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Wie die Piraten-Partei gerade den Weg der Grünen geht …

Nein, ich bin kein Pirat. Also weder Mitglied der Partei noch als Berufsbezeichnung, aber die Idee hinter dieser Partei hat meine Sympathien. Doch eine Partei ist immer nur so gut, wie ihre Mitarbeiter sie ideologisch aufrecht erhalten. Ich erkenne jedoch bei den Piraten einen Prozess, welcher mich stark an die Squeeze Out-Strategie bei den Grünen durch die Sponti-Truppe erinnert. Dort wurden damals die sogenannten „Fundis“ aus den Machtzirkeln der Partei gedrängt, oder besser gesagt „gemobbt“. Wie ich darauf komme? Nun, beeindruckendes Beispiel ist die Mobbing-Kampagne welche sich über den politischen Geschäftsführer der Piratenpartei Johannes Ponader ergießt. Der Mann hat Hartz
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Nein, ich bin kein Pirat. Also weder Mitglied der Partei noch als Berufsbezeichnung, aber die Idee hinter dieser Partei hat meine Sympathien. Doch eine Partei ist immer nur so gut, wie ihre Mitarbeiter sie ideologisch aufrecht erhalten. Ich erkenne jedoch bei den Piraten einen Prozess, welcher mich stark an die Squeeze Out-Strategie bei den Grünen durch die Sponti-Truppe erinnert. Dort wurden damals die sogenannten „Fundis“ aus den Machtzirkeln der Partei gedrängt, oder besser gesagt „gemobbt“.

Wie ich darauf komme? Nun, beeindruckendes Beispiel ist die Mobbing-Kampagne welche sich über den politischen Geschäftsführer der Piratenpartei Johannes Ponader ergießt. Der Mann hat Hartz 4 bekommen und ist ehrenamtlicher Geschäftsführer der Piraten-Partei. Er wird von allen Seiten (natürlich vor allem BILD) und auch von den eigenen Parteimitgliedern (Bernd Schlömer) angefeindet. Tenor: Ein Hartz4-Bezieher darf kein politisches Amt bekleiden. Ponader ist nach eigenen Angaben Theaterpädagoge.

Nun frage ich mich, wo ist das eigentliche Problem? Liegt es eher daran, dass Menschen im ALG 2 nicht am öffentlichen Leben teilnehmen dürfen und überall diskriminiert werden? Oder ist es ein interner Machtkampf in der Partei (wie beschrieben mit Ähnlichkeit zu den Grünen)? Oder aber eine Kampagne von Machtzirkeln gegen die Partei selbst?

Ich glaube sowohl als auch. Bezieher von Arbeitslosengeld 2 werden in unserer Gesellschaft nicht anerkannt. Schafft es jemand in die Öffentlichkeit, dann nur, weil in die BILD an den öffentlichen Pranger stellt, oder er in einem Trash-TV-Format verheizt wird. Johannes Ponader passt da nicht in das gesellschaftliche Bild und eckt damit bei den konservativen Kräften innerhalb der Partei und Gesellschaft extrem an. Die Frage ist nur warum ist das so?

Die Antwort ist ganz einfach, die einfachen Mitglieder einer Gesellschaft denken gerne in Stereotypen, sie sind so erzogen und können die Gesellschaft und das soziale Umfeld in welchem sie leben auch nur so verstehen. Sie glauben noch immer an das Leistungsprinzip der Gesellschaft, glauben an die Leistungsgerechtigkeit nach dem Motto: Wer gute Leistung bringt wird auch gut bezahlt.

Die Realität, wie unsere Gesellschaft wirklich ist, blenden sie aus bzw. haben eine selektive Wahrnehmung. Einen Peer Steinbrück, welcher Bundestagssitzungen nicht besucht, sondern lieber Vorträge hält für die private Kasse hält, machen sie höchstens zum Vorwurf, dass er bei den falschen Leuten die Vorträge hält. Sie hinterfragen aber nicht, warum Steinbrück überhaupt die Zeit hat soviel nebenbei zu arbeiten.

