Pressesprecher/Pressesprecherin – Berufsbild, Ausbildung, Studium, Gehalt und Bewerbung

Diplomatische Kommunikation zählt zu deinen Stärken? Du kannst Sachverhalte gut auf den Punkt bringen? Vor Zuhörern zu sprechen bringt dich nicht ins Schwitzen, sondern nicht aus der Ruhe? Dann ist der Beruf Pressesprecher/in möglicherweise die richtige Wahl für dich.

Pressesprecher/innen sind die Medienprofis schlechthin. Sie pflegen bewusst den Kontakt zu den verschiedenen Medienvertretern und sind das öffentliche Sprachrohr von Personen, Abteilungen und Unternehmen. Für Pressesprecher/innen ist es wichtig, erfolgreiche Imagepflege zu betreiben, hierfür werden Presseverteiler mit Pressemitteilungen bedient. Ebenso werden Pressekonferenzen in besonderen Situationen anberaumt und Pressemappen erstellt.

Dazu gehört auch, in Krisensituationen die Ruhe zu bewahren und Informationen kontrolliert nach außen zu geben. Zu diesem Zweck ist es auch Bestandteil ihrer Arbeit, Interviews zwischen Pressevertretern und ihrer Klientel zu organisieren und deren Ablauf zu überwachen.

Der Beruf Pressesprecher/in lässt sich in den unterschiedlichsten Branchen und Unternehmen ausführen. Bekannt sind vielen die Pressesprecher/innen aus Politik und Industrie. Grundsätzlich können sie aber überall dort tätig sein, wo aktiv Öffentlichkeitsarbeit betrieben wird oder Krisenkommunikation notwendig sein kann. Daher weist ihre Arbeit auch unterschiedliche Schwerpunkte auf.

Zudem gibt es bei den Berufstätigen auch unterschiedliche Ausbildungsgrundlagen. Neben der klassischen Ausbildung in Public Relations (PR) sind auch medienwissenschaftliche Studiengänge als Basis möglich.

Video zu Ausbildung und Beruf als Pressesprecher/in

Gehalt als Pressesprecher/in

Für die Ausbildung selbst erhältst du keine Vergütung. Teilweise musst du auch mit Gebühren rechnen, sei es für die Ausbildung selbst oder für Prüfungen. Das trifft beispielsweise zu, wenn du deine Ausbildung als Fernlehrgang aufnimmst. Eine Ausbildung im Bereich Public Relations bedeutet allerdings nicht zwangsweise, dass du die Kosten allein bestreiten musst.

Dank verschiedener Fördermöglichkeiten kannst du dich finanziell unterstützen lassen. Was dir davon zur Verfügung steht, hängt natürlich von deinen individuellen Lebensumständen ab. Hinzu kommen die regionalen Unterschiede und bei welcher Lehreinrichtung du deine Ausbildung aufnimmst.

Dein Gehalt im späteren Beruf hängt davon ab, in welcher Branche und welchem Unternehmen du tätig bist. Du kannst in diesem Berufsfeld allerdings schon von einem Durchschnittsgehalt von circa 3.000 Euro ausgehen.

Studium und Ausbildung als Pressesprecher/in

Für die Ausbildung Pressesprecher/in beziehungsweise Public-Relations-Manager/in besteht keine einheitliche Ausbildungsregelung. Daher gibt es für dich unterschiedliche Möglichkeiten, um dich in diesem Beruf ausbilden zu lassen.

Du kannst beispielsweise eine schulische Ausbildung, ein Hochschulstudium oder eine Weiterbildung aufnehmen. Dementsprechend unterschiedlich läuft dein Unterricht ab. Eine Variante ist beispielsweise, während des Studiums an einem Traineeprogramm oder Volontariat teilzunehmen. Das bietet sich durchaus an, um zeitnahe praktische Erfahrungen zu sammeln und möglicherweise wertvolle Kontakte zu knüpfen.

Je nach Bildungsanbieter reichen die Unterrichtsformen von Vollzeitausbildung bis hin zur Teilnahme an Fernlehrgängen. Das einerseits von Vorteil. Denn es erlaubt dir den Lehrgang auszuwählen, der zu deiner individuellen Lebenssituation passt.

Andererseits kommt es immer darauf an, welche Bildungsgrundlage ein Unternehmen für eine potenzielle Einstellung fordert. Ein abgeschlossenes Hochschulstudium ist nicht unüblich. Auch können erste praktische Erfahrungen, beispielsweise in Form von Praktika gefordert sein.

