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In wie weit die deutsche Wirtschaft für den Geburtenrückgang mitverantwortlich ist zeigt der Widerstand gegen den Mutterschutz

Frauen haben es in Berufswelt vielfach nicht so leicht wie Männer, oft müssen sie sich für Karriere oder Familie entscheiden. Die meisten entscheiden sich heute für die Karriere, denn die deutsche Wirtschaft ist eine der kinderunfreundlichsten in der EU. Das zeigt auch die neuerliche Hetze gegen die Verlängerung des notwendigen Mutterschutzes. Allen voran macht Dieter Hundt als Lobbyist der deutschen Wirtschaft schon seit längerer Zeit eine breite Front gegen den Mutterschutz auf. Noch immer ruft die Wirtschaft nach billigen ausländischen Fachkräften, lehnt die Förderung von Familien ab und nimmt dabei das entstehende volkswirtschaftliche Desaster in Deutschland billigend in Kauf. Die
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Frauen haben es in Berufswelt vielfach nicht so leicht wie Männer, oft müssen sie sich für Karriere oder Familie entscheiden. Die meisten entscheiden sich heute für die Karriere, denn die deutsche Wirtschaft ist eine der kinderunfreundlichsten in der EU. Das zeigt auch die neuerliche Hetze gegen die Verlängerung des notwendigen Mutterschutzes.

Allen voran macht Dieter Hundt als Lobbyist der deutschen Wirtschaft schon seit längerer Zeit eine breite Front gegen den Mutterschutz auf. Noch immer ruft die Wirtschaft nach billigen ausländischen Fachkräften, lehnt die Förderung von Familien ab und nimmt dabei das entstehende volkswirtschaftliche Desaster in Deutschland billigend in Kauf. Die Folgen werden einfach auf die Gesellschaft abgewälzt.

Das Verhältnis von Mutter und Kind ist das wichtigste Band in einem Menschenleben, hier wird der Grundstein für das Urvertrauen gelegt. Wir wissen das, andere Länder auch, daher möchte die EU auch flächendeckend den Mutterschutz von 14 auf 20 Wochen erweitern. Dabei geht es um Angleichung auf EU-Ebene, nicht um eine Revolution.

Seit Jahren beklagen alle den deutschen Geburtenrückgang und fragen sich, wie kann das sein? Nun, genau das ist einer Gründe, warum die Deutschen keine Kinder mehr kriegen wollen. Wir schauen seit Jahren neidisch auf unsere Nachbarländer mit ausgeglichenen Geburtenzahlen und fragen uns wie die das machen. Nun, die Antwort ist ganz einfach, weil diese auch Länder einen besseren Mutterschutz haben.

Nehmen wir mal das Beispiel Schweden mit einem Mutterschutz von 52 Wochen, hier stimmen die Geburtenzahlen, oder Frankreich mit mehr als 30 Wochen. Sie alle sind Spitzenreiter bei den Geburten. Doch wo steht Deutschland?

Deutschland ist das Schlusslicht in der EU. Kein Land hat eine niedrigere Geburtenrate als wir. Herr Hundt erweist diesem Land wirklich einen Bärendienst. Fast alle aktuellen und zukünftigen Probleme in Deutschland haben mit dem demografischen Wandel zu tun, sei es der Fachkräftemangel, das Rentenproblem, Altersarmut, die Gesundheitsvorsorge, usw.

Die deutsche Wirtschaft mit ihrem Verbandssprecher Dieter Hundt ist in weiten Teilen für dieses Problem verantwortlich, das wurde lange Zeit nicht einmal thematisiert. Jetzt will wenigstens die EU das deutsche Problem angehen und prompt sind sie wieder da die Populisten in teuren Anzügen.

Wir dürfen das der deutschen Wirtschaft nicht durchgehen lassen. Die deutsche Wirtschaft hat noch nie nachhaltige Verantwortung für dieses Land übernommen, ihr geht es immer nur um das eigene Geld.

Quelle: tagesschau.de

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Babypause EU-weit verlängern – Deutschland blockt!

