Ausbildung zum Fotografen/zur Fotografin

Der Ausbildungsplatz zum Fotografen bzw. zur Fotografin ist bei Jungen und Mädchen heiß begehrt. Die Abbruchquote während der Ausbildung ist aber im Vergleich zu anderen Ausbildungsberufen relativ hoch. Ebenso liegt die aktuelle Arbeitslosenquote in diesem Bereich über dem Durchschnitt. Eine Tatsache, die auf den hohen Spezialisierungsgrad im Beruf zurückführt.

Nach der Ausbildung besteht zudem selten die Option auf eine Übernahme in ein Arbeitsverhältnis, weil viele Fotografen selbstständig in kleineren Fotoateliers tätig sind. Es stehen jedes Jahr von Hamburg bis München insgesamt ca. 2.100 Ausbildungsplätze in der Fotografie bereit.

Das Berufsbild Fotograf/Fotografin

Der Fotograf arbeitet meistens selbstständig und im Auftrag für Print- und Online-Medien, Industrie oder Privatpersonen. Festangestellte Fotografen sind sehr selten. Die Fotografie umfasst jedoch sämtliche Bereiche des Lebens und der Wirtschaft, beispielsweise die Modefotografie, Werbefotografie, Porträtfotografie oder als Begleiter von Journalisten.

Das Aufgabengebiet liegt im Shooting, der Entwicklung sowie der digitalen Bearbeitung des Bildmaterials am Computer. Die Profilierung als künstlerisch renommierter Fotograf verspricht ein überdurchschnittliches Einkommen.

Der Beruf zeichnet sich zudem durch einen hohen Kundenkontakt aus und verspricht abwechslungsreiche Aufgaben. Er ist nicht zu verwechseln mit dem Beruf Fotolaborant/Fotolaborantin (jährlich ca. 60 Ausbildungsplätze). Diese Berufsausbildung hat in der Regel wenig kreativen Spielraum und konzentriert sich hauptsächlich auf die Entwicklung des Fotomaterials in digitaler Form oder als Print. Dieser Ausbildungsberuf ist im Berufsbildungsgesetz manifestiert, während die Lehre zum Fotografen der Handwerksordnung unterliegt.

Ausbildung und Gehalt als Fotograf/in

Die Ausbildung als Fotograf erfolgt nach der Handwerksordnung und je nachdem auf welchem Fachgebiet der Schwerpunkt liegt. In den ersten 18 Monaten der Ausbildung erlernen Azubis die Arbeitsplanung, die Beratung von Kunden, Bildbeleuchtung und Bildkonzeption sowie die Bearbeitung von Bilddaten.

Nach 3 Jahren ist die Fotografenausbildung beendet, während dieser Zeit ist das Gehalt im Vergleich sehr gering und liegt im Durchschnitt bei ca. 290 Euro. Das Anfangsgehalt im Beruf nach einer abgeschlossenen Ausbildung zum Fotografen liegt gewöhnlich bei ca. 2.000 Euro, wobei ca. 24 Urlaubstage gewährt werden.

Je nach Einsatzgebiet ein vielschichtiger Beruf, egal ob selbstständig oder angestellt. Kreativität ist in diesem Beruf sehr wichtig.

Eigenschaften und Voraussetzungen

Der Anteil an künstlerischer Gestaltungsfreiheit bei diesem Berufsbild ist sehr hoch, weshalb hier Kreativität sehr gefragt ist. Ein Blick für Details sollte vorhanden sein, ebenso wie ein gutes technisches Verständnis bei Entwicklung, Shooting und Nachbearbeitung notwendig ist.

Durch die große Kundennähe ist ein freundliches Wesen vorteilhaft. Besonders wenn mit Models gearbeitet werden muss, braucht man eine Gespür für die Situation.

Video zum Berufsbild Fotograf/in

Bewerbung als Fotograf/in

Die Bewerbung ist in diesem Bereich nicht unbedingt genormt und kann durchaus aus dem sprichwörtlichen Rahmen fallen. Da es sich um eine künstlerische Tätigkeit handelt ist hier Kreativität gefragt. Beweisen Sie Mut weichen von ausgetretenen Pfaden ab!

Ihre Bewerbungsunterlagen sollten beeindrucken, was nicht bedeutet, dass Sie für jede Bewerbung was Neues entwerfen. Erstellen Sie sich ein beeindruckendes eigenes Konzept, welches bei weiteren Bewerbungen eingesetzt werden kann.

Holen Sie sich aber unbedingt vor dem Versand eine zweite oder dritte Meinung dazu. Damit Ihre Kreativität nicht ins Leere läuft und Sie eine weitere Meinung bekommen.

Weitere Bewerbungstipps und Tricks!

Beschäftigungszahlen und Trends

Die Statistik der Beschäftigungszahlen für Fotografen verdeutlicht das Verhältnis von Beschäftigten und Arbeitsuchenden. Ebenso lässt sich daraus eventuell die mittelfristige Tendenz für die Entwicklung des Arbeitsmarktes in den kommenden Jahren ableiten.

Quelle: Beschäftigten- und Arbeitslosen-Statistik der Bundesagentur für Arbeit (IAB Forschungsgruppe Berufliche Arbeitsmärkte).

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