Webdesigner/in – Ausbildung, Berufsbild, Gehalt und Bewerbung

Du interessierst dich für die digitale Welt und neue Entwicklungen? Kreativität zählt zu deinen Eigenschaften und du hast ein gutes Auge für Farben? Eventuell ist dann das Berufsbild genau richtig für dich.

Webdesigner sind noch nicht so lange am Arbeitsmarkt dabei. Der Beruf zählt zu den neuen Berufen, die erst mit der Etablierung von Internet und deren bezahlbaren Zugängen ihren Weg in den deutschen Arbeitsmarkt gefunden haben. Sie arbeiten in der Regel selbstständig oder sind angestellt in Multimedia-/Webdesign-Agenturen oder in Softwareunternehmen bzw. Datenbankunternehmen. Dort setzen sie Kundenwünsche zielgenau und fristgerecht innerhalb von Projekten um.

Webdesigner müssen sich permanent weiterbilden und immer die aktuellen Trends im Internet kennen. Hierbei sind zahlreiche Faktoren zu beachten, die für die Betrachtung und Funktionalität des jeweiligen Internetauftritts entscheidend sind.

Die Arbeit richtet sich ebenso nach den Voraussetzungen im Hintergrund. So sind Datenbanksysteme kompatibel einzubinden, genauso wie Content-Management-Systeme.

Gehalt als Webdesigner/in

Die meisten Webdesigner sind als Freelancer selbstständig, wer jedoch im Angestelltenverhältnis aktiv ist, kann mit einer tariflichen Anlehnung beim Gehalt rechnen.

Im Folgenden wird daher das Gehalt im öffentlichen Dienst als Maßstab herangezogen. Hierbei spielt natürlich die Berufserfahrung und der Verantwortungsbereich eine gewichtige Rolle.

Der Verdienst für Webdesigner kann daher bei einem monatlichen Bruttolohn von ca 3.353 EUR liegen (Quelle: Tarifsammlung des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Soziales, Familie und Integration). Starke Abweichungen nach oben oder unten kommen in der Praxis genauso vor.

Das Gehalt in Agenturen ist oftmals nicht so hoch. Selbstständige Designer erzielen das höchste Gehalt, allerdings nur, wenn sie sich im Beruf etabliert haben und einen Kundenstamm aufbauen konnten.

Ausbildung als Webdesigner/in

Webdesigner werden die meisten Personen mittlerweile durch eine gezielte Ausbildung. Die Kriterien für die Aufnahme der Berufsausbildung legt jeder Bildungsträger selbst fest, gesetzlich ist hier nichts vorgeschrieben. Die Regelungen für den Beruf kommen entweder nach den Vorgaben der IHK oder der Bildungsträger.

Die Aufnahme der Weiterbildung setzt in der Regel eine abgeschlossene Berufsausbildung oder einschlägige Berufserfahrungen voraus. Berufserfahrung und Ausbildung sollten in den Bereichen Marketing, Vertrieb und Medien liegen.

In regelmäßigen Abständen benötigen Internetseiten einen Relaunch. Sei es, weil die Technik sich verändert oder weil das Layout nicht mehr up-to-date ist. Ein Beruf mit Zukunft.

Die Weiterbildung dauert zwischen 1 und 6 Monaten in Vollzeit, wird aber auch berufsbegleitend angeboten. Eine Vergütung erfolgt während des Ausbildungszeitraums nicht.

Viele Webdesigner sind heute auch Quereinsteiger, ohne eine Weiterbildung in diesem Beruf. Nicht selten haben sie vorher ihr Webdesign-Handwerk im Informatikstudium gelernt oder gar als Hobby vertieft. Die Lebensläufe sind nicht selten bunt.

Eigenschaften und Voraussetzungen für den Beruf

Die Arbeit als Webdesigner erfordert Kreativität und ein gestalterisches Talent. Oftmals arbeiten sie im Beruf mit Grafikern zusammen, welche dann die gestalterischen Arbeiten übernehmen.

Die Arbeit erfolgt jedoch immer in enger Abstimmung mit dem Kunden sowie nach dessen Vorgaben. Dieser Sachverhalt macht eine gute Kommunikationsfähigkeit und eine Kundenorientierung erforderlich.

Sorgfalt gehört für Webdesigner zum täglichen Handwerk, sowohl bei der Planung von Navigationen, als auch in der direkten Arbeit mit HTML. Fehlersuche und Fehlerbehebung im Quelltext lassen sich oft nicht vermeiden, können jedoch sehr zeitaufwendig sein.

Video zum Berufsbild Webdesignerin

Bewerbung als Webdesigner/in

In diesem Beruf erfolgt fast ausschließlich eine Online-Bewerbung, klassische Bewerbungsmappen auf dem Postweg sind eher die Ausnahme.

Bei der Bewerbung ist besonders die Referenz wichtig. Wer bereits Arbeiten online präsentieren kann, die er selbst erstellt hat oder an denen er beteiligt war, hat einen entscheidenden Vorteil. Daher sollte zu jeder Bewerbung im Webdesign immer eine gute Referenz hinzugefügt werden, hierbei ist es egal, ob es sich um eine private Website handelt oder nicht.

Das Bewerbungsschreiben und der Lebenslauf der Bewerbung werden auf unseren Seiten ausführlich erklärt und mit einem Beispiel belegt. Zusammen mit den Zeugniskopien bilden sie die Inhalte der Bewerbung.

Weitere Tipps zur Bewerbung!

Das Webdesign muss immer mit der Zeit gehen. Shopsysteme stehen aktuell hoch im Kurs und werden oft von Kunden verlangt. Doch auch eine fertige Website schreit ständig nach Erneuerung, weshalb in der Regel alle 3-5 Jahre ein Relaunch der Website erfolgen sollte.

Durch permanente technische Neuerungen überholt sich altes Webdesign sehr schnell, was für den Beruf einen großen aktuellen Informationsstand verlangt. Neue Trends fordern neues Design und permanente Anpassungen, wie aktuell die Änderungen auf responsives Design.

Doch auch der Geschmack ändert sich. Sind heute runde Formen, flat-Design und schlichte, aufgeräumte Webseiten en vogue, kann sich dies in 3 Jahren ganz anders entwickeln.

Die berufliche Perspektive für Webdesigner ist gut und zeigt noch immer nach oben. Sicherlich gibt es zyklische Einbrüche, die von der gesamtwirtschaftlichen Konjunktur abhängig sind, doch ist das Potenzial hier noch lange nicht ausgeschöpft.

Quelle: Beschäftigten- und Arbeitslosen-Statistik der Bundesagentur für Arbeit (IAB Forschungsgruppe Berufliche Arbeitsmärkte).

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