Um herauszufinden, welcher Ausbildungsweg sich für dich lohnt, solltest du Recherche im Bezug auf die Branche betreiben, die dich interessiert. Wirf einen Blick in ausgeschriebene Stellenanzeigen. Das vermittelt dir einen guten Eindruck davon, welche Ausbildungsgrundlage sich in einer bestimmten Branche empfiehlt.

Pressearbeit und Krisenkommunikation ist alles andere als ein einfacher Job. Selbst wenn alles gut vorbereitet ist, können Medienvertreter die Sachverhalte falsch interpretieren oder bewusst polarisiert veröffentlichen. Als Pressesprecher ist es daher immer notwendig selbstbewusst zu sein und sachlich cool zu bleiben.

Voraussetzungen und Eigenschaften für die Pressearbeit

Kreativität, kaufmännisches Denken und Geschick sowie Kommunikationsstärke bilden die Eckpfeiler für deinen späteren Beruf. Es ist wichtig, dass du dich sicher in Wort und Schrift ausdrückst. Denn als Pressesprecher/in musst du in deinem späteren Beruf sowohl mündlich als auch in schriftlicher Form die richtigen Worte finden. Deine Kommunikationsstärke ermöglicht es dir, während deiner Ausbildung die damit verbundenen Strategien und Konzepte zu erlernen.

Deine Fähigkeit zu analytischem Denken begleitet dich in verschiedenen Bereichen. Das gilt beispielsweise, wenn du das aktuelle öffentliche Bild deines Unternehmens analysierst, PR-Maßnahmen planst oder mit verschiedenen Medienvertretern kommunizierst. Mit Letzterem verbindet sich natürlich eine hohe Kontaktfreudigkeit. Zudem solltest du gut mit Zahlen umgehen können.

Besondere fachliche Voraussetzungen gibt es für die Ausbildung Pressesprecher/in nicht. Sie fallen abhängig von der Ausbildungsform an, für die du dich entscheidest. Grundsätzlich ist es auch für spätere Weiterbildungen von Vorteil, wenn du über das Abitur verfügst. Dies eröffnet dir einfach die vielseitigsten Ausbildungsmöglichkeiten.

Bewerbung als Pressesprecher/in

Die Bewerbung hängt wiederum davon ab, bei welcher Lehreinrichtung du dich bewirbst. Für das Ausbildungsprogramm eines Unternehmens fertigst du beispielsweise die klassischen Bewerbungsunterlagen an. Diese bestehen aus Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnissen.

Aus den Unterlagen sollte hervorgehen, warum du gerade dieses Unternehmen bevorzugst. Zeige auf, was dich neben deinen schulischen Abschlüssen für eine Ausbildung qualifiziert. Bei einem Fernlehrgang füllst du üblicherweise ein vorgefertigtes Formular mit deinen persönlichen Daten aus. Fernstudiengänge bieten üblicherweise den leichtesten Zugang, weil die Teilnahme daran selten an bestimmte Abschlüsse oder Voraussetzungen gebunden ist.

Wenn du bereits eine bestimmte Branche im Auge hast, umso besser. Das liefert dir die beste Orientierung, welche Ausbildungswege und damit Bewerbungsarten gefragt sind.

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Zukunft und Trends für das Berufsbild

Die Arbeit professioneller PressesprecherInnen ist gefragt wie nie. In Zeiten von vielfachem Misstrauen gegenüber Pressevertretern besteht großer Bedarf an vertrauenswirksamer Öffentlichkeitsarbeit. Unternehmen müssen ihre Marke aufbauen und pflegen. Daher benötigen sie Pressesprecher, die als Schnittstelle zwischen Unternehmen und Öffentlichkeit agieren und authentische Imagepflege betreiben.

Der Bereich Public Relations gestaltet sich zunehmend interdisziplinär. Das heißt, es gibt viele Berührungspunkte und Überschneidungen mit anderen Fachbereichen. Zudem birgt die Entwicklung der Digitalisierung neue Herausforderungen. Presse- und Öffentlichkeitsarbeit entwickelt sich dynamisch und verlangt nach entsprechenden Fachkräften, die hiermit Schritt halten.

Der Beruf innerhalb der Pressearbeit bleibt daher auch in Zukunft abwechslungsreich und herausfordernd. Dadurch ergeben sich gleichzeitig viele berufliche Entwicklungsmöglichkeiten und Aufstiegschancen.

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