Ausbildung als Taxifahrer/in

Der Beruf Taxifahrer muss eigentlich nicht mehr beschrieben werden, ein Taxifahrer befördert Personen mit einem Fahrzeug für ein gewisses Entgelt zu einem bestimmten Fahrtziel.

Für die gewerbliche Beförderung von bis zu 8 Personen in einem Fahrzeug ist eine besondere Fahrerlaubnis notwendig, der sogenannte Personenbeförderungsschein. Wer mehr als 8 Personen befördern möchte, der benötigt eine weitergehende Erlaubnis, die hier jedoch nicht näher erläutert werden soll.

Taxifahrer sind entweder selbstständig mit einem eigenen Taxi, oder aber sie fahren im Auftrag eines Taxiunternehmens. Die Anzahl der Taxifahrer ist gestiegen, immer mehr Personen fahren nebenberuflich an den Wochenenden Taxi und haben einen lukrativen Nebenverdienst entdeckt. Außerhalb der Großstädte liegt besonders in ländlichen Gebieten das Hauptgeschäft der Taxifahrer an den Wochenenden.

Innerhalb der Woche stellen oftmals Krankentransporte die meisten Fahrgäste, neben den üblichen Standorten wie Flughäfen, Bahnhöfen und anderen zentralen Punkten.

Taxifahrer sind rechtlich verpflichtet bestimmte Sachverhalte zu befolgen. So müssen im Taxi ein Taxameter und der Name und die Anschrift des Taxiunternehmers ersichtlich sein. Eine Ordnungsnummer an der Heckscheibe und ein Dachschild sind ebenso Pflicht.

Gehalt als Taxifahrer/in

Das Gehalt der Taxifahrer ist sehr unterschiedlich, für Angestellte gibt es eine gesetzliche Regelung nach dem bayrischen Tarifgesetz, wonach mindestens 40% des verdienten Beförderungsentgelts bezahlt werden oder aber ein Mindestlohn von 1610 EUR brutto im Monat. Das gilt jedoch nur für Vollzeitbeschäftigte an mindestens 22 Arbeitstagen im Monat. Für Teilzeitbeschäftigte gibt es den Verdienst anteilig, entsprechend ihrer Einsatzzeiten.

Selbstständige Fahrer sind oftmals auch gegen eine Gebühr an Taxizentralen angeschlossen die ihnen dann die Aufträge über Funk zukommen lassen

Ausbildung und Weiterbildung als Taxifahrer/in

Wer Taxifahrer werden möchte braucht keine Ausbildung zu absolvieren. Für diesen Job sind lediglich bestimmte Bescheinigungen notwendig. Taxifahrer müssen in jedem Fall eine gültige Fahrerlaubnis besitzen, ohne Führerschein wird es logischerweise nichts mit dem Beruf.

Darüber hinaus muss jeder Fahrer eine Personenbeförderungserlaubnis nachweisen, diese wird Personen erst ab dem 21. Lebensjahr erteilt. Die Ortskenntnis-Prüfung ist ebenfalls wichtiger Bestandteil für die Erlaubnis als Taxifahrer zu arbeiten.

Die Digitalisierung schlägt in diesem Beruf voll durch. Von Ortungssystemen, über Fahrgastzähler bis zu Diensten wie Uber & Co. Die Taxifahrer haben eine schwierige Zukunft vor sich. Besonders der Blick auf massenweise selbstfahrende PKW in 5-10 Jahren ist keine Utopie.

Die Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung, der sogenannte Taxischein, wird von den städtischen Behörden erteilt, bzw. dem örtlichen Ordnungsamt oder der Führerscheinstelle. Hier ist der Antrag zu stellen, welcher mit Kosten verbunden ist. Es fallen Kosten für Sehtest, Führungszeugnis, Bearbeitungsgebühr und arbeitsmedizinisches Gutachten an.

Eigenschaften und Fähigkeiten

Taxifahrer sind Dienstleister mit Kundenkontakt, auch hier gilt es Stammkunden zu halten oder zu gewinnen. Gute Kommunikationsfähigkeit sollte daher zu den Eigenschaften gehören, genauso wie kundenorientiertes Verhalten.

Neben diesen Eigenschaften sollten sie einen guten Orientierungssinn haben und sich auch in fremden Städten zu Recht finden können. Der Verlust der Fahrerlaubnis, zum Beispiel durch überhöhte Geschwindigkeit, kann existenzbedrohend sein, daher ist gerade bei Taxifahrern wichtig, dass die Straßenverkehrsgesetze geachtet werden.

Bewerbung als Taxifahrer/in

Stellenausschreibungen sind selten und richtige Bewerbungen, mit Bewerbungsschreiben und Lebenslauf sind noch seltener. Die meisten Taxifahrer rekrutieren sich über die persönliche Anfrage und Vorstellung. Nicht selten werden aus nebenberuflichen Fahrern auch Vollzeitfahrer.

Wenn ein Unternehmen eine schriftliche Bewerbung haben möchte gelten auch für Taxifahrer die gleichen Standards für Bewerbungsunterlagen.

Da die meisten in diesem Berufsbild jedoch selbstständig sind, ist eine Bewerbung in dem Fall natürlich nicht notwendig.

Weitere Tipps zur Bewerbung!

Taxifahrer haben einen schlechten Ruf und gelten als schlechte Verkehrsteilnehmer. Sie fahren oft rüpelhaft, egoistisch und stellen nicht selten eine Gefahr für den Straßenverkehr dar. Das sind alles Vorurteile, die jedoch oftmals bestätigt werden.

Besonders zu Stoßzeiten, wenn sie schnell viele Kunden abwickeln können, nehmen sie es mit den Verkehrsregeln nicht ganz so genau. Eigentlich kann man ihnen hier keinen Vorwurf machen, denn jeder, der sein Geld im Transportgeschäft verdient kennt den Druck, das ist bei Busfahrern, LKW-Fahrern oder Kurierfahrern auch nicht anders.

Doch das Taxi wird in den nächsten Jahren einen gewaltigen Wandel erleben, digitale Ortungsmechanismen und Kontrollgeräte in den Fahrzeugen werden jeden Sünder zur Strecke bringen.

Der Beruf ist bisher ein relativ krisensicherer, wenn jedoch die Mittelschicht in Deutschland immer weiter wegbricht, dann wird das auch beim Taxi spürbar. Viele Krankenfahrten, welche ja von den Krankenkassen finanziert sind, könnten zukünftig wegfallen.

Große Konkurrenz droht jedoch durch Dienste wie Uber und andere, welche allerdings hierzulande nicht erlaubt sind. Was in naher Zukunft jedoch gravierende Änderungen nach sich ziehen wird, ist die Entwicklung der selbstfahrenden PKWs. Das ist keine Fiktion mehr, sondern nur noch eine Frage der Zeit.

Die Taxi-Branche hat zudem in den Städten deutlich Konkurrenz von Car-Sharing-Anbietern bekommen.

Quelle: Beschäftigten- und Arbeitslosen-Statistik der Bundesagentur für Arbeit (IAB Forschungsgruppe Berufliche Arbeitsmärkte).

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