Ausbildung und Beruf als Flugbegleiter/Flugbegleiterin:
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Tipps zur Bewerbung

Berufsbild Flugbegleiter/in - Steward/Stewardess:


Ein Beruf viele Bezeichnungen! Offiziell ist die Berufsbezeichnung Flugbegeiter/Flugbegleiterin, daneben haben sich aber auch einige andere Bezeichnungen etabliert, was teilweise zu Verwirrungen führen kann. Gängige Berufsbezeichnungen sind auch Steward/Stewardess, Flugsteward/Flugstewardess oder einfach Kabinenbesatzungsmitglied. Der Anteil der Frauen in diesem Beruf liegt bei ca. 70 %.

Heute Rom, morgen New York! Kaum ein anderer Beruf, außer vielleicht Pilot/Pilotin, verspricht soviel Reisetätigkeit wie der Job als Flugbegleiter/Flugbegleiterin. Umgeben von einem romantischen Rahmen ist das Berufsbild der Flugbegleitung fest mit dem Freiheitsgedanken verwurzelt. Wer jedoch ausschließlich aufgrund dieser Vorstellung in den Job einsteigt, der wird sehr schnell wieder auf dem "Boden landen". Die Abbruchquote unter den Auszubildenden ist relativ hoch.

Aber was macht ein Steward/eine Stewardess eigentlich?
Jeder der schon einmal in einem Passagierflugzeug geflogen ist, wird vermutlich diese Frage beantworten können, weil er den Service der Stewards/Stewardessen bereits genossen hat.

Wie bereits angedeutet, sind Stewards/Stewardessen für Unternehmen im Bereich des Personenflugverkehrs tätig. Sie sind für das Wohlergehen und die Sicherheit der Passagiere während des Flugs verantwortlich.

Das Aufgabengebiet der Flugbegleitung beginnt quasi am Flughafen mit dem "Boarding", also dem Betreten des Flugzeugs durch die Passagiere. Der Steward/die Stewardess prüft das Flugticket und begrüßt die Passagiere an Bord des Flugzeugs. Von diesem Zeitpunkt an übernimmt die Flugbesatzung die Verantwortung für die Fluggäste.

Vor dem Flug-Start informieren Steward und Stewardess die Fluggäste über die Sicherheitsvorkehrungen, Notausgänge und das Verhalten Notsituationen. Die Überprüfung des Anschnallgurtes und der Verstauung des Handgepäcks zählt ebenso dazu und erfolgt auch wieder vor der Landung.

Nach dem Start beginnt dann aber der wesentliche Teil der Arbeit von Flugbegleiter und Flugbegleiterin, der im Service-Bereich liegt. Hierunter fällt die Versorgung der Passagiere mit Getränken und Essen, der verkauf von Duty-Free-Artikeln oder weiteren Artikeln der Fluggesellschaft.

Je nach Flugdauer wird die Kabinenbesatzung nach erfolgter Landung ausgewechselt, oder fliegt weiter bzw. zurück. Die ausgewechselte Kabinenbesatzung bleibt in der Regel vor Ort und wird dort in einem Hotel einquartiert, um dann am folgenden Tag wieder den nächsten Flug anzutreten.



Gehalt/Verdienst als Steward/Stewardess

Das Gehalt von Flugbegleitern kann sehr unterschiedlich sein und von der Fluglinie abhängen. Ein Steward/eine Stewardess wird in der Regel mit einem Grundgehalt entlohnt, wobei auch eine Provision aus dem Verkauf, eine Schichtzulage oder Trinkgeld anfallen.

Weitere Faktoren für den Verdienst von Steward und Stewardess sind Berufserfahrung, Qualifikation, Alter und Verantwortlichkeit. Eine monatliche Brutto-Vergütung kann daher schwanken und zwischen 1200 Euro und 1700 Euro liegen.

Ausbildung als Flugbegleiter/Flugbegleiterin bzw. Steward/Stewardess

Der Beruf ist kein anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Bundesbildungsgesetz. Er unterliegt allein den Fluggesellschaften, die in eigenen Lehrgängen den Steward bzw. die Stewardess ausbilden.

Hier gibt es keine einheitliche Regelung, weshalb je nach Fluggesellschaft die Dauer der Ausbildung zur Flugbegleitung unterschiedlich ist und zwischen 6 Wochen und 4 Monaten variieren kann. Ebenso unterschiedlich sind auch die Ausbildungsinhalte für diesen Job. Es gibt Fluggesellschaften, die bewusst während der Ausbildung zum Flugbegleiter/zur Flugbegleiterin auf die Vermittlung von praktischer Erfahrung setzen und Trainingsflüge anbieten, andere verzichten ganz auf diesen Aspekt.

