| Flugzeugführer - Ausbildung und Jobs Pilot/Pilotin: | ||
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Berufsbild Verkehrsflugzeugführer/in bzw. Berufsflugzeugführer/in
Die Gebrüder Wright legten 1903 den Grundstein für das Fliegen. Sehr
schnell wurde die Fliegerei für militärische Zwecke benutzt und
erst nach dem ersten Weltkrieg gab es Anfänge für zivile Luftfahrt.
Am Anfang wurden militärische Maschinen für zivile Zwecke umgerüstet
und auch die Piloten hatten allesamt eine militärische Pilotenausbildung.
Von damals bis heute hat sich der Flugverkehr enorm gewandelt, er stellt aktuell
noch immer ein ungeheures Wachstumspotenzial dar und wird auch in Zukunft an Bedeutung
gewinnen. Zudem haben Piloten einen hohen Stellenwert in der Gesellschaft und
genießen nebenbei noch ein relativ üppiges Einkommen. Begründet ist dies vor allem mit der
Verantwortung die Piloten besitzen und der Flugangst vieler Menschen. Wenn
ein Unfall im Flugverkehr passiert, dann hat dies meistens weitreichende Folgen.
Ein Zugführer transportiert ebensoviele Menschen, jedoch wirkt sich hier ein technischer
Defekt oftmals nicht so verherrend aus.
Es gibt eine Unterscheidung innerhalb der Pilotenausbildung zwischen
Verkehrsflugzeugführer/in und dem Berufsflugzeugführer/in. Während der
Verkehrsflugzeugführer den typischen Pilotenberuf bei einer Airline
und den gängigen Linienflug verkörpert, so stellt der Berufsflugzeugführer
eher das Berufsbild für die kleine Chartermaschine dar. Berufsflugzeugführer
dürfen nur Luftfahrzeuge fliegen die 1 Pilot allein steuern darf, bei großen
Verkehrsflugzeugen sind 2 Piloten vorgeschrieben, deshalb tritt der
Berufsflugzeugführer hier nur als Co-Pilot auf.
Im weiteren werden bei Berufe zusammengefasst und die größeren Unterschiede
verdeutlicht.
Gehalt und Verdienst als Pilot/Pilotin
Genaue Angaben zum Gehalt und Verdienst eines Piloten können
aktuell nicht gemacht werden. Die Spannbreite bei den Gehältern ist
jedoch von verschiedenen Faktoren abhängig.
Ein Berufsflugzeugführer verdient in der Regel deutlich weniger als
ein Verkehrsflugzeugführer. Ebenso spielt die Fluggesellschaft eine
große Rolle bei der Höhe des Gehalts.
Einige Fluggesellschaften zahlen ein deutlich höheres Pilotengehalt,
dafür müssen die Piloten in der Regel allerdings die Kosten für die
Ausbildung zum Piloten selber tragen. Monatliche Bruttogehälter von
bis zu 12.000,- EUR können vorkommen.
Ausbildung als Pilot/in
Während die Ausbildung zum Berufsverkehrspiloten an an öffentlichen und
privaten Flugschulen möglich ist, findet die Ausbildung als Verkehrsflugzeugführer
meistens an speziellen Verkehrsfliegerschulen der Flugunternehmen statt. Die Ausbildung
zum Berufspilot und Verkehrspilot ist jeweils bundesweit einheitlich geregelt und
anerkannt.
Während die theoretische Pilotenausbildung in Form von Klassenunterricht
erfolgt, findet die praktische Ausbildung in einem Flugsimulator oder
oder einem Flugzeug statt. Eine Ausbildung zum Berufspilot kann zwischen
10 bis 12 Monaten dauern, während die Ausbildung zum Verkehrspilot mindestens
15 Monate in Anspruch nimmt und maximal 24 Monate an Zeitaufwand beansprucht.
Die Kosten für die Berufsausbildung trägt zu weiten Teilen der Azubi selbst,
bei der Lufthansa beispielsweise kann dann der Eigenanteilung zur Pilotenausbildung
bei mehr als 40.000 EUR liegen.
