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Jeder dritte Job wird über Vitamin B vergeben

Was viele schon immer ahnten ist jetzt empirisch bewiesen worden. Ca. 35 Prozent der Jobsuchenden die nicht länger als 1 Jahr ohne Arbeit waren, finden einen Job durch persönliche Beziehungen, von der Arbeitsagentur werden hingegen nur ca. 15 Prozent der Arbeitssuchenden vermittelt. Die Arbeitsgeberorganisation „Initiative Neue Marktwirtschaft“ hat das Wirtschaftszentrum für Sozialforschung in Berlin mit der Durchführung dieser Untersuchung beauftragt. Der Zeitraum der Untersuchung lag zwischen den Jahren 2002 und 2007, wobei für jedes Jahr die Werte einzeln ermittelt wurden. Die Mittelwerte 35 % für eine Vermittlung durch Freunde und Bekannte und 15 % für die Arbeitsagentur überraschen nicht wirklich,
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Was viele schon immer ahnten ist jetzt empirisch bewiesen worden. Ca. 35 Prozent der Jobsuchenden die nicht länger als 1 Jahr ohne Arbeit waren, finden einen Job durch persönliche Beziehungen, von der Arbeitsagentur werden hingegen nur ca. 15 Prozent der Arbeitssuchenden vermittelt.

Die Arbeitsgeberorganisation „Initiative Neue Marktwirtschaft“ hat das Wirtschaftszentrum für Sozialforschung in Berlin mit der Durchführung dieser Untersuchung beauftragt. Der Zeitraum der Untersuchung lag zwischen den Jahren 2002 und 2007, wobei für jedes Jahr die Werte einzeln ermittelt wurden.

Die Mittelwerte 35 % für eine Vermittlung durch Freunde und Bekannte und 15 % für die Arbeitsagentur überraschen nicht wirklich, sie zeigen eigentlich nur das Bild einer praktizierten Vitamin B-Gesellschaft. Der Erfolg von Netzwerken wie Xing ist auf diese Tatsache zurückzuführen.

Was diese Studie ebenfalls offenbart ist die schwierige Situation der Langzeitarbeitslosen, die oftmals von Fallmanagern der ARGE betreut werden. Viele Aussichten auf einen Einstieg ins Berufsleben gibt es nicht. Oftmals fehlt hier auch der Wille eine Tätigkeit anzunehmen, zumal die Einkünfte aus Arbeitslosengeld II nicht selten höher ausfallen, als der Verdienst in einem Job.

Diese Problematik der billigen Arbeitskräfte wird sich im Laufe dieses Jahres noch extrem verstärken – mehr Menschen werden neue Arbeit suchen und die Gehälter dementsprechend sinken.

Interessant an dieser Studie unter 3100 Probanden ist auch der Anteil der Vermittlungen durch Online-Jobbörsen, der immerhin bei 6 % lag. Meine Vermutung wäre eine wesentlich höhere Zahl gewesen. Deutlich zeigt sich aber, das die Online-Jöbbörse in der überwiegenden Mehrheit von jungen und hochqualifizierten Arbeitssuchenden genutzt wird.

Fazit: Die richtigen Leute zu kennen ist das A und O in der heutigen Berufswelt, genau wie vor 100 Jahren. Der Grad der Vernetzung hat sich nur dank des Internets geändert, Freunde und Bekannte finden sich jetzt nicht nur im Dorf, sondern bundesweit auf Online-Netzwerkplattformen.

Quelle: Spiegel-Online

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