Elektroniker/in – Ausbildung, Berufsbild, Gehalt und Bewerbung

Die Ausbildung als Elektroinstallateur/in ist seit August 2003 nicht mehr möglich. Der Ausbildungsberuf wurde durch die Berufsbezeichnung Elektroniker/in ersetzt. Dieser ist aufgeteilt in Handwerks- und Industriebereiche. Allgemein und im Volksmund wird dieser Arbeitsbereich aber mit dem Job als Elektriker/in definiert.

Elektroniker/in ist somit die übergeordnete Bezeichnung, die verschiedene Berufsordnungen zusammenfasst. Es gibt eine Vielzahl verschiedener Fachrichtungen in diesem Beruf, die sich hauptsächlich auf den Industriezweig beziehen. Im Handwerk gibt es die Fachrichtung Automatisierungstechnik, in der Industrie in erster Linie die Energie- und Gebäudetechnik, aber auch die Informations- und Telekommunikationstechnik, Betriebstechnik, Maschinen- und Antriebstechnik, Gebäude- und Infrastruktursysteme sowie luftfahrttechnische Systeme. Seit 2021 gibt es außerdem den neuen Beruf Elektroniker/in für Gebäudesystemintegration, der die wachsende Bedeutung von Smart-Home- und Gebäudeautomation widerspiegelt.

Die unterschiedlichen Fachrichtungen als Elektroniker/in

Je nach Fachrichtung wird ein unterschiedliches Berufsbild deutlich. Hier wird eher die einheitliche Variante verdeutlicht, die an die frühere Lehre als Elektroinstallateur angelehnt ist.

In diesem Beruf sind Sie vorwiegend im Servicebereich tätig, auf Baustellen, in Werkstätten oder im Kundendienst. Mit Strom kennen Sie sich aus. Das Installieren von elektrischen Anlagen jeglicher Art gehört in Ihr Aufgabenfeld, hierzu zählt das Montieren von Leitungen, Leuchten und Schaltkästen.

Sie sind aber genauso für die Wartung oder Reparatur der elektrischen Systeme zuständig und gewährleisten deren Sicherheit im Sinne der Vorschriften des VDE (Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e. V.). Für den einzelnen Kunden sind Sie Ansprechpartner und müssen in dieser Funktion auch beratend zur Seite stehen. Zunehmend gehören auch Themen wie Energieeffizienz, erneuerbare Energien und intelligente Gebäudetechnik zum Arbeitsalltag.

Gehalt als Elektroniker/in

Die Ausbildungsdauer beträgt 3,5 Jahre. Die beliebteste Fachrichtung ist Energie- und Gebäudetechnik mit über 41.000 Auszubildenden deutschlandweit. Bei Jungen ist der Beruf nach wie vor sehr begehrt, der weibliche Anteil steigt zwar, ist aber immer noch gering.

Das Einstiegsgehalt nach der Ausbildung liegt je nach Region, Fachrichtung und Tarifbindung bei ca. 2.500 bis 3.500 Euro brutto im Monat. In der Ausbildung liegt die Vergütung durchschnittlich bei ca. 900 bis 1.200 Euro brutto und steigert sich mit jedem Lehrjahr. Mit einigen Jahren Berufserfahrung sind Gehälter von 3.500 bis 4.500 Euro brutto möglich, mit Meistertitel oder Spezialisierung sogar bis zu 5.000 Euro brutto und mehr.

Ein großer Vorteil in diesem Berufsbild ist die hohe Jobsicherheit. In der Elektrobranche herrscht seit Jahren ein deutlicher Fachkräftemangel, sodass die Berufsaussichten für ausgebildete Elektroniker/innen ausgezeichnet sind.

Der Beruf ist eher eine männliche Domäne, weibliche Azubis findet man eher selten.

Eigenschaften und Voraussetzungen

Für diese Aufgabe sollten Sie ein gutes technisches Verständnis mitbringen und keine Angst, aber Respekt vor Elektrizität aufweisen. Gute Kenntnisse in Mathematik und Physik sind ebenfalls wichtig, da Sie regelmäßig mit Berechnungen und physikalischen Zusammenhängen arbeiten. Der Umgang mit Kunden erfordert eine gute Kommunikationsfähigkeit, in gleicher Weise aber ebenso mit Bauleitern oder anderen Handwerkern.

Hier macht man sich schon mal die Finger schmutzig, das sollte Ihnen bewusst sein. Arbeitskleidung gehört daher zur Grundausstattung. Die elektrischen Anlagen werden an ungewöhnlichen Orten platziert, oft muss die Tätigkeit daher in großer Höhe oder in kleinsten Ecken ausgeführt werden. Angst vor Höhen oder engen Räumen ist daher nicht förderlich.

Bewerbung als Elektroniker/in

Die Bewerbung für einen Ausbildungsplatz sollte im Handwerk persönlich erfolgen. Wer vorher schon ein kleines Praktikum absolviert hat und einen guten Eindruck hinterlässt, hat große Chancen auf eine Lehrstelle.

Das Bewerbungsschreiben und der tabellarische Lebenslauf sollten wie die gesamten Bewerbungsunterlagen dem Standard entsprechen. Kreativität ist hier nicht gefragt, die konventionelle schriftliche Bewerbung ist völlig ausreichend.

Weitere Bewerbungstipps und Tricks!

Beschäftigungszahlen und Trends

Die Beschäftigungszahlen geben einen Einblick in die Anzahl der Elektriker/innen, die in einem Beschäftigungsverhältnis tätig sind und wie viele arbeitssuchend gemeldet sind. Die Zahlen berücksichtigen jedoch nicht die selbstständigen Elektroniker/innen.

Die Zukunftsaussichten für Elektroniker/innen sind hervorragend. Die Energiewende, der Ausbau erneuerbarer Energien, die Elektromobilität und die Digitalisierung von Gebäuden sorgen für eine anhaltend hohe Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften. Rund 517.000 Menschen arbeiten in den E-Handwerken, und es gibt weiterhin zehntausende offene Stellen, die nicht besetzt werden können.

Häufig gestellte Fragen zur Ausbildung als Elektroniker/in

Wie lange dauert die Ausbildung zum Elektroniker/in?

Die Ausbildung zum Elektroniker bzw. zur Elektronikerin dauert in der Regel 3,5 Jahre und erfolgt dual im Betrieb und in der Berufsschule. Je nach Fachrichtung und Leistung kann die Ausbildungszeit verkürzt werden.

Wie viel verdient man als Elektroniker/in nach der Ausbildung?

Das Einstiegsgehalt nach der Ausbildung liegt je nach Region und Tarifbindung bei ca. 2.500 bis 3.500 Euro brutto im Monat. Mit Berufserfahrung und Weiterbildungen wie dem Meistertitel sind Gehälter von 4.000 bis über 5.000 Euro brutto möglich.

Welche Fachrichtungen gibt es für Elektroniker/innen?

Zu den Fachrichtungen gehören unter anderem Energie- und Gebäudetechnik, Automatisierungstechnik, Betriebstechnik, Informations- und Telekommunikationstechnik, Maschinen- und Antriebstechnik, Gebäude- und Infrastruktursysteme sowie Gebäudesystemintegration. Die Wahl der Fachrichtung hängt davon ab, ob Sie im Handwerk oder in der Industrie tätig sein möchten.

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