Girls Day 2009 – Unsinn überwiegt den Sinn

Die letzten Untersuchungen und Statistiken zeichnen ein deutliches Bild. Jungen werden in unserem Bildungssystem deutlich benachteiligt und kaum jemanden interessiert es. Nicht mehr die Mädchen sind diskriminiert, sondern die männlichen Heranwachsenden.

Heute ist der Girls Day 2009, dieser Tag soll die Schülerinnen im Alter von 10 bis 15 Jahren an die technischen Berufe heranführen. In Laboratorien und Werkstätten der verschiedenen Branchen wird den Mädchen ein Einblick in die diese Berufswelt ermöglicht. Ziel ist es, den Anteil an Frauen in diesen Berufen zu erhöhen.

Was auf den ersten Blick als Baustein der Gleichberechtigung erscheint, entlarvt sich jedoch hinter den Kulissen als unsinnige Aktion, ein ganz anderes Ziel verfolgt.

Sicherlich wird diese Aktion den Anteil der Mädchen in diesen Bereichen erhöhen, aber warum soll das so dringend geschehen? In Wahrheit fehlen der deutschen Wirtschaft die Facharbeitskräfte die sie so dringend braucht. Qualifizierte Arbeitnehmer in technischen Berufen sind mittlerweile rar und werden es auch zukünftig sein. Allerdings ist das eine Folge schlechter Bildungspolitik und einer noch schlechteren Familienpolitik in Zusammenhang mit den Unternehmensphilosophien.

Hier geht es ganz einfach um das Geld der Unternehmen und der Steuereinnahmen für den Staat. Der Girls Day soll ganz banal der deutschen Wirtschaft die Facharbeiter sichern, das Argument der Gleichberechtigung ist nur vorgeschoben. Unser Schulsystem produziert immer mehr männliche Versager auf dem Arbeitsmarkt. Der Girls Day ist mittlerweile der manifestierte Tag der Diskriminierung von männlichen Schülern.

Den Schülern fehlen die männlichen Bezugspersonen in der Schule, es gibt kaum noch männliche Lehrer, was sich bei den männlichen Kindern von alleinerziehenden Frauen oft problematisch offenbart. Schulen benachteiligen Jungen massiv.

In Deutschland muss ein Umdenken stattfinden. Gezielte Einstellung von Männern im Bildungssystem, notfalls mit einer Quote, das wäre der erste Schritt. Aber vor allem in den Unternehmen muss umgedacht werden. Gezielte Aus- und Weiterbildung mit einer langfristigen Ausrichtung ist unumgänglich. Jugendwahn und maximale Arbeitsauslastungen führen zu Verlust von KnowHow und vermehrten BurnOut-Syndromen.

Gesine Schwan hat in ihrem Statement erstaunlicherweise den Finger genau in diese Wunde gelegt, als sie gesagt hat, dass die aktuelle Krise sich auch auf die Kultur und die Gesellschaft bezieht. Erkenntnis scheint also vorhanden zu sein, allein der Wille zur Umsetzung ist noch nicht ausgereift.

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