Warum der CDU jetzt die Parteilobbyisten abspringen

Das gab es noch nie, innerhalb eines halben Jahres hat die CDU 6 Landesfürsten verloren, ein wahnsinniges Ergebnis. Natürlich will die SPD der Bundeskanzlerin Merkel dafür die Verantwortung zuschieben, doch die Ursachen liegen vermutlich tiefer.

Deutschland steht vor der größten Herausforderung seit dem zweiten Weltkrieg, die Länder und Kommunen sind pleite, ebenso der Bund. Es gibt fast nichts mehr zu verteilen, nur noch zu sparen und das aktuelle Sparpaket ist nur der Tropfen auf den heißen Stein.

Keiner weiß das besser als eine Bundes- und Landesregierung und genau hier liegt wahrscheinlich auch die Ursache für die zahlreichen Rücktritte, denn im Gegensatz zu eigenen Politik, setzen die Landesfürsten auf die persönliche Nachhaltigkeit.

Dort wo es nichts mehr zu verteilen gibt, da macht den CDU-Fürsten das regieren auch keinen Spaß mehr. Die nächsten Jahre und vermutlich auch Jahrzehnte, werden geprägt sein vom Sparkurs und damit verbundenen Reformdiktat. Lobbyisten werden nicht mehr viel zu melden haben, denn jetzt geht es ans Eingemachte, da können keine Geschenke mehr an Verbände, regionale Verbunde und Organisationen oder Unternehmen verteilt werden.

Die nächsten Jahre werden richtig harte politische Arbeit und das sehen viele Politiker mit Skepsis, denn persönlich profitieren sie davon nicht. Vielleicht ist das auch der Grund warum Roland Koch jetzt in die Wirtschaft wechselt, schließlich hat er nicht nur über die Frankfurter Banken schützend seine Hand gehalten.

Es bleibt nur zu hoffen, dass jetzt wirklich gute Politiker an die Macht kommen, die nicht die Insolvenz vor Augen haben sondern endlich mal für eine nachhaltige Politik stehen. Die Hoffnung stirbt zuletzt …

Wie hat dir der Beitrag gefallen?

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (Sei der Erste und bewerte jetzt!)