Bundesagentur für Arbeit und Migration

Der Chef der Bundesagentur für Arbeit hat ein neues Amt hinzubekommen und ist nun auch für Migranten und Flüchtlinge in Deutschland zuständig. Offensichtlich schien er mit der Aufgabe unterfordert und hat daher noch ein weiteres Amt hinzubekommen. Generell passt dieser Schritt ins Bild einer rein auf Wirtschaftsinteressen ausgerichteten Politik.

Angela Merkel wird in Europa von Medien und vielen anderen gefeiert, weil sie die syrischen Flüchtlinge ins Land holen will und alle anderen am liebsten wieder abschiebt. Was auf den ersten Blick als humanitärer Schritt erscheint ist in Wirklichkeit reines Kalkül aufgrund von deutschen Wirtschaftsinteressen.

Seit Jahren versucht die deutsche Industrie gezielt qualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland nach Deutschland zu holen, allerdings nur mit suboptimalem Erfolg. Nicht zuletzt, weil hierzulande die Löhne und Aussichten alles andere als rosig sind. Viel Arbeit, wenig Geld kommt nicht nur bei den Deutschen schlecht an, sondern auch bei allen anderen. Zudem hat es die deutsche Wirtschaft nicht so mit work-life-balance.

Die Flüchtlingskrise kommt Frau Merkel und der deutschen Industrie da sehr gelegen, sie holen gezielt Flüchtlinge ins Land, aber anscheinend bitte schön nur die qualifizierten Fachkräfte. Die Idee dahinter ist scheint logisch und konsequent. Hochmotivierte und qualifizierte Fachkräfte ins Land holen und schnell in den Arbeitsmarkt integrieren. Am besten noch von der EU die Aufnahme und Integration bezahlen lassen, schließlich zeigt man sich humanitär und ächst unter der Last.

Wer wäre für die Integration in den Arbeitsmarkt besser geeignet als die örtlichen Jobcenter, deren Mitarbeiter oftmals selbst in prekären Arbeitsverhältnissen stecken und sich von Jahresbefristung zu Jahresbefristung hangeln.

Herrn Weise in der aktuellem Situation diese doppelte Aufgabe zu geben ist sicherlich konsequent und richtig, allerdings so zu tun, als handele man aus gutem Gewissen ist scheinheilig. Hier geht es einfach darum aus der Not der Flüchtlinge einen Profit zu erzielen, indem man sie als Arbeitskräfte einsetzt. Nicht mehr und nicht weniger.

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