Verkäufer/Verkäuferin – Infos zu Ausbildung, Gehalt und Bewerbung

Du bist kommunikativ und kannst gut mit Menschen umgehen? Deine Stärke liegt zudem im Verkauf von Produkten? Dann könnte dieses Berufsbild vielleicht für dich interessant sein.

Dieser Beruf zählt ohne Zweifel zu den häufigsten in Deutschland. Der Einzelhandel ist hierbei Hauptarbeitgeber. Doch auch der Wunsch zur Selbstständigkeit mit einem eigenen Geschäft ist in diesem Bereich nicht selten.

Hauptsächlich Absolventen von Hauptschulen und Realschulen sind in diesem Beruf anzutreffen, aber ebenso Personen ohne Abschluss. Die hohen Anforderungen in diesem Bereich werden durch eine relativ hohe Abbruchquote von ca. 15 % während der Ausbildung deutlich.

Das Berufsbild Verkäufer/Verkäuferin

Verkäufer bzw. Verkäuferinnen sind in allen Bereichen des Einzelhandels aktiv, aus diesem Grund ist die Bandbreite der vertriebenen Produkte riesig. Die Tätigkeitsgebiete sind sich aber sehr ähnlich und liegen hier in der Beratung des Kunden bis zum Verkauf des Produktes.

Je nach Unternehmen kann eine bestimmte Arbeitskleidung vorgegeben werden, die dann während der Arbeitszeit getragen werden muss. In der Regel wird aber Privatkleidung getragen.

In vielen Bereichen sind Fachkenntnisse über die entsprechenden Produkte unerlässlich, weshalb oft firmeninterne Schulungen notwendig sind. Verkäuferinnen generieren daher direkt die Einnahmen für die jeweiligen Unternehmen am sogenannten “Point of Sale”. Aus diesem Grund wissen die Unternehmen um die Wichtigkeit des Verkaufs, geben aber hier sehr oft direkte Auflagen, die einen zusätzlichen Verkaufsdruck auf die Verkäufer ausüben.

Durch die zunehmende Digitalisierung gibt es hier die Notwendigkeit zum Umgang mit EDV, entweder direkt bei Kassensystemen oder beim Lagerbestand. Die jährliche Inventur der Güter wird aber weiterhin zum Aufgabenbereich des Verkaufs gehören.

Gehalt als Verkäufer/Verkäuferin

Wie hoch kann das Gehalt als Verkäuferin ausfallen? Das ist von vielen verschiedenen Faktoren abhängig und kann nicht pauschal beantwortet werden. Je nach Branche oder Geschäftsbereich kann gibt es verschiedene Faktoren.

Wird zum Beispiel eine Provision auf verkaufte Produkte bezahlt? Werden nur hochwertige Produkte verkauft, wie zum Beispiel wertvoller Schmuck?

Aus diesem Grund lässt sich hier nur das tarifliche Gehalt als Verkäuferin darstellen. Als Beispiel kann daher ein monatliches Gehalt von 2.184 € bis 2.475 € brutto genannt werden. (Quelle: Tarifsammlung des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Soziales, Familie und Integration)

Ausbildung als Verkäufer/Verkäuferin

Der Beruf ist anerkannter Ausbildungsberuf im Handel und erfolgt in dualer Ausbildung in Schule und Unternehmen. Während der Ausbildung werden Inhalte zu Werbemaßnahmen vermittelt, aber genauso über den Service am Kunden. Desweiteren zählt die Warenannahme, Warenlagerung oder Inventur zu den Ausbildungsinhalten.

Die persönliche Kundenberatung oder Umgang mit Konflikten bei Umtausch und Reklamation zählt wohl zu den eher schwierigen Gebieten. Jedoch entscheidet sich genau hier meistens der Erfolg als Verkäuferin.

Die Ausbildungsdauer beträgt in diesem Berufsbild nur 2 Jahre. Während der Zeit kann folgende Ausbildungsvergütung gezahlt werden:

1. Ausbildungsjahr: 612-765 EUR
2. Ausbildungsjahr: 664-865 EUR

Eigenschaften und Voraussetzungen als Verkäufer/Verkäuferin

Der tägliche Umgang mit Kunden erfordert ein sicheres und freundliches Auftreten. Wer eher kontaktscheu ist, wird im Beruf daher Probleme bekommen und ist für diesen Bereich vielleicht weniger geeignet. Aber Eigenschaften wie Empathie, Geduld und Höflichkeit sind als Verkäuferin beim Kundenkontakt ebenso notwendig. Wer gut verkaufen will sollte daher genau wissen was er sagt.

Durch die schleichende Lockerung der Ladenöffnungszeiten sollte Ihnen auch bewusst sein, dass lange Arbeitszeiten und Wochenendarbeit normal sind.

Bewerbung als Verkäufer/Verkäuferin – Tipps und Tricks

Die Bewerbungsunterlagen sind entweder als Online-Bewerbung oder als postalische Bewerbungsmappe einzureichen. Welche Form der Bewerbung (Online oder Postweg) gewünscht ist, kann dem Stellenangebot entnommen werden. Erfolgt dort keine Angabe, kann das Unternehmen kontaktiert werden.

Vor der Bewerbung sollte möglichst der persönliche Kontakt zum Ansprechpartner im Unternehmen stehen, falls möglich. Gerade der Bereich des Verkaufs erfordert eine gute soziale Kompetenz, Eigeninitiative und keine Angst vor dem direkten persönlichen Kontakt. In einem Telefonat, oder vielleicht sogar einem kurzen Gespräch vor Ort, können diese Eigenschaften direkt deutlich werden.

Die Bewerbung selbst besteht aus Bewerbungsschreiben, Lebenslauf und den relevanten Zeugnissen. Das Bewerbungsschreiben stellt sich als klassischer Geschäftsbrief dar. Es enthält einen Briefkopf mit dem Adressaten und dem Absender, einer Betreffzeile sowie dem aktuellen Ort und Datum. Inhaltlich stehen Motivation und Qualifikation im Vordergrund.

Der tabellarische Lebenslauf wird in der Regel chronologisch aufgebaut und listet die einzelnen Stationen des bisherigen Werdeganges auf. Dazu zählt sowohl die schulische Ausbildung, wie die berufliche Ausbildung. Muster und Beispiele hierfür finden sich in unserem Download-Bereich zur Bewerbung.

Weitere Tipps zur Bewerbung!

Video zu Beruf und Ausbildung als Verkäufer/Verkäuferin

Die Beschäftigungszahlen für Verkäufer lassen Rückschlüsse zu, wie sich dieser Beruf mittelfristig entwickeln wird. Die Gesamtanzahl der Berufstätigen ist über diesen Zeitraum relativ konstant geblieben. Der Beruf ist sicherlich sehr konjunkturabhängig und richtet sich stark nach der Binnennachfrage in Deutschland. Daher lassen die aktuellen Tendenzen eine weitere positive Entwicklung vermuten.

Es sollte jedoch nicht außer Acht gelassen werden, dass durch die weitere Fokussierung auf den Internethandel zukünftig weitere Stellen wegfallen werden. Besonders der Einzelhandel hat deutlich durch die Online-Konkurrenz an Marktanteilen verloren. Die fortschreitende Digitalisierung wird sicherlich nicht für einen Zuwachs an Arbeitskräften führen.

Quelle: Beschäftigten- und Arbeitslosen-Statistik der Bundesagentur für Arbeit (IAB Forschungsgruppe Berufliche Arbeitsmärkte).

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