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Opel: General Motors darf nicht für Opel-Missmanagement belohnt werden

Die Entscheidung ist gefallen, Opel bleibt bei General Motors. Diese Entscheidung hat 1 Jahr gedauert und zeigt, dass mit amerikanischen Geschäftspartnern eine Vertrauensbasis schwierig ist. Diese Entscheidung wird Konsequenzen haben, besonders für die Opelaner, aber das wäre mit Magna auch nicht besser gewesen. Das GM jetzt wieder Opel als Kuscheltier mit ins Bett nimmt und nicht hergibt war keine wirkliche Überraschung mehr, so sind sie halt die Amis. America first! Die Folgen für Opel sind vermutlich fast die gleichen wie bei dem Magna-Deal – Massenentlassungen und Werksschließungen drohen. Das wirklich tragische ist hierbei, dass Opel jetzt weiterhin für die jahrzehntelangen
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Die Entscheidung ist gefallen, Opel bleibt bei General Motors. Diese Entscheidung hat 1 Jahr gedauert und zeigt, dass mit amerikanischen Geschäftspartnern eine Vertrauensbasis schwierig ist. Diese Entscheidung wird Konsequenzen haben, besonders für die Opelaner, aber das wäre mit Magna auch nicht besser gewesen.

Das GM jetzt wieder Opel als Kuscheltier mit ins Bett nimmt und nicht hergibt war keine wirkliche Überraschung mehr, so sind sie halt die Amis. America first! Die Folgen für Opel sind vermutlich fast die gleichen wie bei dem Magna-Deal – Massenentlassungen und Werksschließungen drohen.

Das wirklich tragische ist hierbei, dass Opel jetzt weiterhin für die jahrzehntelangen Fehlentscheidungen aus Detroit bezahlen muss. Das Management bei GM hat sich nicht groß verändert, die Philosophie ist gleich geblieben. Opel konnte sich nicht aus der Sklaverei befreien.

Jetzt ist zu befürchten, dass GM sich sogar an den staatlichen Geldern zur Unterstützung bereichern wird und die 4,5 Milliarden für sich in Anspruch nimmt. Im Prinzip haben wir jetzt also die klassische Schäffler-Situation, die bei einem Verkauf von Opel nicht vorgelegen hätte.

Die deutsche Regierung steht vor der Frage, ob sie General Motors dafür belohnen will, dass dieses Unternehmen über Jahrzehnte den Opel-Konzern mit Fehlentscheidungen an den Rand der Insolvenz getrieben hat. Die Chancen dafür stehen aktuell extrem schlecht, zutief sitzt das Misstrauen und die Enttäuschung durch die Amerikaner. GM wird jedoch die Jobkeule schwingen und ganz klar sagen – kein Geld keine Jobs mehr. Gut das der Wahlkampf auf Bundesebene vorbei ist. Bleibt zu hoffen, dass sich Herr Rütgers nicht zum neuen Opel-Retter aufschwingt. Allerdings dürfte seine Enttäuschung über GM auch bis zur NRW-Wahl im Mai anhalten.

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Opel wird verschenkt – aus Adam Opel wird Ivan Opel

Angela Merkel hat es vollbracht, sie hat die Adam Opel AG nach Russland verschenkt. Der Bundeswirtschaftsminister erweist sich in seiner Rolle als Verhandlungsführer jedoch als richtiger Mann an der richtigen Stelle. Ich hätte nie gedacht, dass ich das sagen muss, aber der Mann, den ich noch letzte Woche als Guttenzwerg abgehandelt habe, zeigt erstmalig Sachverstand. Vermutlich hätte Herr Glos hier einfach Opel an irgendjemanden verscherbelt, so wie es jetzt Angela Merkel getan hat. Opel wird russisch und wir als Steuerzahler tragen quasi jede zukünftige Verantwortung. Die Russen in Form von der Sberbank und Gaz, mit ihrem trojanischen Pferd Magna, haben
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Angela Merkel hat es vollbracht, sie hat die Adam Opel AG nach Russland verschenkt. Der Bundeswirtschaftsminister erweist sich in seiner Rolle als Verhandlungsführer jedoch als richtiger Mann an der richtigen Stelle.

