BASF-Chef fordert neue Agenda 2010 und beweist damit seinen fehlenden Sachverstand

Eigentlich ist es zum Lachen, wenn es nicht so Ernst wäre. Der deutsche Konjunkturmotor kühlt sich ab, bedingt durch eine globale Rezession. Es sind noch immer die Folgen der Weltfinanzkrise und den globalen Verschiebungen durch China und die USA.

Gleichwohl melden sich plötzlich Konzernchefs zu Wort, deren Stellenwert in Deutschland hoch scheint. So zum Beispiel BASF, Mitglied des European Round Table, die quasi damals den Euro als Währung in der EU eingeführt haben. Wenn der Chef dieses Unternehmens etwas sagt, denkt er es hat auch Gewicht, sowohl politisch, als auch gesellschaftlich.

Doch die aktuelle Forderung nach einer neuen Agenda 2010 ist so unlogisch wie kurzsichtig, denn sie verkennt aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen und Sachverhalte und würde die Binnenkonjunktur implodieren lassen.

Die Deutschen haben nach der Agenda 2010 jahrelang von ihren Reserven gezerrt. Die Vermögen im Inland haben sich dadurch weiter konzentriert, die Mehrheit der Deutschen hat kaum noch was auf der hohen Kante. Zudem haben sich aufgrund der niedrigen Zinsen viele Leute verschuldet, was politisch so gewollt war. Eine noch weitere Flexibilisierung des deutschen Arbeitsmarktes hätte ungeahnte Folgen.

Das Prekariat ist noch immer da! Wir gehen in Richtung Vollbeschäftigung, doch von den Jobs leben können Millionen Menschen nicht. Im Spiegel hat Thomas Fricke einen guten Kommentar dazu geschrieben.

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