Wirtschaftsforscher belegen Fachkräftemangel als Märchen der deutschen Industrie

Was viele schon lange wussten ist nun in einer Studie vom DIW (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung) belegt worden, die deutschen Unternehmen haben eigentlich gar keinen Fachkräftemangel. Seit Jahren wird gebetsmühlenartig die Forderung nach billigen ausländischen Facharbeitskräften mit einem angeblichen Mangel in Deutschland begründet. Eine Forderung, die jahrelang dafür sorgte, dass die Arbeit hierzulande immer billiger wurde.

Die Industrie fordert permanent mehr Fachkräfte in den Bereichen Mathematik, Naturwissenschaften, Informatik oder Technik. Die Experten haben sich intensiv mit dem Bedarf und den Fachkräften im Land auseinander gesetzt, doch sie verweisen allein schon auf die Entwicklung der Gehälter, um diese permanente Forderung zu widerlegen. Die Lohnentwicklung bei den mangelnden Fachkräften ist nämlich ebenso rückläufig, wie bei den einfachen Arbeitskräften.

Was alle schon wussten ist somit offiziell, denn wo ein Mangel ist, da gibt es steigende Preise. Logische Konsequenz, wenn wirklich ein Mangel an Fachkräften existierte, so müssten die Gehälter in den genannten Bereichen konsequent und überproportional über die Jahre gestiegen sein. Das ist in keinster Weise der Fall.

Es somit zweifelsfrei ein Märchen der Industrie, welches von Lobbyverbänden und deren Sprechern immer wieder hinaus posaunt wird, mit dem Ziel, ständig billige Fachkräfte zur Verfügung zu haben. Das ist volkswirtschaftlich schändlich und schädlich, aber unternehmerisch sinnvoll.

Mit dieser Keule braucht die Industrie also nicht mehr kommen, der Hundt hat ausgebellt. Trotzdem springt das Lobby-Blatt Bild den Unternehmern gleich wieder zur Seite und führen Beispiele an, wo niemand mehr für 3 EUR/Stunde arbeiten möchte.

Der einzige Mangel, den die Experten am Arbeitsmarkt ausmachten bezog sich auf Ärzte, welche besonders in ländlichen Gebieten fehlten.

Quelle: spiegel.de

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