Ich hätte nie gedacht, dass ich das sagen muss, aber der Mann, den ich noch letzte Woche als Guttenzwerg abgehandelt habe, zeigt erstmalig Sachverstand. Vermutlich hätte Herr Glos hier einfach Opel an irgendjemanden verscherbelt, so wie es jetzt Angela Merkel getan hat.

Opel wird russisch und wir als Steuerzahler tragen quasi jede zukünftige Verantwortung. Die Russen in Form von der Sberbank und Gaz, mit ihrem trojanischen Pferd Magna, haben die Adam Opel AG auf dem Tablett serviert bekommen. Die Zeche und alle Risiken aus zukünftigen Unternehmensentscheidungen trägt der deutsche Steuerzahler, also wir.

Der einzige, der in diesen Wahlkampfzeiten wirklich die Wahrheit zur Opel-Situation gesagt hat, ist zweifelsfrei der Bundeswirtschaftsminister Guttenberg. Die Insolvenz wäre für uns Deutsche nach wie vor die beste Alternative gewesen, doch Angela Merkel denkt nur an ihre Wählerstimmen der Opelaner.

Jetzt wo die Geld-Schatulle der Steuerzahler erstmal offen ist, werden auch andere Unternehmen wie Arcandor die Hand auf halten. Warum Schaeffler nein und Opel ja? Das verstehe wer will. Jedenfalls muss in der Konsequenz jetzt auch Geld an andere Unternehmen außerhalb des Bankenwesens fließen.

Das deutsche Abenteuer Opel kann für uns Steuerzahler noch richtig teuer werden. Es werden trotz Rettung  massiv Stellen abgebaut werden und ob Opel jetzt irgendwann wieder erfolgreich sein wird ist mehr als fraglich.

Prinzipiell ist nichts gegen eine russische Beteiligung zu sagen, aber die Tatsache, dass es sich um staatliche Unternehmen handelt legt nahe, dass der russische Staat weiterhin massiv in die deutsche Wirtschaft eingreift. Wie das enden kann wissen die osteuropäischen Länder, allen voran die Ukraine ganz genau.

Nun ja, das Abenteuer Opel geht weiter, ob es ein Schrecken ohne Ende wird muss die Zukunft erst noch zeigen. Eine Fortführung des Konzeptes Insignia mit der Übertragung auf andere Modelle könnte sich als richtiger Weg erweisen, aber niemand mag hier eine Prognose zu wagen. Wir dürfen gespannt sein.

Quelle: süddeutsche.de

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Für die Deutschen wäre eine Opel-Insolvenz der beste Weg

Die Amerikaner in Form von GM und US-Regierung scheinen dem Poker-Wahn verfallen zu sein. Es besteht die Gefahr, dass sie sich mit immer neuen und höheren Forderungen verzocken. Erstaunlich aber wahr, Gutenzwerg hat Recht: Die kontrollierte Insolvenz wäre für Deutschland vermutlich der beste Weg. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Es ist schon sehr frech und dreist, was sich die amerikanischen Verhandlungsführer bei ihrem gestrigen Gipfel herausgenommen haben. In letzter Minute bewusst den Rettungsgipfel mit einer neuen Forderung scheitern zu lassen zeugt weder von gutem Benehmen noch von Stil, aber so sind sie halt die Amis.
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Die Amerikaner in Form von GM und US-Regierung scheinen dem Poker-Wahn verfallen zu sein. Es besteht die Gefahr, dass sie sich mit immer neuen und höheren Forderungen verzocken. Erstaunlich aber wahr, Gutenzwerg hat Recht: Die kontrollierte Insolvenz wäre für Deutschland vermutlich der beste Weg. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

Es ist schon sehr frech und dreist, was sich die amerikanischen Verhandlungsführer bei ihrem gestrigen Gipfel herausgenommen haben. In letzter Minute bewusst den Rettungsgipfel mit einer neuen Forderung scheitern zu lassen zeugt weder von gutem Benehmen noch von Stil, aber so sind sie halt die Amis.

Dabei ist den Amerikanern durchaus ebenfalls bewusst, dass in Deutschland der blanke Wahlkampf herrscht. SPD und Roland Koch versuchen sich für die Wähler zu profilieren und schaden damit nicht nur den Verhandlungen, sondern indirekt auch dem deutschen Staat, also uns.

