5,3 Millionen EUR für eine nicht gebaute Müllverbrennungsanlage in Paderborn

Die Firma Strathmann aus Bestwig im Sauerland will im Auftrag von E.ON und anderen Unternehmen in Paderborn eine Müllverbrennungsanlage mit schlechter Filterung bauen. Am massiven Protest der Paderborner Bürger und der Stadtverwaltung ist es bis jetzt gescheitert.

Aktuell ist noch ein Gerichtsverfahren anhängig, welches entscheiden soll, ob die von der Stadt Paderborn verhängte Bebauungsveränderungssperre rechtens ist. Die Stadt Paderborn und die Firma Strathmann sind jedoch an einer außergerichtlichen Vereinbarung interessiert und feilen aktuell an einem Vertrag.

Dieser Vertrag sieht vor, dass die Firma Strathmann im Kreis Paderborn keine Müllverbrennungsanlage mehr bauen darf, dafür fordert das Müllentsorgungsunternehmen jedoch 5,3 Millionen EUR, angeblich für Planungskosten. Abgesehen vom Imageverlust der Firma Strathmann, der FDP-Bezirksregierung (welche das Projekt vermutlich heimlich unterstützte) und der Firmen E.ON und Stute, deren Ruf eh schon ruiniert war, haben die Beteiligten somit keinerlei Ausgaben zu beklagen.

Die Stadt Paderborn und ihre Bürger haben dann jedoch enorme Ausgaben zu tragen! Für die Rechtsanwälte und Info-Material wurden eifrig Spenden gesammelt und jetzt soll auch noch der Bürger die Kosten von 5,3 Millionen EUR tragen. Umgerechnet auf jeden Bürger in Kreis und Stadt Paderborn wären das ca. 18 EUR. Das erscheint nicht viel und den Preis für eine saubere und gesunde Luft wert, doch grenzt es schon an Erpressung, wenn jemand sagt „gebt uns 5,3 Millionen oder wir bauen euch eine Müllverbrennungsanlage“.

Ich sage, die Stadt soll nicht zahlen! Sollen sie doch versuchen die Müllverbrennungsanlage zu bauen, dann wird Paderborn zu einem zweiten Brokdorf, diesmal allerdings mit Happy End!

Quelle: nw-news.de

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