Wer als Pilot arbeiten möchte, der muss nicht nur ein einwandfreies polizeiliches
Führungszeugnis vorweisen, sondern auch eine Flugtauglichkeitsprüfung bestehen und
eventuell eine Zuverlässigkeitsprüfung über sich ergehen lassen. Zudem ist zwar keine
Schulbildung gesetzlich vorgeschrieben, allerdings ist die Hochschulreise fast
unabdingbar.
Eigenschaften und Fähigkeiten als Pilot/Pilotin
Für die Arbeit als Flugzeugführer ist eine sehr gute körperliche
Fitness und Gesundheit unerlässlich. Wer gesundheitliche Probleme hat oder
körperliche Schwächen, der wird diesen Beruf nicht ausüben können.
Die Ausbildung als Militärpilot stellt allerdings noch höhere Anforderungen,
wobei sich aus diesen Piloten in der Regel die Astronauten rekrutieren
lassen, was dann schon den Gipfel aller beruflichen Zugangsanforderungen
darstellt.
Keine Frage, die Auswahl der Flugzeugpiloten ist sehr speziell, beim
Blick auf die Anforderungen im Beruf ist das allerdings notwendig. Technisches
Gerät muss perfekt beherrscht werden, Kontrolle ist jederzeit notwendig, Planung
und Organisation sind extrem wichtig.
Ein Pilot muss verantwortungsbewusst handeln können, denn nicht nur sein Leben
hängt davon ab, sondern auch das der Besatzung und vieler Passagiere. Wer in
Gefahrensituation unter Stress die Kontrolle und Fassung verliert ist untauglich.
Kurzum, Flieger müssen nicht perfekt sein, aber es ist schon sehr nah dran.
Bewerbung auf Stellenangebote als Pilot/Pilotin
Nicht jeder Pilot muss eine Bewerbung anfertigen und sich um ein Stellenangebot
bemühen. Wer zum Beispiel bei der Lufthansa eine Pilotenausbildung absolviert hat,
der muss auch einige Jahre für die Lufthansa fliegen, denn die hat immerhin die
Hälfte der Ausbildungskosten getragen.
Ansonsten ist natürlich bei der Bewerbung als Berufsflugzeugführer oder
Verkehrsflugzeugführer der gleiche Standard anzusetzen wie bei einem
akademischen Beruf. Die Bewerbung besteht mindestens aus einem Anschreiben,
einem Lebenslauf und den notwendigen Zeugniskopien und Bescheinigungen.
Trends und Entwicklung für Jobs als Pilot in der Luftfahrt
Der Flugverkehr explodiert, auch wenn eine Wirtschaftskrise, wie 2009, für einen
Abschwung im Flugverkehr sorgt, so besteht doch kein Zweifel daran, dass der
Flugverkehr wächst. Nicht nur der touristische Bereich sorgt hier für steigende
Passagierzahlen, auch die Globalisierung bringt die Menschen in alle Teile
dieses Planeten.
Für die Piloten bringt das beruflich sehr gute Jobaussichten, allerings ist
mit den Billigfliegern auch der Kostendruck und Leistungsdruck gestiegen.
Ebenso wird es dort oben in luftiger Höhe immer voller, was Gefahren mit
sich bringt und Kollisionsgefahr erhöht.
Pilot ist noch immer der Traumberuf vieler Heranwachsender, nicht zuletzt
wird das gute Image der Piloten auch durch Filme aus Hollywood hoch gehalten.
Der Verdienst ist nach wie vor gut und die langfristigen Jobaussichten ebenso.

Quelle: Beschäftigungs- und Arbeitslosenstatistik der BA. Für das Jahr 2007
liegen bei den Arbeitslosen nur unvollständige Daten vor.