Zerspanungsmechaniker/in – Ausbildung, Berufsbild, Gehalt und Bewerbung

Du arbeitest gerne mit Metall? Produktionshallen als Arbeitsstätte machen dir nichts aus? Dann ist dieses Berufsbild vielleicht für dich geeignet.

Woher kommt der Beruf? Der Beruf Zerspanungsmechaniker ist in seiner jetzigen Form relativ jung und entstand 2004. Als Vorläufer existierte vorher bereits das Berufsbild Zerspanungsmechaniker, allerdings in den vier unterschiedlichen Fachrichtungen Schweißtechnik, Drehtechnik, Frästechnik und Automaten-Drehtechnik.

Diese vier Fachrichtungen wurden in dem neuen Berufsbild vereint. Während der Ausbildung entscheidet der Ausbildungsbetrieb, wo der Schwerpunkt in einem der 4 Fachbereiche gelegt wird.

Was machen Zerspanungsmechaniker eigentlich?
Sie arbeiten oftmals mit Maschinen die auf einer CNC-Steuerung basieren. Die Fertigung präziser Metall-Bauteile steht dabei im Vordergrund. Die CNC-Drehmaschine muss zuerst eingerichtet werden, was der komplizierte Teil der Arbeit ist. Erst im Anschluss beginnen die Fertigung sowie die qualitative Überwachung des Fertigungsprozesses.

Video zum Berufsbild Zerspanungsmechaniker/in

Gehalt als Zerspanungsmechaniker/in

Das Gehalt als Zerspanungsmechaniker hängt von verschiedenen Faktoren ab. In welcher Region sich der Arbeitsplatz befindet, kann zum Beispiel eine Rolle spielen. Der Verdienst ist aber im Wesentlichen von persönlichen Bedingungen, wie Berufserfahrung, Qualifikation oder Verantwortungsbereich abhängig.

Daneben kommt es beim Gehalt auf die vertraglich festgelegten Konditionen an, beispielsweise ein 13. Monatsgehalt oder Urlaubsgeld. Aber auch die Branche des Unternehmens spielt beim Gehalt eine wichtige Rolle.

Für einen Zerspanungsmechaniker, dessen Gehalt eine tarifvertragliche Anlehnung hat, kann der Verdienst bei ca. 3.060,- bis 3.362,- Euro brutto im Monat liegen. (Quelle: Statistisches Taschenbuch Tarifpolitik)

Ausbildung als Zerspanungsmechaniker/in

Der anerkannte Ausbildungsberuf Zerspanungsmechaniker/in ist eine duale Ausbildung nach dem Berufsbildungsgesetz und somit bundesweit einheitlich geregelt. Die Lehre dauert 3,5 Jahre und wird in Industrieunternehmen absolviert. Die Ausbildung kann ebenso im Handwerk erfolgen, allerdings ist dies eher seltener.

Weil es sich um eine duale Ausbildung handelt, vollzieht sich der praktische Teil der Berufsausbildung in dem Ausbildungsbetrieb, während der theoretische Unterricht in der Berufsschule stattfindet.

In der Berufsausbildung lernst du an der Schule allgemein-bildende Fächer, aber ebenso spezifische Inhalte, wie das herstellen von Bauelementen mit Maschinen oder die Optimierung von bestimmten Fertigungsprozessen.

Im Betrieb wird dir beigebracht, wie Steuerungstechnik richtig angewendet wird, wie man Fertigungsparameter einstellt oder auftragsspezifische Arbeitsabläufe durchführt. Die Anwendung von Qualitätssicherungssystemen im Betrieb ist ebenfalls eine wichtige Aufgabe.

In der Industrie liegt die Ausbildungsvergütung in diesem Berufsbild bei folgenden Beträgen:

1. Ausbildungsjahr: 918-984 EUR
2. Ausbildungsjahr: 968-1.035 EUR
3. Ausbildungsjahr: 1.036-1.127 EUR
4. Ausbildungsjahr: 1.072-1.188 EUR

Um eine Ausbildung als Zerspanungsmechaniker/in zu beginnen ist keine bestimmte Schulbildung vorausgesetzt. Die Auswahl der Bewerber obliegt den Ausbildungsbetrieben selbst, die mehrheitlich Bewerber mit einem mittleren Bildungsabschluss einstellen.

