Macht es dir Spaß, dich bei Wind und Wetter draußen aufzuhalten? Hast du einen grünen Daumen und scheust dich nicht davor, dir die Finger schmutzig zu machen? Dann ist die Ausbildung zur Gärtnerin bzw. zum Gärtner in der Fachrichtung Zierpflanzenbau vielleicht genau das Richtige für dich.
Gärtner/innen im Zierpflanzenbau kümmern sich um alle Aspekte rund um Zierpflanzen: Du sorgst dafür, dass Blumen im Gartencenter rechtzeitig blühen, lernst, wie du verschiedene Topfpflanzen optimal düngst, und erfährst, wie du Kunden kompetent berätst.
Gärtner/innen kennen sich mit allen Aspekten der Pflanzenaufzucht und -kultur aus. Auch die kreative Gestaltung mit Pflanzen – etwa beim Anlegen von Beeten – spielt eine Rolle. Zierpflanzengärtner/innen sind spezialisiert und kultivieren Topfpflanzen, Schnittblumen sowie Beet- und Balkonpflanzen. Sie bereiten den Boden vor, steuern die Anzucht der Pflanzen durch gezielte Maßnahmen und beurteilen Saatgut.
Zierpflanzenbau-Gärtner/innen arbeiten insbesondere in Produktionsbetrieben, wo Zierpflanzen kultiviert werden, in der Pflege und dem Verkauf in Gartencentern oder in städtischen Gärtnereien. Auch im Großhandel oder in Privathaushalten können Zierpflanzengärtner/innen beschäftigt werden.
Gehalt als Gärtner/in Zierpflanzenbau
Ähnlich wie in anderen Fachrichtungen des Gärtnerberufs liegt auch im Zierpflanzenbau das Gehalt im mittleren bis unteren Bereich. Dein konkreter Verdienst hängt von verschiedenen Faktoren ab – etwa dem Arbeitsort, der Region, dem Bundesland, vorhandenen Weiterbildungen und einem möglichen Tarifvertrag.
Als Berufseinsteiger/in kannst du mit einem Bruttogehalt von rund 1.800 bis 2.500 Euro pro Monat rechnen. Mit wachsender Berufserfahrung und durch gezielte Fort- und Weiterbildungen lässt sich das Gehalt steigern. Wer nach der Ausbildung noch ein Studium – etwa im Bereich Gartenbau oder Agrarwissenschaften – absolviert, kann Gehälter von bis zu 3.000 Euro brutto monatlich oder mehr erreichen.
Während der Ausbildung erhältst du eine gestaffelte Ausbildungsvergütung, die seit der Einführung des Mindestausbildungsentgelts nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) tariflich geregelt und bundesweit gültig ist. Die aktuellen Richtwerte (Stand 2024/2025) lauten:
ca. 620 bis 750 Euro brutto
ca. 680 bis 800 Euro brutto
ca. 730 bis 860 Euro brutto
Die genaue Höhe richtet sich nach dem jeweiligen Tarifvertrag und dem Ausbildungsbetrieb. Da die Vergütung tariflich geregelt ist, darf nicht nach Region oder Geschlecht unterschieden werden.
Ausbildung als Gärtner/in Zierpflanzenbau
Die duale Ausbildung zum Gärtner bzw. zur Gärtnerin in der Fachrichtung Zierpflanzenbau dauert drei Jahre und findet parallel in einem Ausbildungsbetrieb und der Berufsschule statt. Du lernst die biologischen und technischen Grundlagen für die Aufzucht und Pflege von Zierpflanzen kennen, machst dich mit relevanten Pflanzenarten vertraut und erfährst, welche Nährstoffe und Pflegemaßnahmen diese benötigen.
Im Ausbildungsbetrieb setzt du das Gelernte direkt in die Praxis um: Du sorgst für eine optimale Pflege der Pflanzen, lernst die wirksame Schädlingsbekämpfung, das fachgerechte Umtopfen sowie die richtige Düngung und Bewässerung von Zierpflanzen.
Grundvoraussetzung für den Ausbildungsbeginn ist in der Regel ein Hauptschulabschluss. Viele Betriebe erwarten einen mittleren Bildungsabschluss; nur wenige stellen Bewerber/innen ohne Schulabschluss ein. Manche Betriebe setzen Praktika oder sogar eine Hochschulreife voraus. Unter bestimmten Voraussetzungen – etwa mit Vorbildung oder überdurchschnittlichen Leistungen – kann die Ausbildungszeit verkürzt werden.
Je nach Betrieb ist zudem eine Spezialisierung möglich, zum Beispiel auf Rosen, Orchideen oder Hydrokulturen.
