| Ausbildung und Beruf als Restaurantfachmann/Restaurantfachfrau: | ||
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Berufsbild Restaurantfachfrau/Restaurantfachmann:
Dieser Beruf ist 1980 aus den Berufen Hotelgehilfe/-gehilfin und
Gaststättengehilfe/-gehilfin hervorgegangen und blickt auf eine
lange Tradition im Dienstleistungssektor.
Restaurantfachleute arbeiten in Gaststätten, Pensionen, Restaurants oder
Hotels, aber auch in großen Kaufhäusern und Möbelgeschäften
mit integriertem Cafe oder Restaurant. Restaurantfachleute sind im Prinzip
überall dort aktiv, wo der Bedienung von Kunden mit Speisen und Getränken
ein großer Stellenwert zugemessen wird.
Die Tätigkeit findet oft in Schichtarbeit statt. Es gibt natürlich auch
Stoßzeiten zu den geregelten Arbeitszeiten wie Frühstück, Mittagessen
und Abendessen. Über den Tag verteilt legt der Restaurantfachmann/die Restaurantfachfrau
sehr oft große Strecken zurück, dabei müssen schwere Teller mit Speisen und Tabletts
mit Getränken balanciert werden.
Bei dieser Tätigkeit ist oft Teamarbeit gefragt, vor Allem in der Abstimmung mit
dem Küchenpersonal oder dem Thekenpersonal. Restaurantfachleute sind für
die Abrechnung und Rechnungsstellung beim Kunden verantwortlich. Der Arbeitgeber verfügt
in der Regel über ein zentrales Abrechnungssystem, wobei die Bestellungen direkt
beim Bestellvorgang in einen transportablen Bestellcomputer eingegeben werden.
Zu den unbeliebteren Aufgaben im Betrieb zählt natürlich auch das Abräumen nach der
erfolgten Mahlzeit. Für eine Restaurantfachfrau/einen Restaurantfachmann ist es besonders
wichtig immer auf den Kunden einzugehen und immer im Blick zu haben oder zu erfragen, ob
zum Beispiel noch Getränke serviert werden sollen.
Gehalt/Verdienst als Restaurantfachmann/Restaurantfachfrau
Die Bandbreiten von Gehalt und Lohn in diesem Job sind sehr unterschiedlich, allgemein
gilt dieser Bereich als unterbezahlt. Ein Aspekt der für Restaurantfachleute
zum Tragen kommt ist wie bei allen Servicekräften das Trinkgeld.
Natürlich gilt auch hier die Faustregel "Je besser der Service, desto höher
das Trinkgeld!". Trinkgelder werden für gewöhnlich mit Theken- und Küchenpersonal
geteilt. Es gibt sogar Arbeitgeber, die von ihren Servicekräften die Abgabe von
Trinkgeld verlangen, was allerdings rechtswidrig ist.
Wenn das Gehalt an tarifvertragliche Bedingungen angelehnt ist, dann kann der
Restaurantfachmann/die Restaurantfachfrau mit einem monatlichen Verdienst von ca.
1700 bis 2000 Euro brutto rechnen.
Ausbildung als Restaurantfachfrau/Restaurantfachmann
Restaurantfachmann/Restaurantfachfrau ist ein anerkannter Ausbildungsberuf
nach dem Berufsbildungsgesetz und dauert regulär drei Ausbildungsjahre.
Wer eine Ausbildung zum Restaurantfachmann/zur Restaurantfachfrau beginnen möchte,
der muss eine Bescheinigung des Gesundheitsamtes vorweisen, um ein
Infektionsrisiko auszuschließen.
Für die Lehre gibt es sonst keine schulischen Voraussetzungen die
rechtlich geregelt wären, es ist aber in der Praxis so, dass die
meisten Unternehmen einen Azubi mit einem mittleren Bildungsabschluss
einstellen.
