Konstrukteur/in – Berufsbild, Ausbildung, Gehalt, Bewerbung und Perspektive am Arbeitsmarkt

Du bist ein ausgesprochener Teamplayer? Dein Interesse gilt technischen Entwürfen und deren Umsetzung? Das Berufsbild Konstrukteur/in könnte dann sehr interessant füch dich sein.

Als CAD-Konstrukteur findest du deinen Arbeitsalltag am Schreibtisch. Du entwirfst Konzepte und Skizzen mit entsprechender Software am Bildschirmarbeitsplatz. Planst aber ebenso den Materialbedarf, die Arbeitsorganisation und die Fertigung. Meistens arbeitest du mit CAD-Programmen, welche die Dinge am Bildschirm dreidimensional darstellen können.

Konstrukteure arbeiten immer dort wo Teile hergestellt werden müssen. Das kann im Maschinenbau, Fahrzeugbau, der Kunststoffverarbeitung, der Elektrobranche oder anderswo sein. Ebenso finden sie im Ingenieurbüro verschiedene Aufgabenbereiche und sind somit als Dienstleister für Kunden aktiv.

Im Betrieb arbeitet der Konstrukteur meistens im Team, zusammen mit Ingenieuren, Architekten und anderen Fachkräften aus verschiedenen Bereichen.

Video zu Ausbildung und Beruf als Konstrukteur/in

Gehalt und Verdienst als Konstrukteur/in

Das Gehalt als Konstrukteur bemisst sich nach den üblichen Gegebenheiten. Dazu zählen Berufserfahrung, Qualifikation, Verantwortungsbereich oder regionale Bedingungen.

Der Verdienst der Konstrukteure richtet sich zudem oftmals an dem jeweils gültigen Tarifvertrag aus. Es kann daher bei einem Gehalt von 2.600,- EUR bis 3.000,- EUR brutto im Monat liegen. Der Lohn kann allerdings auch deutlich über und deutlich unter dieser Gehaltsspanne liegen.

Ausbildung und Weiterbildung als Konstrukteur/in

Die Weiterbildung als Geprüfter Konstrukteur/geprüfte Konstrukteurin ist bundesweit einheitlich geregelt und unterliegt dem Berufsbildungsgesetz. Die Dauer der Ausbildung richtet sich nach der Teilnahme in Vollzeit oder Teilzeit und kann daher zwischen 6 Monaten und 2,5 Jahren liegen.

Weil dieses Berufsbild in vielen verschiedenen Bereichen aktiv werden kann, ist die Weiterbildung für folgende Fachgebiete möglich: Maschinentechnik und Anlagentechnik, Heizungs-, Klima- und Sanitärtechnik, Stahlbautechnik und Metallbautechnik, Elektrotechnik oder Holztechnik.

Wer eine Weiterbildung als Konstrukteur/in beginnen möchte, der muss entweder eine Ausbildung zum Technischen Zeichner erfolgreich absolviert haben, oder in einem anerkannten Ausbildungsberuf im Metall-, Elektro- oder Holzverarbeitungsbereich. Zudem ist eine Berufserfahrung von mindestens drei Jahren erforderlich, damit die Ausbildung begonnen werden darf.

Ein Vergütung findet während des Ausbildungszeitraumes nicht statt, es sei denn, der Arbeitgeber finanziert die Weiterbildung in Teilzeit oder Vollzeit. Des weiteren fallen Ausbildungskosten durch Lehrmaterialien an, die der Azubi selbst tragen muss.

Hier sind Teamplayer gefragt, wer allein für sich in seinem Kämmerlein konstruieren möchte, wird wenig erfolgreich sein. Zusammenarbeit ist in diesem Beruf enorm wichtig.

Eigenschaften und Voraussetzungen der Konstrukteure

In diesem Berufsbild sollten Bewerber ein Interesse an technischen Fragestellungen aufweisen und ein gutes analytisches Denken. Gepaart mit einer lösungsorientierten Arbeitsweise sind das ideale Voraussetzungen.

Als Konstrukteur ist ein gewisses Maß an Kreativität notwendig, damit die Planung überhaupt weiterkommt. Zudem gilt es ein Produkt zu erschaffen, oder seine Herstellung zu optimieren, was sehr viel Kreativität erfordern kann.

Gleichzeitig ist aber die Sorgfalt oberstes Gebot, sowohl in der Planung, als auch in der Durchführung. Fehler in der Planung können schwerwiegende Konsequenzen nach sich ziehen, weshalb ein Konstrukteur immer in einem Team arbeitet, welches alles gegencheckt.

Bewerbung als Konstrukteur/in

Eine Bewerbung als Konstrukteur besteht aus den üblichen Unterlagen und kann entweder als Online-Bewerbung erstellt werden oder per Post erfolgen. In jedem Fall ist eine hohe Sorgfalt zu beachten.

Die Bewerbungsunterlagen bestehen aus aus einem aussagekräftigen Bewerbungsschreiben, einem tabellarischen Lebenslauf und den Zeugniskopien. Eventuell ist ein Deckblatt zu wählen oder eine ergänzende Dritte Seite hinzuzufügen.

Das Anschreiben der Bewerbung als Konstrukteur dient als Türöffner und entscheidet bei der ersten Sichtung, durch den Personaler über das Weiterkommen im Bewerbungsprozess. Hier werden die eigene Motivation für die Bewerbung und die Qualifikation ideal dargestellt.

Im tabellarischen Lebenslauf wird der bisherige Werdegang der schulischen und beruflichen Laufbahn aufgeführt. Zusätzlich müssen bestimmte persönliche Daten angegeben werden, damit der Arbeitgeber ein umfassendes Bild der Person erhält.

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Trends und Beschäftigungszahlen

Der Beruf ist relativ konjunkturabhängig weil er fast ausschließlich im produzierenden Gewerbe stattfindet. Geht es der Wirtschaft gut, werden auch Konstrukteure eingestellt. Aktuell sieht der Arbeitsmarkt relativ gut aus. Konstrukteure sind als Fachkräfte gesucht, besonders der Anlagenbau hat großen Bedarf.

Im beruflichen Alltag ändern sich bei den Konstrukteuren allerdings regelmäßig die Arbeitsmittel. Sie müssen immer über das technisch aktuellste Equipment verfügen, um ihre neuen Aufgaben bewältigen zu können. Dazu zählen in erster Linie Softwareprogramme und besonders CAD-Systeme.

Quelle: Beschäftigten- und Arbeitslosen-Statistik der Bundesagentur für Arbeit (IAB Forschungsgruppe Berufliche Arbeitsmärkte).

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