Oder bei einem Herrn Middelhoff nehmen sie wohl war, dass dieser sich persönlich bereichert und letztlich der Steuerzahler und damit sie selbst für Karstadt die Rechnung zahlen. Aber sie sehen ihn noch immer als Leistungsträger der Gesellschaft.

Ein Hartz4-Bezieher jedoch, das geht bei ihnen gar nicht. Da sind sie blockiert und wollen gar nicht hinschauen. In der Tat ein Phänomen, welches gesellschaftlich so etabliert wurde und auch gut gepflegt wird. Ein Mann wie Johannes Ponader darf in ihren Augen nicht am gesellschaftlich anerkannten Leben teilnehmen. Denn, Leistung zu erbringen und dabei trotzdem Hartz4 zu beziehen ist nur anerkannt, wenn es sich um einen Minijob handelt, der gesellschaftlich absolut bedeutungslos ist. Unglaublich, aber wahr.

Johannes Ponader hat meine Sympathien. Ich drücke ihm die Daumen und hoffe, dass er sich nicht wegmobben lässt. Weder von seinen Parteikollegen, noch von der Presse oder öffentlichen Anfeindungen. Dieses Land braucht mehr Ponaders und weniger Middelhoffs!

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Hatz auf die Piraten-Partei hat begonnen

Es ist schon erstaunlich, fast könnte man meinen Günter Grass hat Recht mit seiner Gleichschaltung der Medien quer durch alle Verlagshäuser. Es ist schon sehr augenscheinlich, dass die Piraten in fast allen Medien plakativ abgewatscht werden, jedoch meistens mit Beleidigungen, Beschimpfungen oder mit oberflächlichen pseudo-investigativem Journalismus. Ich bin kein Pirat und werde wohl auch keiner werden, jedoch fällt es sogar mir als Außenstehendem auf , dass hier etwas nicht stimmt. Ist es die allgemeine Angst vor einer zu schnell erstarkenden Piraten-Partei? Oder sind es bezahlte Diffamierungskampagnen der etablierten Parteien gegen die Piraten? Die Wahrheit liegt wohl dazwischen. Ohne Frage, die
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Es ist schon erstaunlich, fast könnte man meinen Günter Grass hat Recht mit seiner Gleichschaltung der Medien quer durch alle Verlagshäuser. Es ist schon sehr augenscheinlich, dass die Piraten in fast allen Medien plakativ abgewatscht werden, jedoch meistens mit Beleidigungen, Beschimpfungen oder mit oberflächlichen pseudo-investigativem Journalismus.

Ich bin kein Pirat und werde wohl auch keiner werden, jedoch fällt es sogar mir als Außenstehendem auf , dass hier etwas nicht stimmt. Ist es die allgemeine Angst vor einer zu schnell erstarkenden Piraten-Partei? Oder sind es bezahlte Diffamierungskampagnen der etablierten Parteien gegen die Piraten? Die Wahrheit liegt wohl dazwischen.

Ohne Frage, die Piraten sind der Ausdruck einer Gesellschaft die genug hat von einer lobbyverseuchten Regierung und einem Parteiensystem, in welchem die Parteien sich eigentlich nur um sich selbst kümmern und nicht um Volk und Land.

Was die meisten Menschen noch nicht verstanden haben ist das wofür die Piraten eigentlich stehen. Die Piraten stehen für die Revolution die sich seit Jahren in unserem Alltag vollzieht. Die Digitalisierung und das Internet hat alle Bereiche der Gesellschaft radikal verändert nur ein Bereich hat sich bisher erfolgreich dagegen gewehrt. Der Grund dafür ist vor allem auch in der Tatsache zu suchen, dass sich in der Politik die personelle Veränderung nur sehr sehr langsam vollzieht. In der Wirtschaft wurden in den letzten Jahren fast alle alten Arbeitnehmer gegen „digital natives“ ausgetauscht, also quasi Menschen die von Computern keine Ahnung haben gegen Menschen, die damit aufgewachsen sind.

