SPD muss Rentenkonzept von Sigmar Gabriel ablehnen

Mit viel TamTam hat Sigmar Gabriel sein Rentenkonzept vorgestellt, an welchem er angeblich 1 Jahr gebastelt hat. Doch was hat er da präsentiert? Nun, eigentlich ist es nur die Fortführung der Schröder-Politik, die Renten kürzen auf 43 Prozent der Leistung, weiterhin bis 67 arbeiten (ebenfalls eine Rentenkürzung) und die Altersarmut mit 850 EUR abfedern.

Ich weiß nicht genau was Sigmar Gabriel 1 Jahr lang gemacht hat, aber wenn er alten Wein in neuen Schläuchen präsentiert, wie hier geschehen, ist er für mich als Politiker durchgefallen. Das ist kein neues Konzept, sondern nur eine weitere Destabilisierung der Altersvorsorge.

Was ist das Hauptproblem der Altersvorsorge? Nun, zumindest glauben die meisten, dass es der demografische Faktor ist, doch viele sehen das wahre Problem nicht. Wenn immer weniger Menschen in Deutschland arbeiten, bedeutet das auch, dass diejenigen, die arbeiten mehr Geld verdienen sollten. Doch das Hauptproblem der deutschen Rentner liegt nicht in Deutschland, sondern in Ländern wie China, wo 100 Millionen Wanderarbeiter für ein paar EUR in der Woche arbeiten. Der deutsche Arbeitnehmer steht am Arbeitsmarkt in Konkurrenz zu den chinesischen Arbeitssklaven, ein Ergebnis der Zusammenarbeit von westlichen Demokratien mit Diktaturen.

Doch den Wettbewerb mit Arbeitssklaven kann ein Arbeitnehmer in Deutschland eigentlich nicht gewinnen. Wäre der deutsche Markt abgeschlossen wäre die Rechnung ganz einfach, wenn es weniger Arbeitnehmer gibt, müssen diese halt mehr Geld verdienen, quasi das Geld welches durch die fehlenden Arbeitnehmer eingespart wird, schließlich ist im System ja das Geld vorhanden. Doch in einem weltweiten Raubtier-Kapitalismus funktioniert das nicht reibungslos.

Vielleicht wäre Herr Gabriel gut beraten gewesen, wenn er hier einen Lösungsansatz gebracht hätte und das Rentenproblem mit den geringen Löhnen angefasst hätte, schließlich haben wir 20 Reallohnstagnation und zusätzlich müssen die Arbeitnehmer noch privat vorsorgen.

Wenn die SPD auf das Renten-Pferd von Sigmar Gabriel aufspringt, wird sie bei der nächsten Bundestagswahl wieder ins Bodenlose stürzen. Zu Recht! Aber mal ganz ehrlich, wer hätte wirklich von Sigmar Gabriel, dem früheren Hannover-Connection-Weggefährten von Gerhard Schröder, einen vernünftigen Rentenlösungsansatz erwartet?

Ein Rentenkonzept, welches immer nur Kürzung der Leistungen für die jetzigen arbeitenden Generationen bedeutet und sich nur darin unterscheidet, wie es verpackt ist und wie schön die Schleife drum gewickelt wurde, ist absolute Volksverdummung.

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