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Warum CEOs a la Middelhoff kein Einzelfall sind, sondern der kalkulierte Fehler im System

Ein CEO ist ein mächtiger Mensch. Meistens ist er männlich, hat keinen Altruismus und stellt sich als Individuum in den Vordergrund. Gepaart mit einem „Ich-kann-alles-Syndrom“ sind diese selbstdarstellerischen Alpha-Tierchen in der Lage unpopuläre Entscheidungen zu treffen, dabei müssen sie noch nicht einmal wissen worum es eigentlich geht. Die FTD schreibt, dass Testosteron die Triebfeder der Manager ist. Gleichwohl gibt es kein Manager-Gen, wie vielleicht ein Thilo Sarrazin behaupten könnte, das sagt Christian Elger, Professor für Neurologie an der Uni Bonn. Dennoch bescheinigt er gewisse Charakterzüge und Verhaltensweisen die an den Genen festgemacht werden können, zum Beispiel Spielsucht oder Sozialverhalten. Das
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Ein CEO ist ein mächtiger Mensch. Meistens ist er männlich, hat keinen Altruismus und stellt sich als Individuum in den Vordergrund. Gepaart mit einem „Ich-kann-alles-Syndrom“ sind diese selbstdarstellerischen Alpha-Tierchen in der Lage unpopuläre Entscheidungen zu treffen, dabei müssen sie noch nicht einmal wissen worum es eigentlich geht.

Die FTD schreibt, dass Testosteron die Triebfeder der Manager ist. Gleichwohl gibt es kein Manager-Gen, wie vielleicht ein Thilo Sarrazin behaupten könnte, das sagt Christian Elger, Professor für Neurologie an der Uni Bonn. Dennoch bescheinigt er gewisse Charakterzüge und Verhaltensweisen die an den Genen festgemacht werden können, zum Beispiel Spielsucht oder Sozialverhalten.

Das solche Verhaltensweisen nicht immer zum Wohle einer Firma oder eines Konzerns eingesetzt werden, zeigen viele Beispiele, unter anderem auch der Niedergang von Arcandor, Mannesmann, usw. Denn diesen Alpha-Tierchen ist es eigentlich egal wie es um das Unternehmen steht, sie richten sich nur nach dem persönlichen Interesse. Ist das Wohl des Unternehmens auch das des CEOs und mit Geldanreizen verknüpft, dann wird schon alles gut gehen. So die Philosophie in den Vorstandsetagen, doch dort oben traut keiner dem anderen, denn sie sind alle gleichen Typs – Alpha-Tierchen.

Eine sich selbst befruchtende Herrschaftsriege. Die ab und zu mit externen Alpha-Tierchen angereichert wird, meistens immer dann, wenn es um massiven Personalabbau geht oder eine Neuorientierung ansteht, weil der Umsatz stockt oder rückläufig ist. Da spielt es dann auch keine Rolle, ob der Neue überhaupt eine Ahnung von der Branche hat, wichtig ist nur das Entscheidungsverhalten.

Daher gibt es auch das Phänomen, dass die meisten CEOs nicht lange bei einem Unternehmen bleiben, sondern schnell wechseln, wenn die Aussicht auf den persönlichen Vorteil vorhanden ist. Was letztlich auch mit die Ursache ist, warum es vielen Konzernen nicht gut geht, denn ihnen fehlt die nachhaltige Unternehmenspolitik. Aus diesem Grund haben familiengeführte Unternehmen fast immer die Nase vorn. Siemens versucht hier neue Wege zu gehen, das Unternehmen hat schwere Jahre hinter sich, Misswirtschaft, Korruption, fehlende Innovation, zu starre Strukturen, usw. Mit dem Pakt für die Mitarbeiter durch eine Jobgarantie, setzt das Unternehmen auch auf die Mitarbeiter und versucht diese mit ins Boot zu holen. Aber was nützt es, wenn das Management in zweiter Reihe weiterhin schlecht ist?

Deutschland hat ein massives Managementproblem und das schon seit Jahren. Das ist kein Geheimnis, sondern langläufig bekannt. Massive Zahlungen und Gehälter an das Management trotz massiver Fehlentscheidungen, haben eine ganze Riege von Alpha-Tierchen in Verruf gebracht und das zurecht, wie nicht nur die Bankenkrise beweist.

Es findet jedoch kein Umdenken statt, vielmehr wird die persönliche Gier sogar forciert und bereits auf andere Mitarbeiterebenen heruntergebrochen.

Quelle: ftd.de

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