Event-Manager/in – Ausbildung, Beruf, Gehalt und Perspektive im Event-Management

Deine Freunde haben dich schon immer als Organisationstalent bezeichnet? Und wenn eine Party auszurichten war, hast du die Planung dafür übernommen? Sogar bei größeren Feiern oder Events hast du einen kühlen Kopf und Spaß an der Organisation behalten? Wie wäre es dann vielleicht mit dem Beruf des Event-Managers?

Events gibt es in diesem Land sehr viele und bei internationalen Stars bist du sogar im Ausland unterwegs. Die Berufe Event-Manager/in und Veranstaltungskaufmann/-frau werden in der Praxis oftmals gleichgesetzt, beim Event-Manager handelt es sich jedoch um einen akademischen Abschluss im Fachbereich Event-Management.

Welchen Voraussetzungen es bei einer Ausbildung zum Eventmanager bedarf, wie die Ausbildung abläuft und welche Verdienstmöglichkeiten bestehen, findest du nachfolgend.

Video zum Beruf Event-Manager/in

Gehalt als Event-Manager/in

Neben Alter und Berufserfahrung oder der Größe des Unternehmens spielt es häufig eine Rolle, auf welchem Weg die Qualifikation zum Eventmanager erworben wurde. Wer beispielsweise eine Ausbildung zum Eventmanager bzw. zum Veranstaltungskaufmann / zur Veranstaltungskauffrau absolviert hat, verdient im Durchschnitt rd. 2.550 Euro (brutto).

Nach Abschluss eines Bachelor-Studiums liegt das Durchschnittsgehalt bei rd. 2.800 Euro (brutto). Wer als selbstständiger Eventmanager arbeitet, für den spielt die Auftragslage und auch, wie groß das zu planende Event ist, eine Rolle. Aussagen über das durchschnittliche Gehalt sind aus diesem Grund für Selbstständige schwer zu treffen.

Studium und Ausbildung als Eventmanager/Eventmanagerin

Die Ausbildung zum Eventmanager ist nicht staatlich geregelt, auch die Bezeichnung ist nicht geschützt. Es gibt den klassischen dualen Ausbildungsweg, wobei die praktischen Kenntnisse in einer Agentur oder einem Eventbüro erworben werden. Der theoretische Teil wird in der Berufsfachschule vermittelt, welche in der Regel ein bis zwei Mal wöchentlich besucht wird. Als Alternative steht dir die duale Berufsausbildung als Veranstaltungskauffrau / Veranstaltungskaufmann zur Verfügung.

Neben der Ausbildung ist es möglich, sich in einer Weiterbildung bzw. einem Fernlehrgang zum Eventmanager ausbilden zu lassen. Den höchsten Bildungsabschluss erreicht man mit einem Studium zum Eventmanager. bei welchem sich häufig auf eine Fachrichtung spezialisiert wird, wie z.B. Sportveranstaltungen, Tourismus oder Kommunikation.

Die Dauer der Ausbildung beträgt in der Regel 3 Jahre, in einigen Fällen kann auch eine Verkürzung auf 2,5 Jahre beantragt werden. Im zweiten Ausbildungsjahr ist es notwendig, eine Zwischenprüfung zu bestehen.

Bei vielen Fernlehrgängen und der dualen Ausbildung wird die Abschlussprüfung vor der Industrie- und Handelskammer (IHK) abgelegt. Die Prüfung selbst besteht aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil.

Während der Ausbildung zum Eventmanager in einer Agentur ist der Auszubildende bereits in alle Abläufe involviert. Unter anderem wird er direkt in die Akquise eingebunden, hilft Messen und Veranstaltungen zu organisieren, hat aber auch viele kaufmännische Aufgaben zu erledigen. In der Berufsfachschule werden deshalb Kenntnisse in der Buchhaltung, Wirtschaft- und Sozialkunde, in Dienstleistungsprozessen und im Veranstaltungsmarketing vermittelt.

In Fernlehrgängen und dem Studium zum Eventmanager sind die Kurse ähnlich aufgebaut, in jedem Fall stehen betriebswirtschaftliche Grundlagen, Marketing, Fremdsprachen- und interkulturelle Kommunikation, Vertragsrecht und Veranstaltungstechnik auf dem Lehrplan.

In diesem Beruf bist du nicht nur am Schreibtisch aktiv. Du bist der Manager bei dem alle Fäden zusammenlaufen, besonders wenn du mit Künstlern direkt auf Reisen gehst, um vor Ort die notwendige Organisation zu übernehmen.

