Technischer Produktdesigner – Ausbildung, Gehalt, Bewerbung und Zukunft

Du bist technisch interessiert und kreativ? Dinge zu entwerfen und zu gestalten machst du gerne? Dann könnte eine Ausbildung in diesem Beruf für dich interessant sein?

Als Technische/r Produktdesigner/in erstellst und modifizierst du 3D-Datensätze und Dokumentationen für Baugruppen und Bauteile. Dafür richtest du dich nach technischen und gestalterischen Vorgaben, die der jeweilige Auftrag mit sich bringt. Für die Ausübung dieser Tätigkeit berücksichtigst du Werkstoffeigenschaften und Fertigungsverfahren, planst und koordinierst Arbeitsabläufe sowie Prozesse für die Konstruktion und beurteilst und kontrollierst anschließend die Arbeitsergebnisse.

Somit ist dieser Beruf ein sehr verantwortungsvoller Job. Denn aufgrund deiner Planung werden technische Produkte, wie Bagger und Gabelstapler aber auch Kaffeemaschinen und andere technische Geräte produziert.

Den Beruf des/r Technischen Produktdesigner/in gibt es bereits seit dem Jahr 1937. Damals gehörte er noch zum Beruf des Technischen Zeichners. Mittlerweile kannst du dich jedoch auf die Konstruktion, das Entwerfen und Planen von technischen Produkten im Rahmen deiner Ausbildung spezialisieren.

Video zum Berufsbild Technischer Produktdesigner

Gehalt und Verdienst als Technische/r Produktdesigner/in

Die Höhe des Gehaltes, das du während der Ausbildung zum/r Technischen Produktdesigner/in bekommst, hängt stark mit dem Bundesland zusammen, in dem du deine Lehre absolvierst. Du startest bei 830 Euro im ersten Jahr, wenn du die Ausbildung in Sachsen-Anhalt beginnst. In Mecklenburg-Vorpommern beispielsweise bekommst du rund 930 Euro pro Monat. Im zweiten Jahr deiner Ausbildung zum/r Technischen Produktdesigner/in erhältst du zwischen 910 und 980 Euro monatlich. Das dritte Jahr bringt dir 970 bis 1.060 Euro und im vierten Ausbildungsjahr kannst du mit etwa 1.010 bis 1.120 Euro rechnen.

Doch das Ende deiner Ausbildung ist erst der Anfang deiner beruflichen Karriere, die ebenfalls mit Gehaltssteigerungen verbunden ist. Natürlich hängt dein zukünftiges Gehalt immer vom Betrieb ab, in dem du tätig wirst. Das Einstiegsgehalt liegt durchschnittlich bei etwa 2.500 Euro brutto im Monat. Generell gilt: Umso größer das Unternehmen und deine Erfahrung ist, desto höher fällt in der Regel der Verdienst aus.

Ausbildung als Technischer Produktdesigner

Technische/r Produktdesigner/in ist ein anerkannter Ausbildungsberuf. Er wird nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) geregelt und dauert dreieinhalb Jahre. Der übliche berufliche Werdegang beginnt mit einer dualen Berufsausbildung, bei der du in einem Ausbildungsbetrieb arbeitest und parallel dazu zur Berufsschule gehst.

Um eine Lehrstelle zum/r Technischen Produktdesigner/in zu finden, suchst du am besten bei Industrie und Ingenieursdienstleistern. Viele Auszubildende absolvieren ihre Lehre in der Automobilindustrie oder der Luftfahrtbranche, bei Maschinenbauunternehmen, im Möbelbau oder in der Konsumgüterindustrie.

Während der Ausbildung arbeitest du vorwiegend in einer Konstruktions- und Entwicklungsabteilung und verrichtest Büro- und Bildschirmarbeit. Im Rahmen der Ausbildung lernst du, wie du dreidimensionale Konstruktionen umsetzt, wie du auf die Entwicklung der Arbeitsprozesse in dieser Konstruktion eingehst und wie du dokumentierst und präsentierst.

Je nach ausbildendem Betrieb und eigenen Vorlieben kannst du dich für eine Fachrichtung spezialisieren, beispielsweise, zum Maschinen- und Anlagenkonstrukteur oder zum Produktgestalter und Produktkonstrukteur.

Als Produktgestalter lernst du vermehrt, wie du Datenmodelle und Produkte konzipierst und wie du Faktoren, wie technische Möglichkeiten, Gestaltung, Werkstoffe, Montagetechnik, Normen und Kosten, in deine Planung mit einbeziehst.