Die Vergütung während der Ausbildungzeit ist gestaffelt:
1. Ausbildungsjahr: 500 Euro (Neue Bundesländer: 370 Euro)
2. Ausbildungsjahr: 561 Euro (Neue Bundesländer: 451 Euro)
3. Ausbildungsjahr: 636 Euro (Neue Bundesländer: 525 Euro)
Restaurantfachleute absolvieren ihre Lehre in der Mehrzahl im dualen System,
mit Berufsschule für Theorie und praktischer Ausbildung im Ausbildungsbetrieb.
Auch die rein schulische Ausbildung an einer Berufsfachschule kann absolviert werden
dient Ausbildungswilligen, die keinen Ausbildungsplatz bekommen haben. Für
die rein schulische Berufsausbildung erfolgt keine Vergütung.
Während der betrieblichen Ausbildung als Restaurantfachfrau/-mann ist dürfen
Auszubildende unter 16 Jahren bis 20 Uhr arbeiten und unter 18 Jahren bis 22 Uhr.
In der Praxis werden viele Azubis aber oft deutlich über den Grenzzeiten
eingesetzt.
Der Ausbildungsabschluss erfolgt durch eine schriftliche und eine praktische
Abschlussprüfung, beide Prüfungen werden durch die jeweilige IHK
abgenommen.
Eigenschaften und Voraussetzungen für Restaurantfachleute
Wie in jedem anderen Dienstleistungsbereich auch, so ist auch bei den
Restaurantfachleuten der Umgang mit den Kunden ein wesentlicher Aspekt.
Als Restaurantfachmann/-frau ist eine soziale Kompetenz und eine gute
Kommunikationsfähigkeit für den Kontakt mit Gästen und
Kollegen notwendig.
Besonders zu den Stoßzeiten herrscht Stress, weshalb eine gewisse Resistenz bzw.
ein guter Umgang mit Stress sehr hilfreich ist. Eine gute Organisationsfähigkeit
und Sorgfalt helfen in solchen Situationen enorm.
Die Arbeit in Schichten und an Wochenenden kann ein Problem darstellen, vor
allem bei der Planung privater Aktivitäten. Dieser Tatsache sollte sich ein
Bewerber auf einen Ausbildungsplatz bewusst sein.
Bewerbung auf Stellenangebote als Restaurantfachmann/Restaurantfachfrau
In diesem Beruf ist das Auftreten und die Wirkung auf Mitmenschen sehr entscheidend.
Einer schriftlichen Bewerbung mit Bewerbungsschreiben, Lebenslauf und Zeugniskopien sollte
immer ein nettes und ausdrucksstarkes Bewerbungsfoto beigefügt sein.
Bewerber auf Stellenangebote für einen Restaurantfachmann/eine Restaurantfachfrau
sollten immer den persönlichen Kontakt zum potenziellen Arbeitgeber suchen.
Rufen Sie bei Fragen zum Stellenangebot an oder übergeben Sie die Bewerbung
persönlich, dies kann einen positiven Eindruck hinterlassen, der im Laufe
des Bewerbungsprozesses ein entscheidender Vorteil sein kann.
Trends und zukünftige Entwicklungen für Restaurantfachleute
Die Erlebnisgastronomie boomt - Gäste wollen nicht nur Speisen, sondern auch
eine Unterhaltung genießen. Der Trend geht daher zu neuen Konzepten, die Unterhaltung
mit einer guten Küche verbinden.
Insgesamt ist der Bereich der Gastronomie an konjunkturelle Prozesse gebunden. Wenn
die Leute kein Geld in der Tasche haben (Rezession) dann wird oft beim Essengehen
gespart. Was sich auch beim Trinkgeld bemerkbar macht.
Was aber ungebrochen seit Jahren anhält, das ist der Trend zu neuen
kulinarischen Genüßen. Für Restaurants bedeutet dies ein wechselndes
Angebot.

Quelle: Beschäftigungs- und Arbeitslosenstatistik der BA.
Für das Jahr 2007 liegen bei den Arbeitslosen nur unvollständige Daten vor.