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Unternehmerische Weitsicht: Porsche führt 34-Stunden-Woche ein!

Es scheint unglaublich, während die meisten deutschen Unternehmen in Arbeitsbedingungen des Zeitalters der Industrialisierung zurückfallen, geht Porsche einen anderen Weg. Das Unternehmen führt zum 1. Dezember die 34-Stunden-Woche ein! Damit beweist das Unternehmen ein Handeln im Schumpeterschen Sinne und hat die Weichen gestellt.

Es scheint unglaublich, während die meisten deutschen Unternehmen in Arbeitsbedingungen des Zeitalters der Industrialisierung zurückfallen, geht Porsche einen anderen Weg. Das Unternehmen führt zum 1. Dezember die 34-Stunden-Woche ein! Damit beweist das Unternehmen ein Handeln im Schumpeterschen Sinne und hat die Weichen gestellt.

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Das Phänomen Porsche und die Schuldfrage

Wie kann es sein, dass Porsche-Mitarbeiter über den Abgang ihres Chef trauern und wütend sind, obwohl dieser das Unternehmen ruiniert und verzockt hat? Wie kann es sein, dass fast 1 Jahr nach dem merkwürdigen Höhenflug der VW-Aktie die Börsenaufsicht Anklage gegen Ex-Porsche-Chef Wiedeking erhebt? Porsche und Wiedeking sind ein Phänomen und gleichzeitig Musterbeispiel für eine falsche Unternehmenspolitik. Als der Porsche-Erbe auf der Betriebsversamlung den Rauswurf von Wendelin Wiedeking verkündet ist dieser plötzlich von Tränen erfasst und verliert die Fassung. Die Mitarbeiter lieben Wiedeking und Porsche, und sind ebenso wütend und traurig. Doch wie kann das sein? Die Geschichte der Porsche-Fehlentscheidungen
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Wie kann es sein, dass Porsche-Mitarbeiter über den Abgang ihres Chef trauern und wütend sind, obwohl dieser das Unternehmen ruiniert und verzockt hat? Wie kann es sein, dass fast 1 Jahr nach dem merkwürdigen Höhenflug der VW-Aktie die Börsenaufsicht Anklage gegen Ex-Porsche-Chef Wiedeking erhebt? Porsche und Wiedeking sind ein Phänomen und gleichzeitig Musterbeispiel für eine falsche Unternehmenspolitik.

Als der Porsche-Erbe auf der Betriebsversamlung den Rauswurf von Wendelin Wiedeking verkündet ist dieser plötzlich von Tränen erfasst und verliert die Fassung. Die Mitarbeiter lieben Wiedeking und Porsche, und sind ebenso wütend und traurig. Doch wie kann das sein?

Die Geschichte der Porsche-Fehlentscheidungen und des Größenwahns beginnt vor 4 Jahren. Der Porsche-Clan und sein Vorstand mit Wendelin Wiedeking und Holger Härter (die im folgenden nur WW und HH genannt werden) wollen das ganz große Rad schwingen. Vielleicht aus Größenwahn, vielleicht aus einer drogenindizierten Laune heraus oder einfach aus Machtbesessenheit und Geltungssucht – wir wissen es nicht. Jedenfalls entschließen sich die Schwaben zur Übernahme des Weltkonzerns VW.

Im Prinzip gar nichts Ungewöhnliches, die kleine Vodafone hat damals den großen Mannesmann-Konzern übernommen – mit einer ebenso feindlichen Übernahme. Nur … nicht mit so riskanten Mitteln.

Porsche finanziert das Geschäft aus extrem riskanten Optionsgeschäften für die Holger Härter ein Spielerhändchen zu haben scheint. Das muss man sich mal vorstellen, ich habe kein Geld um mir einen Reiterhof zu kaufen und setze daher mein Kapital auf Pferdewetten, in der Hoffnung zu gewinnen! Noch verantwortungsloser kann kein Unternehmenschef mit seiner Firma umgehen.

Und natürlich läuft das Geschäft schief! Porsche verzockt die Milliarden und ist als florierendes Unternehmen mit schwarzen Zahlen in den Büchern pleite! Ein Skandal und Ferdinand Porsche würde sich im Grabe umdrehen, wenn er von den Machenschaften seiner Nachkommen wüsste, denn die haben das ganze ermöglicht und abgesegnet. Wiedeking ist nur das ausführende Organ und der Verantwortliche, aber vielleicht war es ja sogar seine Idee, wir werden es vielleicht nie erfahren. Mit dem Rauswurf von Wiedeking muss dem Porsche-Clan bewusst gewesen sein, dass sie große Scheiße gebaut haben und nun alles vorbei ist, anders sind die Tränen nicht zu erklären.

Aber wie ist es möglich, dass die Mitarbeiter den Clan und Vorstand nicht lynchen? Warum sind sie auf die anderen sauer, wie VW oder Wulff? Nun, dieser Sachverhalt hängt damit zusammen, dass die interne Kommunikation immer die Schuld auf die anderen schiebt und Banken zu diesem Zeitpunkt die idealen Sündenböcke waren. Zudem haben die Porsche-Mitarbeiter jahrelang gut von dem Unternehmen gelebt. Bei Porsche zu arbeiten war eine Ehre, die Marke stand ganz oben, Hochschulabsolventen wollten alle zu Porsche. Der Hauptgrund ist jedoch, das Unternehmen zahlte Löhne und Prämien in einem Jahr, die ein Hartz 4-Empfänger vielleicht in seinem ganzen Leben nicht erhalten wird. Doch damit ist es nun vorbei und Schuld seien angeblich die Banken.

Porsche hat sich unverantwortlich verhalten und das Unternehmen verzockt. Keine Bank hätte Porsche einen Kredit gegeben, wo nicht klar ist, ob in den nächsten Jahren auf dem Automarkt überhaupt wieder ein Aufschwung erfolgt. Doch die Porsche-Mitarbeiter schieben die Schuld einfach zu VW, das ist bequem und einfach. Der Betriebrat glaubt den Aussagen des Vorstands und macht Stimmung gegen VW und Wulff. Vielleicht auch ein Selbstschutz, denn er hätte vielleicht schon eher nachfragen müssen, wie die VW-Übernahme geplant war.

Die Optionsgeschäfte jedenfalls, müssen der Börsenaufsicht jede Menge an Arbeit bereitet haben, wenn sie erst nach fast einem Jahr gegen Wiedeking ein Ermittlungsverfahren einleitet. Wir werden also noch lange von dem Porsche-Größenwahn hören und am Ende wird auch den Mitarbeitern deutlich werden, dass sie auf der Betriebsversammlung den falschen zugejubelt haben und lieber Eier und Tomaten in die hand genommen hätten.

Quelle: zeit.de

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