Opel droht im laufenden Jahr ein enormer Verlust von 3 Milliarden Euro, wenn das Treuhand-Model durchgeführt wird, dann steht der Staat mit seinen Kreditzusagen in der Verantwortung, also wir. Daher ist GM auch überhaupt bereit Opel nach 80 Jahren abzutreten. Jetzt pockern die Amerikaner um jede Million, gestern waren es dann gleich 300 Millionen mehr.

Die kontrollierte Insolvenz wäre für das Traditionsunternehmen Opel der vermutlich schlechteste Weg, für uns als Zechezahler aber der Beste. Kontrollierte Insolvenz heißt nämlich nicht, alles geht vor die Hunde, wie viele Laien vermuten. Die kontrollierte Insolvenz bietet die Chance zu einem Neuanfang. Opel könnte wieder wettbewerbsfähig gemacht werden.

Die Kosten jedenfalls wären bei einem Gang der Opel-Mitarbeiter in die vorübergehende Arbeitslosigkeit geringer, als die Kreditzusagen und Bürgschaften des deutschen Staates. Natürlich gibt es hier eine mentale Hindernisgrenze, die auf der Tradition des Unternehmens beruht. Wäre SAP kurz vor der Pleite, dann hätten alle den Insolvenzplan schon längst durchgewunken. Verrückte Welt – der Wahlkampf machts möglich!

Quelle: ftd.de

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Jobs bei Opel um jeden Preis sichern!?

Der deutsche Wirtschaftsminister Guttenberg fliegt heute in die USA, um dort mit General Motors und der US-Regierung, die ja mittlerweile fast GM besitzt, über die deutsche Tochter Opel zu verhandeln. Allein die Tatsache, dass der Wirtschaftsminister in die USA fliegt und die großen Manager nicht nach Deutschland kommen, zeigt wer hier das Sagen hat. General Motors hat jahrelang das Traditionsunternehmen Opel ausgebeutet und an den Rande des Ruins betrieben. Jetzt wollen sie sich die Manager ihren Misserfolg auch noch versilbern lassen und der deutsche Steuerzahler muss die Zeche übernehmen die Herr Guttenberg im Auftrag von Frau Merkel aushandelt. Die Frage
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Der deutsche Wirtschaftsminister Guttenberg fliegt heute in die USA, um dort mit General Motors und der US-Regierung, die ja mittlerweile fast GM besitzt, über die deutsche Tochter Opel zu verhandeln. Allein die Tatsache, dass der Wirtschaftsminister in die USA fliegt und die großen Manager nicht nach Deutschland kommen, zeigt wer hier das Sagen hat.

General Motors hat jahrelang das Traditionsunternehmen Opel ausgebeutet und an den Rande des Ruins betrieben. Jetzt wollen sie sich die Manager ihren Misserfolg auch noch versilbern lassen und der deutsche Steuerzahler muss die Zeche übernehmen die Herr Guttenberg im Auftrag von Frau Merkel aushandelt.

Die Frage ist wirklich, ob es nicht sinnvoll wäre das Unternehmen Opel in eine kontrollierte Insolvenz zu begleiten, so wie es schon tausende große Unternehmen vollzogen haben. Einmal den Reset-Button drücken und neu starten, ohne die amerikanische Inkompetenz.

Die Jobs werden bei Opel so oder so gestrichen, es handelt sich also um einen Tod auf Raten. Natürlich ist es leicht von meinem Standpunkt aus die Insolvenz zu fordern, ich fahre zudem auch keinen Opel (obwohl ich mal einen Kadett Kombi hatte mit dem ich sehr zufrieden war).

Traditionen finden viele Menschen zudem gut und ein Auto ist bei Männern (aber auch einigen Frauen) ein sehr emotionales Produkt. Wenn es zum Beispiel darum ging das Dr. Oetker insolvent wäre und wir dadurch die „tollen“ Pizzen und Kuchen nicht mehr essen könnten, dann wäre es den Leuten vermutlich vollkommen egal, die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt wären aber vermutlich dieselben.

