Meine Bewerbung als Bundespräsident:

Gilt die Frauenquote eigentlich auch für das Amt des Bundespräsidenten? Egal, ich versuch es trotzdem …

An
Angela Merkel
Kanzleramt 1
Berlin

Sehr geehrte Frau Merkel,

über die Medien bin ich darauf aufmerksam gemacht worden, dass Sie die Position des Bundespräsidenten in Deutschland zu vergeben ist. Aus diesem Grund möchte ich initiativ bei Ihnen vorstellig werden.

Ich verfüge über ein breites Spektrum an Allgemeinwissen und kenne mich mit den Neuen Medien sehr gut aus. Zudem reise ich sehr gerne und könnte beispielsweise bei den vielen Auslandsreisen gleich die Statements über Twitter veröffentlichen, garniert mit schönen Fotos, wie ihre Familienministerin Köhler.

Das inländische und weltpolitische Geschehen verfolge ich begeistert und finde auch Lena Meyer-Landruth gut. Als kommunikativer Mensch werde ich Ihre christdemokratische Politik mit Sicherheit niemals kritisieren, auch nicht, wenn ich das Amt des Bundespräsidenten erst einmal bekleide.

Diese Aufgabe werde ich gewissenhaft und leidenschaftlich erfüllen, weil ich schon immer König von Deutschland sein wollte. Dumme wahrheitsgemäße Äußerungen zu dem wirtschaftlichen Nutzen der deutschen Auslandskriege werden mir nicht über die Lippen kommen, denn ich möchte diesem Land wieder den imperialen Glanz verleihen, den es verdient hat.

Meine Gehaltsvorstellungen liegen bei den Bezügen meines Vorgängers, weil ich ja in einem Schloss wohnen darf, und auch noch ein Ferienschloss in Bonn beziehe und der dumme Steuerzahler sogar meine Dienstboten bezahlt.

Für diese auf mich zugeschnittene Aufgabe stehe ich Ihnen und der tollen Partei CDU sofort zur Verfügung.

Hochachtungsvoll und mit freundlichen Grüßen
ihr zukünftiger Bundespräsident

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