Während der Ausbildung erfolgt keine Ausbildungsvergütung, zudem sind teilweise Kosten für Arbeitsmittel oder Lehrgänge zu entrichten.

Für die Ausbildung als Steward/Stewardess gibt es keine vorgeschriebene Schulbildung, die als Zugangsvoraussetzung dient. Die Zulassungskriterien werden vom jeweiligen Lehrgangsveranstalter selbst festgelegt. In der Regel sollten Bewerber mindestens das 18. Lebensjahr erreicht haben und fliessend Deutsch und Englisch sprechen. Teilweise gilt sogar eine gewisse Mindestgröße und ein bestimmtes Körpergewicht als Voraussetzung, was allerdings mit dem sogenannten Anti-Diskriminierungsgesetz kollidiert.

Der Abschluss der Flugbegleiterausbildung erfolgt mittels eine interne Prüfung durch die Fluggesellschaft bzw. den Lehrgangsveranstalter.

Eigenschaften und Voraussetzungen für Flugbegleiter

Eines sollte jedem Interessenten für den Beruf als Flugbegleitung klar sein - mit akuter Flugangst braucht sich niemand zu bewerben. Wer noch nie in einem Flugzeug gesessen hat, sollte unbedingt im Vorfeld seine Flugtauglichkeit testen, eventuell mit einem Flug in den Urlaub. Wem das Fliegen in einem Passagierflugzeug nicht unangenehm ist kann eine Bewerbung riskieren.

Ein Steward/eine Stewardess darf nicht kontaktscheu sein, sondern eine gute Kommunikationsfähigkeit aufweisen. Soziale Kompetenz und der Servicegedanke stehen in diesem Beruf im Vordergrund. Ein souveränes Auftreten, auch in schwierigen Situationen ist notwendig, um zum Beispiel Angstzuständen oder einer Panik der Passagiere vorzubeugen.

Stewards/Stewardessen sind sehr viel unterwegs und eher selten zuhause in den eigenen vier Wänden. Stress gehört zum Beruf, auch außerhalb des Flugzeug. Zum einen durch Schichtarbeit, zum anderen durch immer kürzere Aufenthaltszeiten.

Bewerbung auf Stellenangebote als Steward/Stewardess

Eine Bewerbung als Flugbegleiter/Flugbegleiterin kann mit einer klassischen schriftlichen Bewerbungsmappe mit Bewerbungsschreiben und Lebenslauf erfolgen, oder aber durch eine Online-Bewerbung.

In wohl kaum einem anderen Beruf wird mehr auf das äußere Erscheinungsbild geachtet als bei der Stewardess/dem Steward. Wenn Bewerbungsfotos angefertigt werden sollte darauf geachtet werden. Eine Bewerbung als Flugbegleitung mit einem kritikfähigen Bild macht keinen Sinn.

Das Anschreiben der Bewerbung sollte gut formuliert sein und unmissverständlich ausdrücken, dass die Motivation und die Qualifikation vorhanden sind. Der Lebenslauf sollte tabellarisch erstellt werden und chronologisch den Werdegang der angehenden Flugbegleitung widerspiegeln.

Trends und zukünftige Entwicklungen für Flugbegleiter

Die Aussichten auf einen Job für Stewards/Stewardessen sind sehr gut. Bei der Betrachtung des Arbeitsmarktes der letzten 8 Jahre ist deutlich zu erkennen, dass die Zahl der Flugbegleiter/innen deutlich zugenommen. In diesem Zeitraum wurden mehr als 26000 neue Flugbegleitungen eingestellt.

Dieser Trend wird vermutlich durch eine Konsolidierung der Billigflieger nicht dauerhaft sein, aber langfristig gesehen wird im Bereich des Passagierluftverkehrs mit weiteren Wachstumszahlen zu rechnen sein.

Erstaunlicherweise git es in diesem Beruf aber auch eine steigende Arbeitslosenquote die in den letzten acht Jahren um mehr als 9000 gestiegen ist.

Flugbegleiter/in als Beruf
Quelle: Beschäftigungs- und Arbeitslosenstatistik der BA.
Für das Jahr 2007 liegen bei den Arbeitslosen nur unvollständige Daten vor.


Flugbegleiter im Job

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