Voraussetzungen und Eigenschaften für das Eventmanagement

Der Beruf des Eventmanagers ist sehr anspruchsvoll. Es ist ein Beruf, welcher häufig mit Zeitdruck einhergeht, in welchem unvorhergesehene Ereignisse schnell ein ganzes Konzept umwerfen können und gerade dann dafür gesorgt werden muss, dass ein reibungsloser Ablauf der Veranstaltung trotzdem möglich ist.

Die Arbeitszeiten können – wenn eine Veranstaltung länger dauert – den 8-Stunden-Arbeitstag übersteigen. Deshalb ist Stressresistenz und eine große Arbeitsbereitschaft unerlässlich. Zudem sollten ein gutes Zeitmanagement sowie Organisations- und Planungstalent als Eigenschaften in den Beruf mitgebracht werden. Ferner sind Fremdsprachenkenntnisse und eine allgemein hohe Affinität zur Sprache bzw. Kommunikation wichtig.

Ebenso gefragt sind Verhandlungsgeschick und Durchsetzungsvermögen, um sich mit Kooperationspartnern und Kunden entsprechend verständigen zu können. Da häufig strikte Budgetvorgaben vorliegen, ist es wichtig, sich auch im kaufmännischen und mathematischen Bereich auszukennen bzw. ein Verständnis hierfür mitzubringen.

Die schulischen Voraussetzungen, um eine Ausbildung beginnen zu können, sind mindestens die mittlere Reife. Einige Betriebe stellen dennoch Bewerber mit Hauptschulabschluss ein. Wer ein Studium anstrebt, muss die allgemeine Hochschulreife besitzen, in einigen Fällen, z.B. bei einem Fernlehrgang reicht die mittlere Reife, eine Ausbildung und/oder das Fachabitur aus, um aufgenommen zu werden.

Bewerbung als EventmanagerIn

Je nachdem, für welchen Bildungsweg man sich entscheidet, unterscheidet sich auch der Bewerbungsablauf. Wer eine Ausbildung in einer Agentur bzw. einem Betrieb anstrebt, muss sich dort bewerben. In der Regel wird hier eine Bewerbungsmappe eingereicht, welche ein Bewerbungsanschreiben, einen Lebenslauf und alle relevanten Zeugnisse und Qualifikationen enthält.

Ob die Bewerbungsmappe postalisch oder alternativ per Email eingereicht werden kann, sollte telefonisch in Erfahrung gebracht werden, sollte sich aus einer möglichen Stellenanzeige nichts ergeben. In der Regel erfolgt die Bewerbung aber heute als Online-Bewerbung.

Wer sich für einen Fernlehrgang entscheidet, muss einen Nachweis erbringen, dass er die Voraussetzungen erfüllt, häufig ist ein beglaubigtes Zeugnis notwendig. Gleiches gilt beim Studium. Hier müssen ebenfalls Nachweise über das Abitur erbracht bzw. die Zugangsvoraussetzungen für den Studiengang erfüllt werden.

Zukunft und Trends im Event-Management

Der Beruf des Eventmanagers ist sehr gefragt. Viele Menschen träumen davon, große Events, vielleicht sogar für berühmte Personen, auszurichten und diese persönlich kennenzulernen. Auch wenn dies nicht im Vordergrund stehen sollte, so ist der Beruf des Eventmanagers ein erstrebenswerter Beruf.

Aufgrund der unterschiedlichen Veranstaltungen und Anfragen ist er sehr abwechslungsreich, man kann sich immer wieder neu beweisen und der Beruf bietet eine gute Mischung aus Kontakt mit Menschen und der Arbeit am Schreibtisch.

Zudem ist es möglich, sich nach der Ausbildung beruflich weiterzuentwickeln, z.B. durch eine Fortbildung zum Veranstaltungsfachwirt. Mit diesem Hintergrund kann man später schnell zum Projektmanager aufsteigen und gesamte Messen, Tagungen, Sport- oder Kulturevents planen und steuern.

Die Veranstaltungsbranche boomt, besonders seitdem Musikkünstler weniger durch den Verkauf von Tonträgern verdienen. Musiker versuchen daher über mehr Auftritte und höhere Ticketpreise diesen Verlust auszugleichen. Das Geschäft mit Live-Auftritten ist daher deutlich mehr geworden. Allerdings haben sich durch rechtliche Auflagen in Rahmen von Sicherheitskonzepten die Kosten deutlich erhöht.

Insgesamt ist die Entwicklung im Eventmanagement und dem dazugehörigen Arbeitsmarkt jedoch positiv zu bewerten.

Teilen

Alle Ausbildungsberufe von A - Z