ist sehr umfangreich an 50.000 Probanden durchgeführt worden und bietet erstmalig eine repräsentative Grundlage, die von Arbeitgebern nicht wegdiskutiert werden kann. Das aus dieser Erkenntnis jedoch
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Es ist nicht gerade erstaunlich was die Bundesanstalt für Arbeitsschutz mit Sitz in Dortmund da herausgefunden hat. Je länger die Menschen arbeiten, desto schlechter schlafen sie. Arbeit macht also krank!

Eigentlich ganz logisch und für jeden nachvollziehbar, Menschen die mehr als 35 Stunden arbeiten haben eine höhere Wahrscheinlichkeit für Schlafstörungen. Bei den Arbeitnehmern mit einer 35-44 Stunden-Woche ist jeder Fünfte betroffen, bei den Beschäftigten mit 60 Wochenstunden ist es sogar jeder Vierte.

Die Untersuchung ist sehr umfangreich an 50.000 Probanden durchgeführt worden und bietet erstmalig eine repräsentative Grundlage, die von Arbeitgebern nicht wegdiskutiert werden kann. Das aus dieser Erkenntnis jedoch Maßnahmen vom Gesetzgeber veranlasst werden ist mehr als fraglich, zumal keine Partei mehr wirklich die Interessen der Arbeitnehmer vertritt.

Besonders belastend sind die Nacht- und Schichtarbeiten. Ich habe während meiner Studienzeit selbst in Betrieben mit Akkord im 3-Schicht-System gearbeitet und kann daher aus eigener Erkenntnis sagen, dass dieses System an die Grenzen der körperlichen Belastung geht und auf Dauer wirklich krank macht.

Die Zunahme der Schichtarbeit, aber auch die Zunahme der Mehrarbeit hat in den letzten Jahren dramatische Ausmaße angenommen. Sicherlich wird dies in den kommenden Jahren durch die aktuellen Umsatz- und Produktionsrückgänge der Unternehmen wieder kompensiert werden, aber die Schäden können bleiben. Denn was die Studie überhaupt nicht berücksichtigt sind die körperlichen Schäden, beispielsweise Rückenschäden durch lange Schreibtischarbeit.

Es sind ja auch nicht nur die physischen und psychischen Schäden relevant, ganz außer Acht lässt man gerne die familiären Probleme. Beziehungen gehen auseinander weil die Arbeitszyklen nicht kombinierbar sind, oder Kinder sehen ihre Väter und Mütter nur am Wochenende, wenn überhaupt.

Die Lehre aus dieser repräsentativen Untersuchung sollte sein, dass unser Schichtsystem abgeschafft und Arbeitszeiten gekürzt werden. Ich gebe Herrn Frank Walter Steinmeier eindeutig Recht als er am 1. Mai gesagt hat „Unser Land braucht starke Gewerkschaften“.

Allerdings fehlt mir der Glaube daran. Die Gewerkschaften sind momentan so schwach wie seit Jahrzehnten nicht mehr und die wirtschaftliche Perspektive so schlecht wie noch nie in der Geschichte der BRD.

Quelle: Zeit-Online

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Wie gestresst sind Sie?

„Ich bin gestresst.“ Diesen Satz höre ich in letzter Zeit immer öfter. Und er scheint tatsächlich einen realistischen Hintergrund zu haben. Die krankheitsbedingten Fehltage von Arbeitnehmern haben immer mehr mit psychischen, stressbedingten Ursachen zu tun (Bundesverband der Betriebskrankenkassen) und nach einer aktuellen Untersuchung der Techniker Krankenkasse sind 2007 in Baden Württemberg 5.714 Menschen aufgrund psychischer Erkrankungen in Frührente gegangen- rund ein Drittel der Frühverrentungen insgesamt (nehme an, dass das nicht an dem Bundesland liegt;-). Allein die Kosten, die stressbedingter Ausfall jedes Jahr in der Volkswirtschaft verursacht, gehen in die Milliarden. Ganz zu schweigen von den persönlichen Folgen. Sind sie gestresst?
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„Ich bin gestresst.“

Diesen Satz höre ich in letzter Zeit immer öfter. Und er scheint tatsächlich einen realistischen Hintergrund zu haben.
Die krankheitsbedingten Fehltage von Arbeitnehmern haben immer mehr mit psychischen, stressbedingten Ursachen zu tun (Bundesverband der Betriebskrankenkassen) und nach einer aktuellen Untersuchung der Techniker Krankenkasse sind 2007 in Baden Württemberg 5.714 Menschen aufgrund psychischer Erkrankungen in Frührente gegangen- rund ein Drittel der Frühverrentungen insgesamt (nehme an, dass das nicht an dem Bundesland liegt;-).
Allein die Kosten, die stressbedingter Ausfall jedes Jahr in der Volkswirtschaft verursacht, gehen in die Milliarden. Ganz zu schweigen von den persönlichen Folgen.

Sind sie gestresst? Was sind mögliche Gründe? Und wie kann man denen begegnen, ohne sie mit Kaffee, Alkohol, blauem Dunst oder malträtierten Familienmitgliedern zu bekämpfen.

Die Universität Duisburg/Essen und TU Darmstadt haben gemeinsam eine kostenlose interaktive Software entwickelt, die typische Gesundheitsprobleme von MitarbeiterInnen in klein und mittelständischen Unternehmen aufgreift und Lösungen anbietet. Die zwei Themenschwerpunkte sind „Stress“ und „Heben und Tragen“, und können individuell bearbeitet werden. Und individuell heißt individuell: anhand von verschiedenen Profilen, die der Benutzer durch Fragebögen aus seiner Situation heraus erstellt, zeigt die folgende Auswertung die wahrscheinlichen Stressoren und bietet in Form von Hörbeiträgen oder Lesematerial Lösungsmöglichkeiten, Verbesserungen und Verhaltensmodifikation an.

Unterteilt ist das ganze in drei Segmente: Stress (Gründe von Außen), kognitive Strukturen (eigene, innere Einstellungen, Sichtweisen, die zu Stress führen) und Bewältigungsstrategien- jeweils mit einem Fragebogen, einer Analyse und Wegen zur Veränderung.

Das Thema wird anschaulich, in kleinen appetitlichen Happen verabreicht. Fallbeispiele, Animationen, Abschnitte zum Hören und Videos wechseln sich in der Methode ab und machen deutlich, wie sich arbeitsbedingte Gesundheitsgefährdungen auf den Menschen auswirken, wie sie sich vermeiden lassen und welche Maßnahmen der Betroffene selbst in die Wege leiten kann.

Ich hab ein bischen gebraucht, um mit der Navigation zurecht zu kommen. Zu jedem Unterpunkt gibt es eine audielle Einführung, die mich weniger interessierten und ich gern übersprungen hätte. Kleiner Tipp: Am unteren rechten Bildrand auf den grau-transparenten „weiter“ Button drücken- ich war wirklich gestresst, bis ich den gefunden hatte.

Aus psychologischer Sicht ein gut gemeintes und gemachtes Tool. Meine Stressoren waren „zu hohe Ansprüche“ und „Zeitmanagement“, die gut korrelieren und sich gemeinsam beheben lassen. Auch das mit den anregenden Tipps der Software. Zur Belohnung und den Kopf wieder runter zufahren nach der ganzen Reflexion, gibt’s noch zwei geführte Entspannungsübungen.

Damit wird das Wochenende sicher stress- frei!

Stress- Arbeitsblätter von Werner Stangl

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