Im Fachbereich Maschinen- und Anlagenkonstruktion erarbeitest du 3D-Modelle von Baugruppen und Bauteilen für Maschinen, Anlagen und Fahrzeuge und berücksichtigst dabei die Grundlagen der Elektro- und Steuerungstechnik.

Eigenschaften und Voraussetzungen

Grundsätzlich gibt es laut dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) keine vorgeschriebene schulische Vorbildung. Es lohnt sich aber, gute Kenntnisse in den Fächern Mathematik, Werken, Physik, Informationstechnik und Wirtschaft mitzubringen.

Mathematik benötigst du um Längen, Flächen, Masse und Volumen eines Produktes berechnen zu können. Auch die Geometrie spielt bei der Ausübung des Berufes Technische/r Produktdesigner/in eine wichtige Rolle. Hast du ein handwerkliches Geschick, dann hilft dir das, dreidimensionale Entwürfe der anzufertigenden Produkte zu erstellen.

Das Thema Physik ist nicht unwesentlich für eine/n Technische/r Produktdesigner/in. Denn bei der Arbeit musst du Belastbarkeit und Flexibilität des Materials genau kennen. Informationstechnik und Grundlagenkenntnisse am Computer benötigst du, um die komplexe CAD-Software für die Konstruktionstechnik verstehen zu können. Wirtschaft ist ein Fach, das Produktdesignern hilft, Kosten für die Entwicklung, für das Material und die Fertigung kalkulieren zu können.

Des Weiteren verschafft es dir einen Vorteil, wenn du Eigenschaften einer systematischen und analytischen Arbeitsweise mit bringst, kreativ und sorgfältig bist und neben der Fähigkeit im Team zu arbeiten, auch ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen besitzt.

Bewerbung als Technischer Produktdesigner

Die Bewerbung beginnst du am besten damit, ausgewählte Unternehmen anzuschreiben. Dafür benötigst du einen tabellarischen Lebenslauf mit Bewerbungsfoto, ein Bewerbungsschreiben, in dem du darlegst, warum du diesen Beruf ergreifen möchtest und das letzte Schulzeugnis. Vorteilhaft ist es auch, wenn du von dir entworfene Skizzen in die Bewerbungsmappe legst.

Denke beim Verfassen des Bewerbungsschreibens auf jeden Fall daran, wie du den zukünftigen Arbeitgeber überzeugen kannst. Erkläre darin, welche Interessen sich während deiner schulischen Ausbildung entwickelt haben, wie du in den Fächern Mathematik, Werken, Physik und Informatik abgeschnitten hast und wie du deine Zukunft im Betrieb siehst. Die Motivation und die Freude zur Technik sollten dabei einen besonderen Stellenwert einnehmen. Trete beim Bewerbungsgespräch gepflegt und authentisch auf, dann klappt es bestimmt mit der Einstellung.

Trends und Weiterbildung

Als Technische/r Produktdesigner/in erlernst du einen hoch qualifizierten und spezialisierten Beruf, der dir nicht nur einen sicheren Job garantiert, sondern auch viele Weiterbildungsmöglichkeiten.

Zuerst arbeitest du wahrscheinlich in einem Entwicklungs- und Konstruktionsbüro eines Industrieunternehmens, die Elektromaschinen, Möbel oder andere technische Produkte herstellen. Nach deiner Grundausbildung und einer fünfjährigen Berufspraxis kannst du eine Weiterbildung zum Staatlich geprüften Techniker/Gestalter absolvieren. Diese dauert nebenberuflich vier Jahre, in Vollzeit etwa zwei Jahre lang.

Ebenfalls bietet sich eine Weiterbildung zum Technischen Betriebswirten an. Die Ausbildung dazu dauert zwischen sechs und zwölf Monate lang. Dir steht aber auch die Möglichkeit offen, ein Studium an einer Fachhochschule deiner Ausbildung anzuschließen, beispielsweise im Fach Konstruktionstechnik oder Maschinenbau. Solch ein Studium dauert in der Regel vier Jahre lang und schließt mit einem Diplom ab.

Hast du das Abitur, dann kannst du auch ein verwandtes Studium an der Universität anschließen, das dir zuerst den akademischen Grad Bachelor, dann den Master und wenn du möchtest auch den Doktortitel beschert. In jedem Fall erhöhst du mit einer Weiterbildung deine Qualifikation und deine Verdienstmöglichkeiten.

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