Die Abschlussprüfung als Zerspanungsmechaniker/in ist in zwei Teile gegliedert. Der erste Teil der Abschlussprüfung besteht aus einer schriftlichen Prüfung und bildet 40 % der Prüfungsnote, die restlichen 60 % werden durch den intensiveren praktischen Teil der Abschlussprüfung bestimmt.

Eigenschaften und Fähigkeiten für das Berufsbild

Der Werkstoff Metall bestimmt den Arbeitsalltag des Zerspanungsmechanikers. Auch wenn das Metall nicht direkt per Hand bearbeitet wird, so stellt es doch das wesentliche Element quer durch alle Stellenangebote dar.

Präzision und Kontrolle stehen im Beruf im Vordergrund. Ständige Sorgfalt und Kontrolle der einzelnen Arbeitsschritte und der Qualität sind unabdingbar. Die CNC-Geräte verlangen solche Eigenschaften, um einen idealen Produktionsablauf gewährleisten zu können.

Bewerbung als Zerspanungsmechaniker/in

Eine Bewerbung als Zerspanungsmechaniker vollzieht sich in der Regel als klassische Bewerbung in Form einer schriftlichen Bewerbungsmappe mit Bewerbungsschreiben, Lebenslauf und Zeugniskopien. Die Online-Bewerbung ist auf dem Vormarsch, allerdings fast ausschließlich bei größeren metallverarbeitenden Unternehmen in Deutschland.

Das Bewerbungsanschreiben der Bewerbung ist prinzipiell nicht anders strukturiert als bei anderen Berufen. Das Bewerbungsanschreiben bildet das wichtigste Dokument der Bewerbung, es muss den Personalentscheider ansprechen und überzeugen.

Wer mit der idealen Darstellung seiner Motivation und Qualifikation für das Stellenangebot, im Anschreiben kein Interesse weckt, wird den Job nicht bekommen. Im Bewerbungsschreiben entscheidet sich bereits, wer auf dem Stapel der Absagen landet.

Der tabellarische Lebenslauf der Bewerbung kommt erst im zweiten Schritt zum Zuge. Hier zählen eher die harten Fakten als die Formulierung. Trotzdem muss der Lebenslauf der Zerspanungsmechaniker/innen den Arbeitgeber überzeugen können. Im Lebenslauf formuliert der Bewerber zunächst die persönlichen Daten und geht dann chronologisch auf den schulischen und beruflichen Werdegang ein. Beispiele zur Erstellung findest du in unseren weiterführenden Informationen.

Weitere Tipps zur Bewerbung

Zerspanungsmechaniker bei Industrieunternehmen sind fast immer von den konjunkturellen Entwicklungen der deutschen und internationalen Wirtschaft abhängig. Konjunkturelle Abschwünge machen sich auch in den Jobs und Stellenangeboten bemerkbar.

Technisch gesehen geht der Trend der Zukunft zu einem ultraschall-gestützten Schleifen von Metallen. Diese neue Technologie scheint wesentlich effizienter zu sein und wird sich voraussichtlich etablieren.

Seit Jahren unterliegt die Anzahl der Beschäftigten in diesem Berufsbild gewissen Schwankungen. Ein Trend, der sich vermutlich fortsetzen wird. Das Thema Industrie 4.0 wird diesen Beruf jedoch sicherlich in Zukunft verändern.

Mit einer Zusatzqualifikation kannst du dich in diesem Beruf weiterbilden, beispielsweise als CNC-Fachkraft.

Quelle: Beschäftigten- und Arbeitslosen-Statistik der Bundesagentur für Arbeit (IAB Forschungsgruppe Berufliche Arbeitsmärkte).

Ähnliche Berufsbilder:

Teilen

Alle Ausbildungsberufe von A - Z