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Die Schnappsidee des Jahres – Langzeitarbeitslose zu Erziehern umbilden

Es gibt Entscheidungen in der Politik, die einem immer wieder vor Augen führen mit welcher Inkompetenz dieses Land doch regiert wird. So ist die aktuelle Idee ca. 5000 Langzeitarbeitslose zu Erziehern umzubilden genau in diese Kategorie zu stecken. In anderen Ländern in Europa ist der Beruf der Erzieher/innen ein Studienberuf und hoch anerkannt, dieser Sachverhalt sollte vor kurzem noch auf Deutschland und Europa übertragen werden. Der Beruf ist schwierig und hoch komplex, zudem stellt er Anforderungen die nicht viele Menschen erfüllen. In Deutschland ist der Beruf jedoch seit jeher völlig verkannt, ganz nach dem Motto: „Das bisschen Kinderhüten kann doch
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Es gibt Entscheidungen in der Politik, die einem immer wieder vor Augen führen mit welcher Inkompetenz dieses Land doch regiert wird. So ist die aktuelle Idee ca. 5000 Langzeitarbeitslose zu Erziehern umzubilden genau in diese Kategorie zu stecken.

In anderen Ländern in Europa ist der Beruf der Erzieher/innen ein Studienberuf und hoch anerkannt, dieser Sachverhalt sollte vor kurzem noch auf Deutschland und Europa übertragen werden. Der Beruf ist schwierig und hoch komplex, zudem stellt er Anforderungen die nicht viele Menschen erfüllen. In Deutschland ist der Beruf jedoch seit jeher völlig verkannt, ganz nach dem Motto: „Das bisschen Kinderhüten kann doch jeder.“ Aus diesem Grund hat Deutschland auch als eines der wenigen Länder in Europa massive Probleme mit dem Nachwuchs und dem volkswirtschaftlichen Schaden aus Erziehungsfehlern.

Die Idee aus Langzeitarbeitslosen ein Heer von Erziehern zu machen ist keine Idee die einem Pädagogen entsprungen ist, sondern sie basiert allein auf der Grundlage von Finanz-Tricksern. Die Erzieher haben sich in den letzten Jahren enger verknüpft und spielen nicht mehr so einfach mit, schließlich wollen sie ihre miserablen Gehälter und Arbeitsbedingungen endlich verbessern. Doch wer bezahlt hauptsächlich die Erziehung in diesem Land? Richtig, der Staat bzw. die Kommunen und die Kirchen, allerdings sind die ja permanent knapp bei Kasse.

Immer weniger Menschen entscheiden sich aufgrund der schlechten Arbeitsbedingungen für den Beruf Erzieherin, was dazu führt, dass Fachkräfte fehlen und mehr Gehalt bezahlt werden muss. Daher ist die Idee genau hier anzusetzen und einfach mehr Fachkräfte auf den Arbeitsmarkt zu schmeißen, um die Kosten für Personal zu drücken. Ob die Arbeitskräfte geeignet sind scheint da erst mal egal bzw. zweitrangig.

Hier wird die Zukunft kommender Generationen verspielt, nurum einen Sachverhalt aufrecht zu erhalten der endlich geändert werden sollte, nämlich die Arbeitsbedingungen der Erzieher. Die Politiker, die solche Ansätze verfolgen sollten sich schämen und zurücktreten.

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Jobs als Erzieher/in sind die Hölle!

Die Erzieher/innen in Deutschland streiken, berechtigerweise! Die Jobs als Erzieher sind mittlerweile nicht nur gesundheitsgefährdend, sondern auch noch unterbezahlt. Viele Erzieher sind nach 10 Jahren im Job ausgepowert und leiden unter Hörschäden. Heute gehen bundesweit die gewerkschaftlich organisierten Erzieher/Erzieherinnen in den Streik. Leidtragende sind neben den Kindern vor allem die berufstätigen Eltern mit Kindern in Kitas, die auf eine Betreuung angewiesen sind. Doch die Forderungen der Erzieher kommen langfristig auch den Kindern zugute. Ausgenommen von den Streiks sind die Vielzahl an kirchlichen Kitas, deren Mitarbeiter nicht gewerkschaftlich organisiert sind. Natürlich gibt es kommunale Kindertagesstätten die nicht streiken und Notdienst leisten,
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Die Erzieher/innen in Deutschland streiken, berechtigerweise! Die Jobs als Erzieher sind mittlerweile nicht nur gesundheitsgefährdend, sondern auch noch unterbezahlt. Viele Erzieher sind nach 10 Jahren im Job ausgepowert und leiden unter Hörschäden.

Heute gehen bundesweit die gewerkschaftlich organisierten Erzieher/Erzieherinnen in den Streik. Leidtragende sind neben den Kindern vor allem die berufstätigen Eltern mit Kindern in Kitas, die auf eine Betreuung angewiesen sind. Doch die Forderungen der Erzieher kommen langfristig auch den Kindern zugute.

Ausgenommen von den Streiks sind die Vielzahl an kirchlichen Kitas, deren Mitarbeiter nicht gewerkschaftlich organisiert sind. Natürlich gibt es kommunale Kindertagesstätten die nicht streiken und Notdienst leisten, somit handelt es sich also um einen abgeschwächten Streik, aber das Ziel die Öffentlichkeit mit den Forderungen zu erreichen und den Druck auf die Umsetzung zu erhöhen, werden die Gewerkschaften erreichen. Ver.di und GEW lassen die Muskeln spielen, endlich.

Mein Kind ist bereits dem Kita-Alter entwachsen, aber ich kann mich sehr gut an die Lärmpegel erinnern, die teilweise wie Vulkanausbrüche hervortraten. Kritiker sagen gerne, dass es hier doch pädagogische Wege gibt diesen Situationen zu begegnen, dem möchte ich jedoch entschieden wiedersprechen. Kinder dürfen heute laut sein und das ist nicht nur gut für die Selbstwahrnehmung. Natürlich muss es Ruhezeiten in den Kitas geben, schon allein wegen der Kinder die mittags schlaffen. Ein generelles Lärmverbot für Kinder wünschen sich wohl nur die Verfechter des viktorianischen Erziehungstils zurück.

Aber auch das Gehalt als ErzieherIn spielt bei den Streiks eine Rolle. Wer von dem Gehalt leben will und selbst Kinder hat, der hat nicht viel zu lachen. Erzieher werden sehr schlecht bezahlt. Männliche Erzieher sind notwendig und gleichzeitig rar, der Grund ist der Gleiche wie bei den Grundschullehrern – eine schlechte Bezahlung.

Die Erzieherinnen haben also Recht mit ihren Forderungen, nur die Kommunen wollen die Zeche nicht bezahlen, der Bund hält sich dabei schön raus. Verspricht lieber vollmundig eine Flut von Kita-Plätzen und fördert die Verschrottung von Autos. Eine komplette Neuregelung ist daher dringend notwendig, auch mit verbesserter Ausbildung für Erzieher über ein Studium, allerdings wird hier vor den Wahlen hier gar nichts passieren, und nachher wie gewöhnlich auch. Das kennen wir ja schon aus den Reformbemühungen um das dreigliedrige Schulsystem.

Quelle: Reuters

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