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Die Tagesschau und der Neid der Kollegen

„Nobody is perfect!“ Diese Tatsache ist allseits bekannt und trifft fast immer und auf fast alles zu. Wenn es jedoch um die Nachrichten und vor allem um den öffentlich-rechtlichen Rundfunk und die Königin „Die Tagesschau“ geht, dann muss ein anderes Maß gelten. Zumindest scheinen dies die Kollegen der privaten Zeitschrift so zu sehen, oder ist es einfach nur Neid? Die Zeitschriften ächzen unter immer dramatischeren Abo-Rückgängen. Die Leserschaft läuft den Tageszeitungen weg und die Zukunft malt ein düsteres Bild. In den Redaktionen der privaten Verlage herrscht schon seit langem ein Gespenst mit dem Namen „Arbeitsplatzabbau“. Nur im öffentlich-rechtlichen Rundfunk sind
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„Nobody is perfect!“ Diese Tatsache ist allseits bekannt und trifft fast immer und auf fast alles zu. Wenn es jedoch um die Nachrichten und vor allem um den öffentlich-rechtlichen Rundfunk und die Königin „Die Tagesschau“ geht, dann muss ein anderes Maß gelten. Zumindest scheinen dies die Kollegen der privaten Zeitschrift so zu sehen, oder ist es einfach nur Neid?

Die Zeitschriften ächzen unter immer dramatischeren Abo-Rückgängen. Die Leserschaft läuft den Tageszeitungen weg und die Zukunft malt ein düsteres Bild. In den Redaktionen der privaten Verlage herrscht schon seit langem ein Gespenst mit dem Namen „Arbeitsplatzabbau“. Nur im öffentlich-rechtlichen Rundfunk sind Journalisten sicher und können aus dem Vollen schöpfen. Wer sich über Vitamin B in den öffentlich-rechtlichen Dienst gerettet hat macht drei Kreuzzeichen und legt erstmal die Beine hoch. Vielleicht ein wenig überspitzt, aber dennoch trifft es den Kern.

Wer die heutige Kritik an der Tagesschau liest, der muss diesen Sachverhalt immer vor Augen haben, denn objektiv ist die Protestwelle von Bild über Welt bis sonst wo nicht mehr zu erklären. Natürlich ist es zum Lachen, wenn in der beliebtesten deutschen Nachrichtensendung „Tagesschau“ der deutsche Bundespräsident Horst Köhler als „Klaus Köhler“ bezeichnet wird, doch was diese Namensverwechselung los getreten hat ist bisher ohne Beispiel.

Nach dem Motto „So, ich konnte dich noch nie leiden und jetzt gibt es aufs Maul!“ holen sämtliche Freiberufler und Angestellten der Tageszeitungen den Baseballschläger aus der Tasche und schlagen dem „rich kid on the block“ die Zähne aus.

Doch was steckt wirklich dahinter? Im Prinzip ist es die Wut und die Angst. Angst vor der eigenen Zukunft als Journalist. Wut über Ausbeutung im Beruf und ungerechte Bezahlung. Da hat sich viel aufgestaut in den letzten Jahren und die hochnäsigen und versnopten öffentlich-rechtlichen Staatsdiener arbeiten unter erstklassigen Bedingungen und machen sich oft über die Privaten lustig.

Im Prinzip ist die Klassenkeile gerechtfertigt. Sie tut gut. Macht Luft. Ändern wird sie jedoch nichts, außer dass der Intendant unverschämterweise noch mehr Geld für seinen erlauchten Club fordert.

Genugtuung haben die Privaten erst zuletzt durch das Gerichtsurteil erfahren, als es um die Tagesnachrichten im Web ging, hier haben die Staatlichen schonmal Einen auf den Deckel bekommen. Denn wenn den Privaten auch noch das zukunftsträchtige Internet werbetechnisch wegbricht, was bleibt dann noch?

Tagesschau.de gehört schon heute zu Webseiten mit dem größten traffic, ein kostspieliger Relaunch jagt den anderen und mit dem Steuerzahler im Rücken sitzt das Geld beim Intendanten locker.

Doch die privaten Tageszeitungen machen sich die Suche nach dem Schuldigen zu einfach. Zum einen ist es natürlich die Entwicklung der Technologie und des Internets die ihnen das Wasser abgräbt. Wer liest schon gerne die Nachrichten von gestern? Zum anderen sind viele Tageszeitungen einfach zu schlecht geworden und zu sehr mit Wirtschaft und Parteien verknüpft. Gezielte Kampagnen, die von privater Seite bezahlt werden sind massiv vorhanden und werden vom Leser schnell erkannt.

In meinem Bekanntenkreis haben unheimlich viele Leute die Tageszeitung abbestellt, weil sie qualitativ schlecht ist (Fehler wie Klaus Köhler sind hier an der Tagesordnung) und weil den Inhalten nicht mehr getraut wird. Wer bei der Überprüfung auf Fehler und Grammatik spart, der hat schlechte Karten. Wer sich zu sehr auf Werbeeinnahmen verlässt, der verliert an Glaubwürdigkeit und ist dem Untergang geweiht. Allerdings ein Teufelskreis bedingt durch den Abo-Rückgang und daraus folgende falsche Entscheidungen! Den Tageszeitungen steht ein Schrecken ohne Ende ins Haus – nur die Wahrheit wird überleben.

Quelle: welt.de, spiegel.de, bild.de

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