Mezis aus Bielefeld sind ein Hoffnungsschimmer für die Ärzte und Patienten

Die Pharmalobby gehört in Deutschland zu den mächtigsten Lobbygruppen überhaupt. Sie verfügt über Milliarden EUR und kann sich kaufen wen sie will – dachte sie zumindest bis jetzt. Doch es gibt Hoffnung mit der Initiative unbestechlicher Ärztinnen und Ärzte, kurz Mezis genannt.

Den Sumpf der Apotheker-Bestechung wird wohl so schnell keiner trocken legen und auch bei den Ärzten führt der Kampf von Arzt zu Arzt. Allein die Tatsache, dass es eine solche Organisation wie die Mezis überhaupt gibt, spricht Bände. Es gibt sie noch, die Ärzte mit Gewissen, die sich abseits der Gier an den hippokratischen Eid gebunden fühlen. Sie versuchen eine Ehrenrettung für ihren Berufsstand, doch der Kampf ist hart und erscheint oftmals wie ein Ritt gegen Windmühlen.

Unter dem Motto: Mein Essen zahl ich selbst – verweigern sich die Ärzte schon in den Anfängen den Bestechungsversuchen der Pharmaindustrie. Doch hier ist noch lange nicht Schluss, denn die Mezis hinterfragen auch kritisch welchen Einfluss die Pharmaindustrie auf Arzneimittelstudien nimmt, oder wie sie zum Beispiel Fachbuch-Verlage komplett unterwandert haben.

Die Mezis offenbaren, dass hier etwas nicht stimmt und legen den Finger in die Wunde. Konzerne wie Böhringer Ingelheim, GlaxoSmithKline, Roche, Bayer oder andere, gehören zu den größten Unternehmen der Welt. Sie haben ein Imperium erschaffen und es unter sich aufgeteilt. Sie schicken ihre Außendienstler in Massen zu den Ärzten und Apothekern, doch dort sind diese längst nicht mehr so willkommen, wie vor 20 Jahren. Das Geschäft um die Marktanteile ist rau geworden, ging es damals noch um das Produkt, so ist es heute nur noch der Absatz der zählt.

Pharmareferent ist schon zu einem Unwort geworden. Bringt der eine Vertreter nicht die intern vorgegebene Marge, so ist er seinen Job sofort wieder los, der Absatzdruck auf die Außendienstler durch die Konzerne ist enorm.

Das System des Gesundheitswesens fährt gerade komplett vor die Wand, nicht zuletzt auch wegen eines inkompetenten Gesundheitsministers, der eine Beitragserhöhung als Gesundheitsreform verkauft. Doch Mezis gibt Hoffnung und verdient Unterstützung, denn ein anderes und wesentlich besseres Gesundheitssystem ist möglich.

Quelle. mezis.de

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