Event-Manager/in – Ausbildung, Beruf, Gehalt und Perspektive im Event-Management

Deine Freunde haben dich schon immer als Organisationstalent bezeichnet? Und wenn eine Party auszurichten war, hast du die Planung dafür übernommen? Sogar bei größeren Feiern oder Events hast du einen kühlen Kopf und Spaß an der Organisation behalten? Dann könnte der Beruf des Event-Managers genau das Richtige für dich sein.

Events gibt es in Deutschland sehr viele, und bei internationalen Stars bist du sogar im Ausland unterwegs. Die Berufe Event-Manager/in und Veranstaltungskaufmann/-frau werden in der Praxis oftmals gleichgesetzt. Beim Event-Manager handelt es sich jedoch um einen akademischen Abschluss im Fachbereich Event-Management.

Welche Voraussetzungen es für eine Ausbildung zum Eventmanager braucht, wie die Ausbildung abläuft und welche Verdienstmöglichkeiten bestehen, erfährst du nachfolgend.

Gehalt als Event-Manager/in

Neben Alter und Berufserfahrung oder der Größe des Unternehmens spielt es häufig eine Rolle, auf welchem Weg die Qualifikation zum Eventmanager erworben wurde. Wer eine Ausbildung zum Eventmanager bzw. zum Veranstaltungskaufmann / zur Veranstaltungskauffrau absolviert hat, kann mit einem Einstiegsgehalt von ca. 2.500 bis 3.000 Euro brutto monatlich rechnen.

Nach Abschluss eines Bachelor-Studiums liegt das Durchschnittsgehalt bei rund 2.700 bis 3.200 Euro brutto im Monat. Mit mehrjähriger Berufserfahrung sind Gehälter von 3.500 bis über 4.000 Euro brutto monatlich möglich. Wer als selbstständiger Eventmanager arbeitet, für den spielen die Auftragslage und die Größe des zu planenden Events eine entscheidende Rolle. Aussagen über das durchschnittliche Gehalt sind aus diesem Grund für Selbstständige schwer zu treffen.

Studium und Ausbildung als Eventmanager/Eventmanagerin

Die Ausbildung zum Eventmanager ist nicht staatlich geregelt, auch die Bezeichnung ist nicht geschützt. Es gibt den klassischen dualen Ausbildungsweg, wobei die praktischen Kenntnisse in einer Agentur oder einem Eventbüro erworben werden. Der theoretische Teil wird in der Berufsfachschule vermittelt, die in der Regel ein- bis zweimal wöchentlich besucht wird. Als Alternative steht dir die duale Berufsausbildung als Veranstaltungskauffrau / Veranstaltungskaufmann zur Verfügung.

Neben der Ausbildung ist es möglich, sich in einer Weiterbildung bzw. einem Fernlehrgang zum Eventmanager ausbilden zu lassen. Den höchsten Bildungsabschluss erreichst du mit einem Studium im Bereich Event-Management, bei dem du dich häufig auf eine Fachrichtung spezialisierst – etwa Sportveranstaltungen, Tourismus oder Kommunikation.

Die Dauer der Ausbildung beträgt in der Regel drei Jahre. In einigen Fällen kann auch eine Verkürzung auf zweieinhalb Jahre beantragt werden. Im zweiten Ausbildungsjahr ist es notwendig, eine Zwischenprüfung zu bestehen.

Bei vielen Fernlehrgängen und der dualen Ausbildung wird die Abschlussprüfung vor der Industrie- und Handelskammer (IHK) abgelegt. Die Prüfung selbst besteht aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil.

Während der Ausbildung zum Eventmanager in einer Agentur ist der Auszubildende bereits in alle Abläufe involviert. Unter anderem wird er direkt in die Akquise eingebunden, hilft Messen und Veranstaltungen zu organisieren, hat aber auch viele kaufmännische Aufgaben zu erledigen. In der Berufsfachschule werden deshalb Kenntnisse in der Buchhaltung, Wirtschafts- und Sozialkunde, in Dienstleistungsprozessen und im Veranstaltungsmarketing vermittelt.

In Fernlehrgängen und dem Studium zum Eventmanager sind die Kurse ähnlich aufgebaut. In jedem Fall stehen betriebswirtschaftliche Grundlagen, Marketing, Fremdsprachen- und interkulturelle Kommunikation, Vertragsrecht und Veranstaltungstechnik auf dem Lehrplan.

In diesem Beruf bist du nicht nur am Schreibtisch aktiv. Du bist der Manager, bei dem alle Fäden zusammenlaufen – besonders wenn du mit Künstlern direkt auf Reisen gehst, um vor Ort die notwendige Organisation zu übernehmen.

Voraussetzungen und Eigenschaften für das Eventmanagement

Der Beruf des Eventmanagers ist sehr anspruchsvoll. Es ist ein Beruf, der häufig mit Zeitdruck einhergeht, in dem unvorhergesehene Ereignisse schnell ein ganzes Konzept umwerfen können und gerade dann dafür gesorgt werden muss, dass ein reibungsloser Ablauf der Veranstaltung trotzdem möglich ist.

Die Arbeitszeiten können – wenn eine Veranstaltung länger dauert – den 8-Stunden-Arbeitstag übersteigen. Deshalb sind Stressresistenz und eine große Arbeitsbereitschaft unerlässlich. Zudem sollten ein gutes Zeitmanagement sowie Organisations- und Planungstalent als Eigenschaften in den Beruf mitgebracht werden. Ferner sind Fremdsprachenkenntnisse und eine allgemein hohe Affinität zur Sprache bzw. Kommunikation wichtig.