Die Diskussionen in den Talk-Shows fallen munter über das Thema Amoklauf und Prävention her, aber die Diskussionen gehen am Kern vorbei. Prävention ist nicht das Verbot von Ego-Shootern, sondern beginnt bereits beim Mutterschutz. In der europäischen Union sind die Zeiten für den sogenannten Mutterschutz, also die ersten Wochen nach der Geburt des neuen EU-Bürgers, sehr unterschiedlich geregelt. Sie reichen von 50 Tagen in Schweden bis zu 45 Wochen in Bulgarien. Deutschland liegt mit 14 Wochen an der Spitze hinter Schweden und Malta. Die ersten Wochen im neuen Leben eines Babys sind prägend für das Ur-Vertrauen des Kindes und bieten den
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Die Diskussionen in den Talk-Shows fallen munter über das Thema Amoklauf und Prävention her, aber die Diskussionen gehen am Kern vorbei. Prävention ist nicht das Verbot von Ego-Shootern, sondern beginnt bereits beim Mutterschutz.

In der europäischen Union sind die Zeiten für den sogenannten Mutterschutz, also die ersten Wochen nach der Geburt des neuen EU-Bürgers, sehr unterschiedlich geregelt. Sie reichen von 50 Tagen in Schweden bis zu 45 Wochen in Bulgarien. Deutschland liegt mit 14 Wochen an der Spitze hinter Schweden und Malta.

Die ersten Wochen im neuen Leben eines Babys sind prägend für das Ur-Vertrauen des Kindes und bieten den Eltern die berechtigte Gelegenheit, sich mit der neuen Situation vertraut zu machen. Defizite in dieser ersten Lebensphase können langfristige Folgen auf die Charakterbildung oder die Beziehung zu anderen Personen haben. Kann ich anderen Menschen mein Vertrauen geben, oder nicht?

Genau hier kann sich beispeilsweise entscheiden, ob das Kind ein Potenzial zum Amokläufer entwickelt oder ob es die neue „Mutter Theresa“ wird. Daher bedeutet mehr Mutterschutzzeit auch in den meisten Fällen mehr Zeit für das Kind und somit auch mehr Zuwendung. Der europäische Ansatz zu einer Verlängerung, der über die bestehenden 14 Wochen in Deutschland hinausgeht ist vermutlich der wichtigste Schritt in die Prävention von Amokläufen.

Warum will aber unsere Familienministerin Frau von der Leyen dann diese Verlängerung verhindern? Die Antwort ist ganz einfach…

Eine Verlängerung der Mutterschutzzeit bedeutet höhere Kosten für die Arbeitgeber und das ist mit der CDU und den Arbeitgeberverband nicht zu machen. Natürlich wird zukünftig keiner der CDU-Politiker/Arbeitgebervertreter für weitere Amokläufe die Verantwortung übernehmen, lieber schiebt man es dann auf die Symptome wie Computerspiele, Waffenbesitz, etc.

Frau von der Leyen und Co. versuchen sogar die ganz miese Nummer und führen die Gefahr der Gleichstellung von Mann und Frau im Job als Argument ins Feld, was ehrlich gesagt schon eine Dreistigkeit ist, die ihres Gleichen sucht.

Die Kosten für Arbeitgeber durch den Mutterschutz sind für die Frauen kein Nachteil, sondern auch Männer haben das Recht auf diesen Zeitraum, weshalb es eigentlich „Elternschutzzeit“ heißen müsste. Diese habe ich übrigens damals genommen, wobei meine Lebensgefährtin kurz nach der Geburt wieder ins Berufsleben eingestiegen ist.

Hier geht es also nur um Geld auf Kosten einer besseren Erziehung. Winnenden ist nur ein weiterer Stein in den Folgen einer falschen Familienpolitik. Kurzsichtigkeit, Geiz und bewusst in Kauf zu nehmen, das Menschen auf der Strecke bleiben, scheint auch nicht durch Weltwirtschaftskrisen und Amokläufe aus den Köpfen von Politkern und Unternehmern zu gehen. Schade!

Quelle: Spiegel Online

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