| Ausbildung und Jobs als Zerspanungsmechaniker/Zerspanungsmechanikerin: | ||
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Berufsbild Zerspanungsmechaniker/Zerspanungsmechanikerin
Der Beruf als Zerspanungsmechaniker ist in seiner jetzigen Form sehr jung und entstand 2004.
Als Vorläufer existierte bereits das Berufsbild Zerspanungsmechaniker, allerdings in den vier
unterschiedlichen Fachrichtungen Schweißtechnik, Drehtechnik, Frästechnik und
Automaten-Drehtechnik.
Diese vier Fachrichtungen wurden in dem neuen Job vereint, wobei während der
Ausbildung der Ausbildungsbetrieb entscheidet, wo der Schwerpunkt in einem der
Fachbereiche gelegt wird.
Die ursprüngliche Entwicklung des Berufes begann im Jahre 1987, als Jobs
Automateneinrichter/in, Dreher/in, Universalschleifer/in, Walzendreher/in,
Universalhobler/in, Universalfräser/in und Bohrwerkdreher/in in dem Berufsbild
Zerspanungsmechaniker mit den 4 Fachbereichen zusammengefasst wurde.
Aber was machen Zerspanungsmechaniker eigentlich? Sie arbeiten oftmals mit Maschinen
die auf einer CNC-Steuerung basieren. Die Fertigung präziser Metall-Bauteile steht dabei
im Vordergrund. Eine CNC-Drehmaschine muss zuerst eingerichtet werden, was der
komplizierte Teil der Arbeit ist. Erst im Anschluss beginnt die Fertigung und die
qualitative Überwachung des Fertigungsprozesses.
Gehalt und Verdienst als Zerspanungsmechaniker/Zerspanungsmechanikerin
Das Gehalt als Zerspanungsmechaniker hängt von verschiedenen Faktoren ab. In welcher Region
sich der Arbeitsplatz befindet kann zum Beispiel auch eine Rolle spielen. Der Verdienst ist
aber im Wesentlichen von persönlichen Bedingungen, wie Berufserfahrung, Qualifikation oder
Verantwortungsbereich abhängig.
Daneben kommt es beim Gehalt auch auf die vertraglich festgelegten Konditionen an,
beispielsweise ein 13. Monatsgehalt oder Urlaubsgeld. Aber auch die Branche des
Unternehmens spielt hierbei eine wichtige Rolle.
Für einen Zerspanungsmechaniker, dessen Gehalt eine tarifvertragliche Anlehnung hat,
kann der Verdienst bei ca. 2300,- bis 2600,- Euro brutto im Monat liegen.
Ausbildung als Zerspanungsmechaniker/Zerspanungsmechanikerin
Der anerkannte Ausbildungsberuf Zerspanungsmechaniker ist eine duale Ausbildung
nach dem Berufsbildungsgesetz und somit bundesweit einheitlich geregelt. Die
Lehre dauert 3,5 Jahre und wird in Industrieunternehmen absolviert.
Weil es sich um eine duale Ausbildung handelt, vollzieht sich der
praktische Teil der Berufsausbildung in dem Ausbildungsbetrieb, während
der theoretische Unterricht in der Berufsschule stattfindet.
Nach der DAV liegt die Ausbildungsvergütung in diesem Job bei folgenden
Beträgen:
1. Ausbildungsjahr: 755,- EUR (Neue Bundesländer: 740,- EUR)
2. Ausbildungsjahr: 798,- EUR (Neue Bundesländer: 786,- EUR)
3. Ausbildungsjahr: 858,- EUR (Neue Bundesländer: 839,- EUR)
4. Ausbildungsjahr: 912,- EUR (Neue Bundesländer: 880,- EUR)
Um eine Ausbildung als Zerspanungsmechaniker/in zu beginnen ist keine
bestimmte Schulbildung vorbestimmt. Die Auswahl der Bewerber obliegt den
Ausbildungsbetrieben, die mehrheitlich Bewerber mit einem mittleren Bildungsabschluss
einstellen.
Die Abschlussprüfung als Zerspanungsmechaniker/in ist in zwei Teile
gegliedert. Der erste Teil der Abschlussprüfung besteht aus einem schriftlichem
Teil und bildet 40 % der Prüfungsnote, die restlichen 60 % werden durch den
intensiveren praktischen Teil der Abschlussprüfung bestimmt.
Eigenschaften und Fähigkeiten als Zerspanungsmechaniker/in
Der Werkstoff Metall bestimmt den Arbeitsalltag in den Jobs als
Zerspanungsmechaniker. Auch wenn das Metall nicht direkt per Hand bearbeitet
wird, so stellt es doch das wesentliche Element quer durch alle
Stellenangebote dar.
Präzision und Kontrolle stehen im Job im Vordergrund. Ständige Sorgfalt und
Kontrolle der einzelnen Arbeitsschritte und der Qualität sind unabdingbar.
Die CNC-Geräte verlangen solche Eigenschaften, um einen idealen Produktionsablauf
gewährleisten zu können.
Bewerbung auf Stellenangebote als Zerspanungsmechaniker/in
Eine Bewerbung als Zerspanungsmechaniker vollzieht sich in der Regel als
klassische Bewerbung in Form einer schriftlichen Bewerbungsmappe mit
Bewerbungsschreiben, Lebenslauf und Zeugniskopien.
Die Online-Bewerbung existiert ebenfalls, allerdings fast ausschließlich
bei größeren metallverarbeitenden Unternehmen in Deutschland.
Das Anschreiben der Bewerbung ist prinzipiell nicht anders strukturiert
als bei anderen Berufen. Das Bewerbungsanschreiben bildet das wichtigste Dokument
der Bewerbung als Zerspanungsmechaniker, es muss ansprechen und überzeugen. Wer mit
der idealen Darstellung der Motivation und Qualifikation für das Stellenangebot, im Anschreiben
kein Interesse weckt, wird den Job nicht bekommen.
Der tabellarische Lebenslauf der Bewerbung kommt erst im zweiten Schritt zum Zuge.
Hier zählen jedoch eher die harten Fakten als die Formulierung. Trotzdem muss
der Lebenslauf der Zerspanungsmechaniker/innen den Arbeitgeber überzeugen können.
Im Lebenslauf formuliert der Bewerber zunächst die persönlichen Daten und geht
dann chronologisch auf den schulischen und beruflichen Werdegang ein.
Trends und berufliche Zukunft für Zerspanungsmechaniker
Zerspanungsmechaniker sind durch ihren Arbeitsgeber fast immer von den
konjunkturellen Entwicklungen der deutschen und internationalen Wirtschaft
abhängig. Konjunkturelle Abschwünge machen sich auch in den Jobs und
Stellenangeboten dieses Berufsbildes bemerkbar.
Technisch gesehen geht der Trend der Zukunft zu einem ultraschall-gestützten
Schleifen von Metallen. Diese neue Technologie scheint wesentlich effizienter
zu sein und wird sich voraussichtlich etablieren.

Quelle: Beschäftigungs- und Arbeitslosenstatistik der BA. Für das Jahr 2007
liegen bei den Arbeitslosen nur unvollständige Daten vor.