Dieser Prozess hat die Politik erreicht und er rollt wie eine Lawine über das Land und lässt die etablierten Parteien heulen. So etwas wie der Fall Wulff wäre vor 20 Jahren noch nicht ans Licht gekommen oder so unter den Teppich gekehrt worden wie die CDU-Schwarzgeldaffäre. Die Tatsache, dass sich das Volk mehr an der Politik beteiligt und auch mehr direkte Demokratie fordert erschreckt die Parteien, denn das haben sie immer verhindern wollen.

Die Piraten sind eine dezentrale Partei, was es Lobbyisten extrem schwer macht sie zu unterwandern, wie sie es bei den etablierten Parteien in Perfektion vollzogen haben. Die Piraten werden dieses Land nachhaltig positiv verändern, wenn sie nicht von ihren Grundsätzen abweichen. Niemand brauch mehr eine Partei wie die FDP, wo sich gerade die meisten alten Hasen noch auf irgendwelche Posten in irgendwelchen Ministerien gerettet haben. Es ist unglaublich welchen Schaden die FDP und die CDU in diesem Land anrichten, allerdings können auch sie zusammen nicht die Fehler von Gerhard Schröder aufwiegen.

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Warum es für Piraten und Grüne nicht gut ist, dass der FDP die Mitglieder weglaufen

Die FDP steht vor dem Abgrund ihrer Existenz. Das ist für dieses Land gut, denn die FDP wurde von Neo-Liberalisten übernommen, die diesem Land einen ungeheuren Schaden zugefügt haben. Jedoch: Die FDP verlor im letzten Jahr jedoch 8% ihrer Mitglieder, was aus meiner Sicht kein gutes Zeichen ist, denn wenn Ratten ein sinkendes Schiff verlassen, dann klettern sie meistens woanders wieder an Bord. Die Mitglieder der FDP, die sich jetzt von ihrer Partei abwenden sind in erster Linie diejenigen, die sich die schnelle politische Karriere erhofft haben und nun sehen, dass sie sich mit der FDP über Jahre hinweg aus
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Die FDP steht vor dem Abgrund ihrer Existenz. Das ist für dieses Land gut, denn die FDP wurde von Neo-Liberalisten übernommen, die diesem Land einen ungeheuren Schaden zugefügt haben. Jedoch: Die FDP verlor im letzten Jahr jedoch 8% ihrer Mitglieder, was aus meiner Sicht kein gutes Zeichen ist, denn wenn Ratten ein sinkendes Schiff verlassen, dann klettern sie meistens woanders wieder an Bord.

Die Mitglieder der FDP, die sich jetzt von ihrer Partei abwenden sind in erster Linie diejenigen, die sich die schnelle politische Karriere erhofft haben und nun sehen, dass sie sich mit der FDP über Jahre hinweg aus dem politischen Betrieb verabschieden. Diejenigen, die jetzt aus dieser Partei austreten sind die Lobbyisten, Trittbrettfahrer und Wendehälse, die nur ihren eigentlichen persönlichen Vorteil sehen und diesen im politischen Betrieb (genauso wie im beruflichen und privaten) durchsetzen wollen. Idealismus gleich null!

Die Tatsache, dass diese „Ratten“ nun das sinkende FDP-Schiff verlassen ist für die Partei ein Glücksfall, denn sie hat somit die Chance den langen Weg der Erneuerung und Rückbesinnung zu gehen und wieder eine freiheitliche Partei zu werden. Für alle anderen Parteien ist diese Tatsache jedoch ein Fluch, denn diese „Ratten“ werden versuchen sich woanders an Bord zu schleichen. Welche Partei ist da wohl besser geeignet als die aufstrebende neue Piratenpartei oder die bürgerlich gewordenen Grünen. Piraten und Grüne seid daher gewarnt! Wenn ihr nicht wollt, dass euer Schiff untergeht, dann lasst die Ratten erst gar nicht an Bord!

Quelle: spiegel.de

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