Fänden in 2009 keine Wahlen statt, so wäre Opel schon seit Anfang des Jahres in der Insolvenz. Frau Merkel macht den Schröder (Rettung der P. Holzmann AG) und versucht sich die Stimmen der Opelaner zu sichern. Mit Wirtschaftlichkeit hat das nichts zu tun!

All das ist typisches Politik-Gebaren und regt mich nicht besonders auf, was mich allerdings wütend werden lässt, ist die Tatsache, dass jahrzehntelanges Missmanagement der GM-Führung jetzt mit meinen Steuergeldern belohnt werden soll. Vermutlich hat sich Herr Zumwinkel an der GM-Führung orientiert und sich gesagt: „Warum sollen immer nur die Amis die Deutschen schröpfen, das kann ich doch auch!?“ Aber das ist noch ein andres Thema …

Jedenfalls möchte ich unserem neuen Wirtschaftsminister noch zurufen: „Bitte nicht um jeden Preis retten!“ Meine Kinder brauchen eine Zukunft und Deutschland auch.

Quelle: Spiegel-Online

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GM-Chefs fliegen betteln!

Ich will nicht mit meinem Latinum trumpfen. Mir fiel nur in dem allgemeinen Durcheinander der Wirtschaftskrise, den täglichen Hiobsbotschaften und qualitätslosen Orakelsprüchen (es ist ja plötzlich jeder vom potentiellen Bundestrainer zum Witschaftsweisen mutiert) ein Satz wieder ein: Aegroti salus suprema lex. – Das Wohl des Patienten ist höchstes Gesetz. In Bochum stehen die Bänder bei Opel still, weil die große Mutter GM über Jahre hinweg am Markt vorbei produziert hat, den Rest besorgte die Wirtschaftskrise. Böse Zungen munkeln, nur durch den Transfer europäischen Know Hows sei sie überhaupt noch lebensfähig gewesen. Auf der Seite gmfactsandfiction.com beschreiben die Nochmanager aus Detroit,
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Ich will nicht mit meinem Latinum trumpfen. Mir fiel nur in dem allgemeinen Durcheinander der Wirtschaftskrise, den täglichen Hiobsbotschaften und qualitätslosen Orakelsprüchen (es ist ja plötzlich jeder vom potentiellen Bundestrainer zum Witschaftsweisen mutiert) ein Satz wieder ein: Aegroti salus suprema lex. – Das Wohl des Patienten ist höchstes Gesetz. In Bochum stehen die Bänder bei Opel still, weil die große Mutter GM über Jahre hinweg am Markt vorbei produziert hat, den Rest besorgte die Wirtschaftskrise. Böse Zungen munkeln, nur durch den Transfer europäischen Know Hows sei sie überhaupt noch lebensfähig gewesen.

Auf der Seite gmfactsandfiction.com beschreiben die Nochmanager aus Detroit, was passiert, wenn die Autoindustrie keine Hilfe bekommt. Apokalypse, Weltuntergang. Schlicht: das Ende. Opel hofft auf eine milliardenschwere Staatsbürgschaft, GM geht in den USA auf Betteltour. Und wie! Zu einer Anhörung in Washington reisten die gematerten Vorstände Rick Wagoner (GM), Alan Mullaly (Ford) und Robert Nardelli (Chrysler) über den Köpfen ihrer aufgabenlosen Arbeiter hinweg- mit dem jeweiligen Privatjet, versteht sich. Gerade jetzt in der Krise folgt wohl ein Termin dem Nächsten, bleibt keine Zeit für Linienflüge. Ich bezweifle das. Selbst Otto Normal schafft es, geschäftliche Verabredungen einzuhalten- auch ohne LearJet.

Nein, ich halte das für Ignoranz, Ständeverhalten und ein Armutszeugnis in Richtung Problem-Bewußtsein. Die Nummer kann man nicht verkaufen: oben hui und unten pfui. Das ganze Gebaren bleibt in Worthülsen stecken, wenn die Taten so eindeutig sprechen: Ich habe meine Aktienoptionen, wer hätte die Entwicklung absehen können. Mir fällt noch ein Satz aus dem Lateinunterricht ein: Amicus certus in re incerta cernitur. – In der Not erkennst du den wahren Freund..

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