Ausbildung und Beruf als Raumausstatter/in:
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Tipps zur Bewerbung

Berufsbild Raumausstatter/Raumausstatterin

Raumausstatter/in ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach der deutschen Handwerksverordnung und ist hervorgegangen aus den Vorläuferberufen Tapezierer bzw. Polsterer und Dekorateur. Der Beruf wird in den vier unterschiedlichen Schwerpunkten Boden, Polstern, Raumdekoration sowie Licht-, Sicht- und Sonnenschutzanlagen ausgeübt.

Zu den Tätigkeiten der Raumausstatter gehört das Gestalten von Räumen und Polstermöbeln. Hierzu gehört die Gestaltung von Wänden und Decken genauso wie der Fußboden. Diese Tätigkeit üben sie in der Regel in Fachbetrieben wie Polster- oder Raumausstatterwerkstätten aus, auch die Arbeit in einem Einrichtungshaus oder einem Theater ist möglich.

Je nach Schwerpunkt ist das Aufgabengebiet unterschiedlich gestaltet, so ist ein Raumausstatter mit Schwerpunkt Boden damit beschäftigt Bodenbelege wie Linoleum zu versiegeln oder Korkboden zu wachsen. Im Schwerpunkt Polstermöbel ist die Aufgabe ganz klar in der Herstellung und Restaurierung von Polstermöbeln. Ein Raumausstatter für Lichschutzanlagen, Sichtschutzanlagen und Sonnenschutzanlagen verbringt seinen Arbeitsalltag damit, dass er Aufhängevorrichtungen montiert bzw. Dekorationen für Fenster entwirft.

Gehalt/Verdienst als Raumausstatter/Raumausstatterin

Der Verdienst als Raumausstatter berechnet sich nach verschiedenen Bedingungen, wie zum Beispiel der Qualifikation oder der Berufserfahrung. Wie bei anderen Berufen auch, richtet sich das Gehalt zudem an den regionalen Bedingungen oder branchenüblichen Bezahlungen aus.

Wenn ein tarifliches Gehalt vorliegt, dann kann der Brutto-Stundenlohn für einen Raumausstatter zwischen 11-12 Euro liegen. Je nach Arbeitsvertrag kann es auch zu verschiedenen Zusatzleistungen wie beispielsweise Weihnachtsgeld oder Urlaubsgeld kommen.

Ausbildung als Raumausstatter/Raumausstatterin

Als anerkannter Handwerksberuf sind die Bedingungen für die Berufsausbildung in der deutschen Handwerksverordnung festgeschrieben. Die Ausbildung zum Raumausstatter dauert drei jahre und kann entweder als duale oder schulische Berufsausbildung absolviert werden. Wer also keinen betrieblichen Ausbildungsplatz bekommt hat die Möglichkeit eine schulische Berufsausbildung zu absolvieren, für die allerdings keine Vergütung ausbezahlt wird.

Die betriebliche duale Ausbildung als Raumausstatter erfolgt im Betrieb und in der Schule. Die Berufsschule findet in der Regel mehrmals wöchentlich statt, kann jedoch auch als Blockunterricht über Wochen oder Monate besucht werden. Die praktische Ausbildung erfolgt im Ausbildungsbetrieb selbst, hier stehen den Azubis ausgebildetet Gesellen zur Seite, die eine umfassende Einarbeitung in den Berufsalltag vornehmen und auch immer mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Die Vergütung innerhalb der betrieblichen Ausbildung ist tariflich geregelt und enthält folgende Sätze:

1. Ausbildungsjahr 368 EUR
2. Ausbildungsjahr 422 EUR
3. Ausbildungsjahr 511 EUR

Im Prinzip kann sich jeder auf einen Ausbildungsplatz als Raumausstatter bewerben. Es ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. Die Ausbildungsbetriebe suchen sich die Bewerber nach eigenen Kriterien aus, ebenso können die Berufsfachschulen bei der schulischen Ausbildungsvariante die Kriterien selbst bestimmt. Der größte teil der Azubis in diesem Job hat einen Hauptschulabschluss, gefolgt von einem mittleren Bildungsabschluss.

Die Abschlussprüfung besteht aus den Prüfungsteilen A und B und wird von der zuständigen Handwerkskammer abgenommen. kskammer abgenommen.

Eigenschaften und Voraussetzungen für Raumausstatter/innen

Die wichtigste Eigenschaft, die Raumausstatter mitbringen sollten ist die Fähigkeit zu gestalterischer Kreativität. In diesem Job spielt die aktuelle Mode eine gewichtige Rolle, aber auch individuelle Lösungen sind hier gefragt. Der Umgang mit Formen, Farben und Materialien steht hier im Vordergrund.

Der Kunde steht natürlich mit seinen Wünschen im Mittelpunkt. Hier ist eine gute Kundenberatung und die Fähigkeit zur guten Kommunikation mit dem Kunden gefragt. Wer die Wünsche seines Kunden nicht versteht kann sie auch nicht umsetzen, ebenso muss der Kunde vor vermeintlichen Fehlern bewahrt werden, die ihm nicht unmittelbar bewusst sind.

Bewerbung auf Stellenangebote als Raumausstatter/Raumausstatterin

Die Bewerbung als Raumausstatter kann auf dem Postweg mit einer schriftlichen Bewerbungsmappe erfolgen, oder aber als Online-Bewerbung.

Inhaltlich sind beide Bewerbungsformen aber identisch, und unterscheiden sich nur in der Darstellungsart. Sie beinhalten ein Bewerbungsanscheiben, einen Lebenslauf und die letzten schulischen und beruflichen Zeugnisse als Kopie.

Das Bewerbungsschreiben ist das wichtigste Dokument der Bewerbung als Raumausstatter. Es sollte über die Motivation und die Qualifikation für den jeweiligen Job in idealer Weise informieren. Nur so kann die Chance auf einen Erfolg im weiteren Bewerbungsverlauf gewahrt werden. Der Lebenslauf informiert in tabellarischer Form über die persönlichen Daten und den schulischen und beruflichen Werdegang des potenziellen Raumausstatters.

Trends und Entwicklungen in der Raumausstattung

Geht es der Gesellschaft schlecht, so geht es auch den Raumausstattern schlecht. Seit 1999 hat die Zahl der arbeitsuchenden Raumausstatter deutlich zugenommen und mit knapp 30 % im Jahr 2005 den bisherigen Höhepunkt erreicht. Die fehlende Binnenkonjunktur aufgrund von sinkenden Nettolöhnen und steigendem Bedarf an privater Altersvorsorge führt auch in diesem Beruf zu immer weniger Beschäftigungsverhältnissen.

Zudem hat die erdrückende Konkurrenz von Möbeldiscountern wie Ikea zur Folge, dass immer mehr Menschen einen Katalog konsultieren und keinen Raumausstatter. Bleibt nur die Hoffnung, dass hier ein gewisser Sättigungsgrad erreicht wird oder aufgrund von steigender Liquidität die individuelle Ausstattung und Qualität wieder im Vordergrund steht.

Schlechte Zahlen für Raumausstatter
Quelle: Beschäftigungs- und Arbeitslosenstatistik der BA.
Für das Jahr 2007 liegen bei den Arbeitslosen nur unvollständige Daten vor.


Einen Raum gestalten!

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