Ebenso gefragt sind Verhandlungsgeschick und Durchsetzungsvermögen, um sich mit Kooperationspartnern und Kunden entsprechend verständigen zu können. Da häufig strikte Budgetvorgaben vorliegen, ist es wichtig, sich auch im kaufmännischen und mathematischen Bereich auszukennen bzw. ein Verständnis hierfür mitzubringen.

Die schulischen Voraussetzungen, um eine Ausbildung beginnen zu können, sind mindestens die mittlere Reife. Einige Betriebe stellen dennoch Bewerber mit Hauptschulabschluss ein. Wer ein Studium anstrebt, muss die allgemeine Hochschulreife besitzen. In einigen Fällen – z. B. bei einem Fernlehrgang – reichen die mittlere Reife, eine abgeschlossene Ausbildung und/oder das Fachabitur aus, um aufgenommen zu werden.

Bewerbung als Eventmanager/in

Je nachdem, für welchen Bildungsweg man sich entscheidet, unterscheidet sich auch der Bewerbungsablauf. Wer eine Ausbildung in einer Agentur bzw. einem Betrieb anstrebt, muss sich dort bewerben. In der Regel wird hier eine Bewerbungsmappe eingereicht, die ein Bewerbungsanschreiben, einen Lebenslauf und alle relevanten Zeugnisse und Qualifikationen enthält.

Ob die Bewerbungsmappe postalisch oder alternativ per E-Mail eingereicht werden kann, sollte telefonisch in Erfahrung gebracht werden, sofern sich aus einer möglichen Stellenanzeige nichts ergibt. In der Regel erfolgt die Bewerbung heute als Online-Bewerbung.

Wer sich für einen Fernlehrgang entscheidet, muss einen Nachweis erbringen, dass er die Voraussetzungen erfüllt. Häufig ist ein beglaubigtes Zeugnis notwendig. Gleiches gilt beim Studium: Hier müssen ebenfalls Nachweise über das Abitur erbracht bzw. die Zugangsvoraussetzungen für den Studiengang erfüllt werden.

Zukunft und Trends im Event-Management

Der Beruf des Eventmanagers ist sehr gefragt. Viele Menschen träumen davon, große Events – vielleicht sogar für berühmte Personen – auszurichten und diese persönlich kennenzulernen. Auch wenn dies nicht im Vordergrund stehen sollte, ist der Beruf des Eventmanagers ein erstrebenswerter Beruf.

Aufgrund der unterschiedlichen Veranstaltungen und Anfragen ist er sehr abwechslungsreich. Man kann sich immer wieder neu beweisen, und der Beruf bietet eine gute Mischung aus Kontakt mit Menschen und der Arbeit am Schreibtisch.

Zudem ist es möglich, sich nach der Ausbildung beruflich weiterzuentwickeln – z. B. durch eine Fortbildung zum Veranstaltungsfachwirt. Mit diesem Hintergrund kann man später schnell zum Projektmanager aufsteigen und gesamte Messen, Tagungen, Sport- oder Kulturevents planen und steuern.

Die Veranstaltungsbranche boomt. Besonders seitdem Musikkünstler weniger durch den Verkauf von Tonträgern verdienen, versuchen sie über mehr Auftritte und höhere Ticketpreise diesen Verlust auszugleichen. Das Geschäft mit Live-Auftritten hat daher deutlich zugenommen. Allerdings haben sich durch rechtliche Auflagen im Rahmen von Sicherheitskonzepten die Kosten deutlich erhöht.

Zu den wichtigsten Trends im Eventmanagement gehören hybride Veranstaltungsformate, bei denen Präsenz- und Online-Teilnahme kombiniert werden. Darüber hinaus gewinnen Nachhaltigkeit und umweltbewusste Eventplanung zunehmend an Bedeutung. Auch der Einsatz von KI-gestützten Tools – etwa für personalisierte Teilnehmererlebnisse, automatisierte Planung und Echtzeit-Analysen – verändert die Branche nachhaltig.

Insgesamt ist die Entwicklung im Eventmanagement und dem dazugehörigen Arbeitsmarkt positiv zu bewerten.

Häufig gestellte Fragen zum Beruf Eventmanager/in

Was verdient ein Eventmanager?

Das Einstiegsgehalt als Eventmanager liegt bei etwa 2.500 bis 3.000 Euro brutto im Monat. Mit einem Bachelor-Abschluss sind rund 2.700 bis 3.200 Euro möglich. Berufserfahrene Eventmanager können ein Durchschnittsgehalt von 3.300 bis über 4.000 Euro brutto monatlich erreichen – abhängig von Region, Branche und Unternehmensgröße.

Welche Ausbildung braucht man als Eventmanager?

Es gibt mehrere Wege in den Beruf: eine duale Ausbildung zum Veranstaltungskaufmann/-frau (3 Jahre), einen Fernlehrgang mit IHK-Abschluss oder ein Studium im Bereich Event-Management. Für die Ausbildung wird mindestens die mittlere Reife benötigt, für ein Studium die allgemeine Hochschulreife oder das Fachabitur.

Welche Eigenschaften sollte ein Eventmanager mitbringen?

Wichtige Eigenschaften sind Organisationstalent, Stressresistenz, gutes Zeitmanagement und Kommunikationsstärke. Darüber hinaus sind Verhandlungsgeschick, Fremdsprachenkenntnisse und kaufmännisches Verständnis entscheidend, da Eventmanager häufig unter Zeitdruck arbeiten und strikte Budgetvorgaben einhalten müssen.

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