Voraussetzungen für Zierpflanzengärtner/innen
Die wichtigste Voraussetzung ist die Begeisterung für den Umgang mit Zierpflanzen. Du solltest keine Scheu vor schmutzigen Fingern haben und gleichzeitig ein grundlegendes technisches Verständnis mitbringen – damit du verstehst, wie Anlagen in Gartenbaubetrieben und Maschinen funktionieren.
Gute Noten in naturwissenschaftlichen Fächern und Mathematik sind von Vorteil, denn für die Abschlussprüfung musst du die Namen vieler Zierpflanzen auswendig lernen – inklusive der botanischen Bezeichnungen auf Latein.
Du solltest außerdem gerne an der frischen Luft arbeiten. Als Gärtner/in bist du je nach Einsatzort viele Stunden täglich draußen – auch bei Regen, Kälte oder schlechtem Wetter. Körperliche Fitness ist ebenfalls wichtig: Häufig gebückte Arbeitshaltungen können auf Dauer die Wirbelsäule und den Rücken belasten.
Bewerbung als Gärtner/in Zierpflanzenbau
Für deine Bewerbung als Gärtner/in im Zierpflanzenbau benötigst du die klassischen Bewerbungsunterlagen: ein aussagekräftiges Anschreiben sowie einen tabellarischen Lebenslauf.
Ergänze deine Unterlagen um Zeugniskopien sowie – sofern vorhanden – Arbeits- oder Praktikumszeugnisse. Im Anschreiben solltest du klar darstellen, warum du für die Stelle geeignet bist, was dich am Beruf begeistert und warum du gerne für den jeweiligen Betrieb arbeiten möchtest.
Der Lebenslauf ist das wichtigste Dokument für Arbeitgeber: Er sollte professionell gestaltet sein und deinen Bildungsweg sowie relevante Stationen lückenlos wiedergeben. Überprüfe deine Bewerbung sorgfältig auf Rechtschreib- und Grammatikfehler, bevor du sie abschickst. Bewerbungen werden meist per E-Mail versandt, alternativ auch per Post in einer ordentlichen Bewerbungsmappe.
Zukunft und Trends für den Beruf
Viele Betriebe im Gärtnerbereich haben Schwierigkeiten, geeignete Auszubildende zu finden – unter anderem wegen des vergleichsweise niedrigen Einstiegsgehalts und der körperlichen Belastung. Das bedeutet für dich: Die Chancen auf einen Ausbildungsplatz als Gärtner/in im Zierpflanzenbau sind gut.
Der Bedarf an Fachkräften im Gartenbau ist nach wie vor hoch und wird auch in den kommenden Jahren stabil bleiben. Treiber sind unter anderem der wachsende Trend zur Begrünung von Städten, die steigende Nachfrage nach nachhaltigen und regionalen Pflanzenprodukten sowie die zunehmende Bedeutung von Haus- und Balkonbepflanzung. In Bayern etwa erreichten die Berufsausbildungsverhältnisse im Gartenbau zuletzt Spitzenwerte, wobei der Zierpflanzenbau rund 18 % ausmacht.
Häufige Fragen zur Ausbildung als Gärtner/in Zierpflanzenbau
Welchen Schulabschluss brauche ich für die Ausbildung zum Gärtner/zur Gärtnerin im Zierpflanzenbau?
Für die Ausbildung zum Gärtner bzw. zur Gärtnerin im Zierpflanzenbau ist in der Regel mindestens ein Hauptschulabschluss erforderlich. Viele Betriebe bevorzugen Bewerber/innen mit einem mittleren Bildungsabschluss. Einzelne Ausbildungsbetriebe setzen auch ein absolviertes Praktikum oder die Hochschulreife voraus. In Ausnahmefällen sind Einstieg auch ohne formalen Schulabschluss möglich.
Wie viel verdient man als Gärtner/in im Zierpflanzenbau nach der Ausbildung?
Nach abgeschlossener Ausbildung liegt das Einstiegsgehalt als Gärtner/in im Zierpflanzenbau in der Regel zwischen 1.800 und 2.500 Euro brutto pro Monat. Mit Berufserfahrung, Weiterbildungen oder einem anschließenden Studium – zum Beispiel im Bereich Gartenbau oder Agrarwissenschaften – sind Gehälter von bis zu 3.000 Euro brutto monatlich oder mehr erreichbar. Die konkrete Höhe hängt vom Betrieb, der Region und einem möglichen Tarifvertrag ab.
Wie lange dauert die Ausbildung zum Gärtner/zur Gärtnerin im Zierpflanzenbau?
Die duale Ausbildung zum Gärtner bzw. zur Gärtnerin in der Fachrichtung Zierpflanzenbau dauert regulär drei Jahre. Sie findet parallel im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule statt. Unter bestimmten Voraussetzungen – etwa mit einer einschlägigen Vorbildung oder sehr guten schulischen Leistungen – kann die Ausbildungszeit auf Antrag verkürzt werden.
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